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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Ecofin Europa im Aufwärtstrend

 ·  Einigkeit herrscht bei den Finanzministern der EU über die Einschätzung der konjunkturellen Lage vor. Die Talsohle sei durchschritten.

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Mit der Konjunktur in Europa geht es wieder aufwärts. Diesen Schluss zogen die EU-Finanzminister, die Europäische Zentralbank und die Gouverneure der Notenbanken am Wochenende in Oviedo.

Bei ihrem Treffen seien sich alle einig gewesen, dass die Union die Talsohle durchschritten habe, sagte der spanische Ratsvorsitzende Rodrigo Rato. Bundesfinanzminister Hans Eichel ergänzte, alle Minister gingen davon aus, dass die wirtschaftliche Trendwende erreicht sei. „Es geht aufwärts“, meinte Eichel nach dem informellen Treffen in Nordspanien. Auch EU-Währungskommissar Pedro Solbes bekräftigte seinen zuletzt mehrmals geäußerten Konjunkturoptimismus.

Zuversicht für die kommende Zeit

Die Europäische Kommission will am 24. April ihre Frühjahrsprognose veröffentlichen, wobei angesichts der jüngsten Andeutungen erwartet wird, dass sie ein durchschnittliches BIP-Wachstum in diesem Jahr von rund 1,5 Prozent vorhersagen dürfte. Rato zeigte sich zuversichtlich, dass sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum im zweiten Halbjahr 2002 deutlich beleben und das Potenzialwachstum erreichen werde. Dieses sieht die EU-Kommission bei 2-1/2 bis 2-3/4 Prozent. Für 2003 könne aus heutiger Sicht sogar mit einem BIP-Wachstum von drei Prozent gerechnet werden, ergänzte Rato.

Risiken, wie gehabt

Die Minister wiesen bei ihrem Treffen am Wochenende allerdings wiederholt auf Risiken hin, die sich aus einem stark steigenden Ölpreis und der nächsten Lohnrunde ergeben könnten. Rato beruhigte aber, dass der Ölpreis weiter in der Spanne von 22 Dollar bis 28 Dollar liege. Die konjunkturbremsende Wirkung der gegenwärtigen Ölpreise könne auch durch das unerwartet starke Wirtschaftswachstum kompensiert werden, meinte Rato weiter.

Sonderfaktoren in Amerika

Bundesbankpräsident Ernst Welteke bekräftigte, dass es „harte Indikatoren“ für einen Wirtschaftsaufschwung gebe. Zugleich wies er jedoch darauf hin, dass der momentane Aufschwung in den USA auf Sonderfaktoren beruhe.

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