Wer in einem Ballungsraum wohnt, kann nicht automatisch auf bessere Arbeitsplatzaussichten und höhere Einkommen hoffen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach erzielt überdurchschnittlich hohe Einkommen, wer etwa im Großraum München, Stuttgart oder Frankfurt arbeitet, nicht aber zwischen Erfurt und Leipzig oder im Raum Berlin-Brandenburg.
„Das durchschnittliche Lohnniveau klafft zwischen den Metropolregionen weit auseinander“, schreiben die IAB-Ökonomen. Basis sind dabei monatlichen Bruttoeinkommen sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Jahr 2008. Der mittlere Bruttomonatslohn (Median) betrug damals für Deutschland insgesamt 2615 Euro - das bedeutet, 50 Prozent der Beschäftigten erzielten höhere und 50 Prozent niedrigere Bruttoeinkommen.
Eine Frage der richtigen Branche
Am besten verdiente nach diesem Vergleich, wer im Raum Stuttgart wohnte. Das mittlere Bruttomonatseinkommen in dieser Region betrug 2991 Euro (anklickbar auf der beigefügten Karte) - Beschäftigte im Raum Stuttgart erzielten demnach rund 20 Prozent höhere Löhne als etwa zwischen Bremen und Oldenburg.
Am geringsten fallen die Löhne in diesem Vergleich im Osten Deutschlands aus: In der Metropolregion Mitteldeutschland, die grob das Gebiet zwischen Erfurt und Leipzig umfasst, lag der mittlere Bruttomonatslohn mit 1908 Euro deutlich unterhalb des gesamtdeutschen Mittels. In der Region Berlin-Brandenburg waren es 2241 Euro.
Die IAB-Ökonomen erklären die unterschiedlichen Löhne wesentlich mit der Beschäftigtenstruktur und der Branchen, die ansässig sind. In den Regionen München, Stuttgart und Rhein-Neckar beispielsweise seien anteilig deutlich mehr Beschäftigte in wissensintensiven Unternehmen und Branchen angestellt.
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