Der Staat gab sich großzügig, obwohl er sich das nicht leisten konnte. Die Eigenheimzulage war mit Abstand die größte Subvention. Die damit verbundenen Schulden belasten Bund und Länder noch heute. Die Zweifel sind groß, ob es wirklich die Familien waren, die vom Zuschuss zum Eigenheim profitiert haben.
Viel Geld dürfte bei den Verkäufern der Immobilien gelandet sein, die - im Bewusstsein der Zulage - höhere Preise verlangt haben. Die Politik war schon einmal weiter. Dauerhafte Subventionen könnten zu Verzerrungen des unternehmerischen Preis-Leistungswettbewerbs führen, urteilte die Bundesregierung, als die Eigenheimzulage abgeschafft wurde.
Dieses Urteil hat nichts von seiner Gültigkeit verloren. Wer Immobilienkäufer unterstützen will, sollte die Grunderwerbsteuer senken. Den Steuersatz bestimmen die Länder. Die reichen Bayern könnten also ihre Bürger entlasten, ohne dass andere dafür mitzahlen müssen. Aber so mutig sind sie dann doch nicht.