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DZ und WGZ Bank Das Fusionsdebakel

01.04.2009 ·  Das Scheitern der Fusionsversuche zwischen der DZ und der WGZ Bank hat Tradition. Am Mittwoch sagten die beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute ihren vierten (offiziellen) Fusionsversuch ab. Für den Finanzverbund ist das abermalige Scheitern ein immenser Reputationsverlust.

Von Markus Frühauf
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Das Scheitern der Fusionsversuche zwischen der DZ und der WGZ Bank hat Tradition. Am Mittwoch sagten die beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute ihren vierten (offiziellen) Fusionsversuch ab. Die Dunkelziffer liegt aber höher.

Denn nicht immer wurden die Konsolidierungsbemühungen öffentlich ausgetragen. Für den Finanzverbund mit seinen 1200 Volks- und Raiffeisenbanken ist das erneute Scheitern ein Debakel.

Immenser Reputationsschaden

Der Reputationsschaden ist deshalb immens, weil die WGZ Bank und ihre Anteilseigner den Risiken der DZ Bank misstrauen. Sie forderten deshalb eine Risikoabschirmung, die der größere Fusionspartner aber ablehnte. Die Risiken aus dem Kapitalmarkt- und Großkundengeschäft, von denen auch die WGZ Bank nicht unbelastet ist, quittieren einige Regionalinstitute mit Unverständnis. Denn ihrer Ansicht nach stehen die Engagements im Verbriefungsgeschäft oder bei Projektfinanzierungen im Widerspruch zum Verbundauftrag.

DZ und WGZ Bank müssen sich der Frage stellen, ob ihr Geschäftsmodell nicht überdimensioniert ist. Ihr Auftrag ist in erster Linie die Liquiditätssicherung der Volks- und Raiffeisenbanken. Das Scheitern der Fusion ist auch Resultat ihrer an Größe ausgerichteten Strategie.

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Jahrgang 1967, Redakteur in der Wirtschaft.

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