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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Einigung mit dem Bundesrechnungshof Bundesbank holt 150 Tonnen Gold aus dem Ausland zurück

 ·  Nach der Forderung des Rechnungshofes nach einer genauen Bestandsaufnahme der Goldschätze im Ausland kommt die Bundesbank den Kritikern entgegen. In den kommenden drei Jahren sollen jeweils etwa 50 Tonnen heimgeholt werden.

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Die Deutsche Bundesbank kommt dem Bundesrechnungshof im Streit um den richtigen Umgang mit den im Ausland gelagerten Goldschatz entgegen. Der Rechnungshof hatte Stichproben und in einer früheren Phase des Konflikts wohl auch den vollständigen Transport des Goldes nach Deutschland gefordert. Stichproben seien bei der Federal Reserve in New York, wo der überwiegende Teil des deutschen Auslandsgoldes - mehr als 100.000 Barren - gelagert wird, jedoch nicht möglich, sagte ein Sprecher der Bundesbank am Dienstag. Anders als die Bundesbank lagere die Fed das Gold nicht in Regalen, sondern en bloc in einem Tresorraum. Einzelne Barren ließen sich deshalb nicht ohne unangemessenen Aufwand zur Überprüfung der Kennnummern hervorziehen. Die Fed habe eine andere Form der Überprüfung angeboten, zu der sich die Bundesbank allerdings nicht öffentlich im Detail äußern will.

Nun sollen in den kommenden drei Jahren jeweils etwa 50 Tonnen heimgeholt werden. Dies sei vertretbar, um bei den Skeptikern um Vertrauen zu werben, heißt es aus der Bundesbank, weil es sich um geringe Mengen handele. Die 150 Tonnen Gold sollen nach der Rückführung in einen besser handelbaren Barrenstandard überführt werden. Dafür müssen sie eingeschmolzen werden, was die exakte Ermittlung des Feingehalts ermögliche, erläuterte der Sprecher der Bundesbank. Grundsätzlich sei es sinnvoll, das Gold dort zu lagern, wo es im Fall der Fälle als Devisenreserve benötigt würde: in Amerika, um Dollar zu erhalten, und in London, um an Pfund zu kommen. Im übrigen verteidigt die Bundesbank die hergebrachte Form der Bilanzierung. Die Buchinventur und die ergänzenden Bestätigungen der Verwahrstellen erfüllten die gesetzlichen Vorschriften. Der vom Bundesrechnungshof gewünschte Prüfumfang entspreche nicht den Usancen zwischen Notenbanken.

Brüderle will Gold nach Deutschland holen

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle plädierte dafür, den Wert der im Ausland lagernden deutschen Goldreserven zu prüfen. „Ich würde empfehlen, dass wir immer wieder nachzählen“, sagte Brüderle. Zudem machte er sich für einen Transport des Goldes nach Deutschland stark. „Ich glaube, dass wir geeignete Gebäude auch in Deutschland haben.“

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Jahrgang 1968, Redakteur in der Wirtschaft.

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