http://www.faz.net/-gqe-754mj

Einkommen in Deutschland : In Stuttgart verdient man am meisten

  • Aktualisiert am

Hier wird viel verdient: Stuttgart Bild: Wohlfahrt, Rainer

Wer in Stuttgart, München oder Frankfurt wohnt, verdient im Mittel monatlich rund 1000 Euro mehr als in Leipzig. Das hat eine aktuelle Studie ergeben. Die Einkommensunterschiede zwischen West und Ost sind damit weiter sehr groß.

          Wer in einem Ballungsraum wohnt, kann nicht automatisch auf bessere Arbeitsplatzaussichten und höhere Einkommen hoffen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Demnach erzielt überdurchschnittlich hohe Einkommen, wer etwa im Großraum München, Stuttgart oder Frankfurt arbeitet, nicht aber zwischen Erfurt und Leipzig oder im Raum Berlin-Brandenburg.

          „Das durchschnittliche Lohnniveau klafft zwischen den Metropolregionen weit auseinander“, schreiben die IAB-Ökonomen. Basis sind dabei monatlichen Bruttoeinkommen sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Jahr 2008. Der mittlere Bruttomonatslohn (Median) betrug damals für Deutschland insgesamt 2615 Euro - das bedeutet, 50 Prozent der Beschäftigten erzielten höhere und 50 Prozent niedrigere Bruttoeinkommen.



          Eine Frage der richtigen Branche

          Am besten verdiente nach diesem Vergleich, wer im Raum Stuttgart wohnte. Das mittlere Bruttomonatseinkommen in dieser Region betrug 2991 Euro (anklickbar auf der beigefügten Karte) - Beschäftigte im Raum Stuttgart erzielten demnach rund 20 Prozent höhere Löhne als etwa zwischen Bremen und Oldenburg.

          Am geringsten fallen die Löhne in diesem Vergleich im Osten Deutschlands aus: In der Metropolregion Mitteldeutschland, die grob das Gebiet zwischen Erfurt und Leipzig umfasst, lag der mittlere Bruttomonatslohn mit 1908 Euro deutlich unterhalb des gesamtdeutschen Mittels. In der Region Berlin-Brandenburg waren es 2241 Euro.

          Die IAB-Ökonomen erklären die unterschiedlichen Löhne wesentlich mit der Beschäftigtenstruktur und der Branchen, die ansässig sind. In den Regionen München, Stuttgart und Rhein-Neckar beispielsweise seien anteilig deutlich mehr Beschäftigte in wissensintensiven Unternehmen und Branchen angestellt.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Bildhauer der Mode

          Nachruf auf Azzedine Alaïa : Bildhauer der Mode

          Azzedine Alaïa, der den Frauen enge Kleider auf den Leib schneiderte, ist gestorben. Naomi Campbell nannte ihn bis zuletzt „Papa“, und auch viele andere Frauen glaubten daran, dass dieser Designer das höchste Ziel der Mode erreichte.

          Von der Garage zur Designer-Wohnung Video-Seite öffnen

          Umbau : Von der Garage zur Designer-Wohnung

          Architekt Francesco Ceccarelli lebt in Bologna in einem Ein-Zimmer-Apartment, das einmal eine Garage war. Mit viel Kreativität und Engagement lassen sich alte, wenig genutzte Räumlichkeiten zu modernem Wohnraum verwandeln.

          Merkel fürchtet keine Neuwahlen Video-Seite öffnen

          Im ZDF-Interview : Merkel fürchtet keine Neuwahlen

          Nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche steht auch die Möglichkeit einer Neuwahl im Raum. In einem Interview mit dem ZDF hat sich Bundeskanzlerin Merkel dafür in einer guten Position gesehen.

          Topmeldungen

          Jamie Dimon ist seit dem Jahr 2005 Vorstandsvorsitzender von Amerikas größter Bank.

          Neue Rangliste : Seine Bank ist die gefährlichste der Welt

          Infolge der Finanzkrise gibt es nun jedes Jahr eine offizielle Rangliste der Geldhäuser, von denen potentiell die größten Risiken ausgehen. Nun liegt eine Bank an der Spitze. Und ein deutsches Institut gehört zumindest zur Gruppe danach.

          Srebrenica : Das große Schweigen

          Vor der Urteilsverkündung gegen den als Kriegsverbrecher angeklagten ehemaligen General Ratko Mladic haben sich bosnische Serben und Muslime in Srebrenica wenig zu sagen. Die Erinnerungen an das Massaker von 1995 sind allgegenwärtig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.