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Drogeriekette Schlecker ist insolvent

 ·  Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker will Insolvenz anmelden. Das Unternehmen steckt in den roten Zahlen und schließt derzeit bundesweit Hunderte von Filialen.

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Markus Geiser
Markus Geiser (geiser1) - 21.01.2012 10:49 Uhr

Letzter Akt

Berühmt für kleine, miese Läden, unattraktive Preise, niedrigste Gehälter und demnächst vielerorts durchgehend geschlossen – Kunden sollte man nicht für doof erklären, Mitarbeiter nicht ausbeuten. Das haben Anton und Christa Schlecker nie wirklich verstanden. Sie sind irgendwann in den 80iger Jahren stehen geblieben und wollten sich nicht reinredenlassen. Stattdessen haben sie lieber ihre Filialen besucht und die Mitarbeiter rundgemacht… Jetzt kommt die Quittung von den Kunden! Nach meinem Geschmack etwas zu später, aber völlig berechtigt. Die Mitarbeiter sollten sich schnell um einen neuen Job kümmern. Was bitteschön soll von Schlecker erhaltenswert sein? Es gibt sehr gute alternative Angebote.

Und jetzt soll auch noch der Bock zum Gärtner gemacht werden (Eigenverwaltung)!? Falls Schlecker immer noch keine externe Expertise in Sachen Sanierung und Insolvenz angenommen haben sollte, werden Insolvenzrichter und Gläubiger dem wohl nicht zustimmen.

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Konstantin Darampoucas

Verdrehte Welt.

Ich bezweifle sehr, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Meinung der Leute hier teilen. Ihnen wäre es sich lieber, wenn Schlecker sie zu niedrigeren Löhnen und schlechteren Bediengungen weiter beschäftigt hätte, als sie für 1 Jahr großzügiger zu entlohnen, aber dafür heute insolvent zu sein und ihnen bald kündigen zu müssen. Die 6 oder 7 Euro, die Schlecker damals gezahlt hat, waren den Mitarbeitern sicher lieber, als ihr Geld demnächst vom Amt beziehen zu müssen.

Mal sehen, was Verdi jetzt als Antwort auf die drohenden Arbeitsplatzverluste zu bieten haben wird? Schlecker haben die Medien und die Gewerkschaften dort hin gebracht, wo sie jetzt sind. Während Schlecker für solzialversicherungspflichtige Stundenlöhne von 6-7 Euro an den Pranger gestellt wurde, werden in Deutschland massenweise Mitarbeiter/innen im Einzelhandel mit weniger und zudem "schwarz" beschäftigt. Nach außen hat die Verkäuferin einen 400 Euro Job. Verdi wird sicher auch hier den Schuldigen finden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2012 17:55 Uhr
Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 21.01.2012 17:55 Uhr

Herr Rubens

Widerliche undifferenzierte Kapitalissmuskritik.
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Mit dieser Einstellung beschädigen sie das Image aller die ein gerechtfertigtes Interesse an einer Veränderung der Ramenbedingungen haben. Schwarzarbeit ist meines erachtens auf einer Stufe mit den Betrügereien der griechischen Regierung und den Bankstern die Staaten erpressen zu zählen. Sie schädigen nicht diejenigen die sich unangemessen bereichern sie schädigen die Ehrlichen und werben auch noch öffentlich dafür.
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Schämen sie sich.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 21.01.2012 17:48 Uhr

Ich denke wenn die Mitarbeiter wirklich die Wahl hätten,

würden beide Alternativen nicht in betracht kommen.
.
Arbeitsministerin v. d. Leyen wurd einmal in dieser Zeitung zitiert, dass ein Stundenlohn von 12 Euro für einen Menschen der Vollzeit arbeitet notwendig ist um auch die notwendigen Rentenbeiträge Zahlen zu können um nicht in die Altersarmut zu fallen. Dabei wurde noch nicht berücksichtigt, dass Menschen mit Längeren Ausbildungszeiten, die inzwischen trotz höherer Qualifikation in diesen Umstand rutschen können, eine kürzere Zeit zur Verfügung haben um eine angemessene Altersvorsorge sich leisten zu können.
.
12 Euro die Stunde mit allen Arbeitnehmerrechten die ein Unternehmer in die Kalkulation einrechnen müsste, würde aber dazu führen, dass noch mehr Menschen nicht zu Marktgerechten Preisen einen Arbeitsplatz bekommen könnten.
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Nehmen wir an eine Tagesmutter möchte von ihrem Einkommen Leben und die Kosten decken. Geht das wenn die Kunden (max.5 Kunden) 6 €/h verdienen? und auch die Zeit des Arbeitsweges einkalkulieren müssen?

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Stefan Rubens

Maßlos arrogant

Man muß schon maßlos arrogant sein, um zu behaupten, die Leute würden lieber für 6-7 euro arbeiten als zum Amt zu gehen. Ich würde lieber Geld vom Amt beziehen und schwarz arbeiten, um die schädigen, die die Ausbeuter am Arbeitsmarkt sind. Nämlich die widerlichen Kaptialisten, die solche Hungerlöhne bezahlen.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 20.01.2012 21:26 Uhr

Schadenfreude und der Wunsch, dass auch andere folgen finde ich unangebracht

Jeder kann natürlich seine Einkaufsentscheidung auch von seinen moralischen Vorstellungen abhängig machen dennoch waren die Entscheidungen die zu diesen Arbeitsbedingungen geführt haben auch auf einen harten Wettbewerb zurückzuführen. Und dieser wird nicht durch Einzelunternehmen sondern auch durch den Preisdruck den die Kunden mit ihren Kaufentscheidungen mitverursacht.
.
Je stärker die Spreizung der Einkommensverteilung in der Gesellschaft ist desto mehr Menschen haben allerdings keine andere Wahl als diesen Preisdruck auf die Zulieferer von Produkten auszuüben. Wenn noch mehr Menschen garkeinen Job haben steigt diese Spreizung noch stärker und der Teufelskreis geht weiter.
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Ich hoffe dass Einsicht bei den Unternehmen, auch bei denen die bisher nicht optimale Arbeitgeber sind, einkehrt und diese auch wieder die Potentiale die in ihren Arbeitnehmern stecken als solche erkennen und würdigen. Ich hoffe dass auch die Schadenfreude gegenüber Unternehmen nachlässt die diesen Weg gehen.

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Closed via SSO

Don't do evil!

So manch einert hat ja nach den Lohndrückereien der Firma Schlecker mit Hilfe der Leiharbeitsfirma Meniar, nach den schändlichen Entlassungen von Verkäuferinnen bei Schlecker und deren Wiedereinstellung zwei Straßen weiter bei Schlecker XXL zu schlechteren Vertragsbedingungen um diesen Laden einen großen Bogen gemacht. Jetzt hat's sich usgeschleckert!

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Wolfgang G. Runte

Endlich ist es geschafft!

Die selbstgefälligen Politiker, Gewerkschaften, öffentlich-rechtlichen Funk- und Fernsehmitarbeiter, etc. - also diejenigen, welche sechsstellige Jahresgehälter beziehen und das Wort Arbeitsamt oder ARGE nur vom Hörensagen kennen, haben es geschafft!

Es ist endlich geschafft, daß weltweit ca. 50.000 Menschen - meistens sogenannte kleine, einfache Leute - die froh waren durch eigene Arbeit ihr Brot sich selbst verdienen zu können oder auch nur den nächsten Urlaub mitfinanzieren wollten, etc. jetzt arbeitslos sind. Die neuen, ganz realen Besucher beim Arbeitsamt werden, wenn es denn dieses in ihrer Region überhaupt gibt. Es ist der real existierende schwarze Sozialismus. Deutschland schafft sich ab.

Hier regiert nicht der Markt, sondern das Besserwissertum (Sozialismus) der Politik.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2012 20:59 Uhr
Klaus Gehlen
Klaus Gehlen (Klaus-G) - 20.01.2012 20:59 Uhr

Was haben Schlecker und die FDP gemeinsam?

Beide haben wegen ihrer menschenverachtenden und die lohnzersetzenden Auffassungen abgewirtschaft.

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Werner Zeitler

Ist dies nicht zu kurz gedacht?

Wenn Sie recht hätten, würden über 40.000 Mitarbeiter auf der Straße stehen. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Produkte, die Schlecker verkauft hat, jetzt halt von jemanden anders verkauft werden. Dieser jemand hat auch Mitarbeiter, die er mit ziemlicher Sicherheit nicht so ausbeuten wird, wie es Schlecker tat. Oder sind ihnen die Wettbewerber durch Schlecker Methoden aufgefallen? Es ist halt einfach nur immer in Schubladen zu denken.
Nichts für ungut!

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Wilh. Kaiser

"Ist der Ruf erst ruiniert,

lebt sich's so herrlich ungeniert."

Es ist kein Schleckerle, wenn man in einer Generation ein solches Unternehmen aufbaut; dazu muß man schön mächtig ausgebufft sein.

Genau so wie jetzt mit dem Weg zur Plan-Insolvenz!?

Schadenfreude ist da nicht angebracht.

Eher Respekt, wie man im Schnellverfahren Aber-Millionen macht.

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Christoph Runge

Schlecker wird ja nicht komplett geschlossen,

vielmehr hunderte von Filialen und leider damit auch viele langjährige Mitarbeiter ihre
Arbeitsplätze ggfs. verlieren. So und nun neu strukturieren:
1. Welche Filialen u. Arbeitsplätze können vom Wettbewerb übernommen werden?
2. Welche Filialen werden nicht übernommen u. müssen geschlossen oder könnten
untervermietet werden. Die Mitarbeiter müssen Ruhe bekommen, egal bei welchem
Flächenkonzept/Sortiment etc..
3. Bei den Mitarbeitern, insbesondere den langjährigen, für die überhaupt keine "Option"
besteht, sollte sich Schlecker loyal verhalten. Ist souveräner u. besser, als langjährige
Arbeitsgerichtsprozesse.
4. Die Familie Schlecker weiss, daß sie selbst über Jahre schwere Managementfehler
begangen hat. Oder hat der Wettbewerb Jahr für Jahr etwa nicht aufgeholt und Marktanteile
hinzugewonnen.

Handelshäuser in der Größenordnung bis zu 5 MRD EURO sind mir gut bekannt. Schlecker
wird nicht mehr Schlecker(alt) bleiben!

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 20.01.2012 16:53 Uhr

Harter Wettbewerb fordert Opfer

Wie schon einige Mitkommentatoren angemerkt haben, ist es nicht besonders klug den Wettbewerb auf dem Rücken der Mitarbeiter auszutragen. Motivierte Mitarbeiter sind der wahre Kern eines gesunden Unternehmens. Auch wenn ich generell die monokausalen zusammenhänge nicht als einzige Ursache heranziehen würde, so sind es doch motivierte Mitarbeiter die auch in schwierigen Situationen die treibende Kraft für neue erfolgspotentiale darstellen. Vorgesetzte die dieses erkennen und ihren Mitarbeitern die entsprechende Wertschätzung zukommen lassen, können aus einem breiten Pool an Ideen schöpfen.

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Sascha Noellenburg

Am Ende wird alles Gut

Nur traurig um die Mitarbeiter, die sich so lange bzw. zu lange ausnutzen haben lassen um letztenendes morgen vielleicht ohne Arbeit sind.
Ich hoffe nur, dass irgendwann doch die Besinnung einer gerechten bezahlung sowie gerechter Behandlung der Mitarbeiter stattfindet. Denn "noch" sind die Bosse immernoch der Meinung, dass man anhand der Arbeitslosensituation das Personal für ein Handgeld einstellen kann, ohne dabei zu bedenken, dass genau diese Menschen dafür zuständig sind, dass das Unternehmen letztenendes Umsatz macht.
In diesem Sinne appeliere ich an alle Geschäftsführer, sowie Inhaber:
Motivierte Arbeitskräfte steigern die Produktivität. Bestes beispiel hierfür ist das Unternehmen "Google".

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Chris Heidrich

Klug gemacht ....

Eine Restrukturierung, wie das Schliessen von Filialen, geht mit Entlassungen und damit mit Abfindungszahlungen einher ... Besser also, sich in die Pleite zu flüchten, die Mitarbeiter dadurch los zu werden, Restrukturieren und von neuem anfangen .... Sehr ausgebufft, der Herr Schlecker

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2012 18:50 Uhr
Chris Heidrich

Herr Fleischhauer ...

... Man kann eine Insolvenz auch herbeiführen ... Mich würde mal interessieren, wieviel private Garantien die Schlecker-Familie ihren Unternehmen gegeben hat ... Falls gar nicht, so haftet die/haften die Gesellschaften nur mit ihrem Eigenkapital ... Und das kann man schön niedrig halten .... Also, vielleicht ein bisschen Eigenkapital futsch, dafür die X-fache Menge an Abfindungszahlungen gespart ....

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Dietmar Fleischhauer

Entschuldigung, so ein Schmarrn

Halten Sie es für besonders ausgebufft, keine Straftat zu begehen? Bei Insolvenzverschleppung in dieser Größenordnung wandert der Gute nämlich schön in den Knast. Was hier natürlich zu noch größerem Jubel geführt hätte.

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Brünhilde Zeller

@ CHRIS HEIDRICH So ist es!

Bezeichnenderweise bedeutet Pleite gehen (aus dem Jiddischen) „fliehen“.

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Ronny Schaffer

Ein wenig Schadenfreude

kommt auf, wenn ich das lese, allerdings eher aus dem Gefühl heraus, dass hier Gerechtigkeit wirkt. Schlecker hat es versäumt, einigermaßen soziale Umstände zu schaffen. In den Mitarbeitern konnte man das schlechte Betriebsklima gespiegelt betrachten. Einsame Verkufer, die durch antiquiert wirkende, sehr enge Läden huschen, während die hellen, freundlichen Shops der Konkurrenz im modernen Ambiente erstrahlen.
Schlecker wurde letztlich ausgebrannt, es ist die Ruine moderner Raubritter, die ohne Vorraussicht und Verantwortung das letzte Quentchen Profit aus dem Unternehmen quetschten. Hoffentlich finden die Verlierer der Sache eine Anstellung in einem Unternehmen, dass mit der Zeit geht.

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 20.01.2012 16:03 Uhr

Die Mitarbeiter hatten nie etwas zum Schlecken

Die Läden waren nie so sauber, wie geschleckt.
Der Inhaber hat sich zu lange die Finger geschleckt.
Den Gewerkschaften konnte der Inhaber wegen seiner Arbeitsbedingungen am ... schlecken.

Schlecker sollte im Falle der Neugründung mal über seinen Namen nachdenken. Damen gehen nämlich ungerne zu einem Schlecker, um sich einen Lippenstift zu kaufen.

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Silvia Plank

Schlecker ist insolvent...

...aber es gibt noch jede Menge Handelsketten.

Was mich wirklich, wirklich fertig macht, ist, dass immr mehr Hersteller von guten Bekleidungsstoffen liquidiert werden. Derzeit ist Le Chanvrier in Belgien in Liquidation, die haben wunderbare Bio-Baumwollstoffe und Hanfstoffe hergestellt, GOTS-zertifiziert gefärbt. 2009 war es Tissages del´Aigle, die haben traumhafte Bambus-Stoffe hergestellt und vieles mehr. Alle haben auf die Umwelt geachtet, alle haben nach sehr hohen Maßstäben produziert. Aber es werden nur billige Stoffe aus China gekauft und verarbeitet, deren Gift zumindest das chinesische Wasser verseucht. Das ist eine Schande, dass man die europäischen Hersteller von hochwertigen Bekleidungsstoffen einfach so vor die Hunde gehen lässt.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2012 22:57 Uhr
Silvia Plank

Was diese Stoffehersteller konnten:

Tissages del´Aigle hat zB. Jerseys aus Bambus mit Elastan hergestellt. Diese Qualität bekomme ich weder in Kanada noch in Australien so. Und Le Chanvrier in Belgien hat zB. Hanf-Mouslins hergestellt. Es ist so schade um diese Techniken und die Produktionsketten, die da verloren gehen. Wir bekommen dann halt Plaste-Klamotten zu sehr niedrigen Preisen. Und irgendwann die Krätze. Hauptsache billig.

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Silvia Plank

Würde ich gerne

Zumindest denen auf Staatskosten einen Sanierer ins Haus schicken und günstige Darlehen geben. Ist billiger als irgendwann die Öko-Sauerei in China aufzuräumen. Global gesehen.

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Fabian Pitzer

Titel eingeben

wobei ich da glaub Indien & Bangladesh noch viel mehr ankreiden würde. China schwert sich mitlerweile zunehmend um Umweltschutz, dass man das mit europäischen Maßstäben noch nicht gliech setzten kann ist klar, zeigt jedoch in eine positive Richtung.

So ist das doch immer, egal in welchem Geschäft: nurnoch billig zählt, Qualität ist nachrangig... Tante Emma-Läden, Schuhmacher, Lebensmittelläden, Digitalkameras, such dir was aus, es bilden sich fast überall einige mächtige Firmen die dan Markt kaputtdominieren.

Mich fasziniert in em Zusammenhang Mexico - wie oft lese ich dort "Hecho en México" und das Zeugt taugt auch echt was. Da ist der ganze China-Massenwarenkram und die Kostenraduktion bis ins Letzt irgendwie (noch) nicht in Fahrt geraten - zum Glück noch nicht.

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Chris Heidrich

Tja Frau Plank ...

... es ist wohl leider so, dass Umweltschutz und Öko so lange gut ist, bis es Geld kostet ... Manch ein Öko steht wild protestierend vor bösen umweltverschmutzenden Fabriken, fordert teure Nachrüstungen und geht anschliessend dann zu Kik, um sich neu einzukleiden ...

Es ist einfach: Wenn es keinen Markt gibt, geht ein Unternehmen zu grunde ... Oder wollen sie die Biomodeunternehmen vom Staat retten lassen ?!

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Fabian Pitzer

Welch eine Erleichterung

Sehr gut, ein aggressive Unternehmen weniger! Jetzt muss noch DM weg und dann hat dieses ständige und äußerst bedenkliche Unterlaufen des Apothekengesetztes und der Arzneimittelsicherheit ein Ende!

Der ach so gute DM wartet nur drauf Apotheken aussterben zu lassen! Ich hoffe auch die werden ihrer gerechten Strafe zugeführt.

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Siegfried Kellner

Gott sei Dank.......

So müßte es noch mehreren gehen, die sich nur auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern.

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Jürgen Falkenstein

Der versteckt sich hinter einem verlogenen Code of Conduct, der beutet direkt aus:

Groß geworden ist Schlecker dadurch, daß er sich Teile der Löhne und Gehälter unter den Nagel gerissen hat, und durch die Insolvenz spart er sich die Abfindungen.

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Tanja Schacht
Tanja Schacht (Tavady) - 20.01.2012 15:29 Uhr

Ausbeutung zahlt sich halt nicht aus...

Mitarbeiter die sogenannte "Callgirl-Arbeitsverhältnisse" unterschreiben; Ältere Arbeitnehmerinnen, die nach Verdi-Tarif bezahlt wurden, verlierten reihenweise ihren Job... Neue Mitarbeiter wurden über die Leiharbeitsfirma Meniar (übrigens gegründet von einem ehemaligen Schlecker-Manager) eingestellt...Mit Meniar begeht Schlecker Tarifflucht und betreibt Lohndumping... Traurig ist, das so viele "Schlecker-Mitarbeiter" nun auf der Straße stehen...

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.01.2012 11:41 Uhr
Tanja Schacht
Tanja Schacht (Tavady) - 22.01.2012 11:41 Uhr

Titel eingeben

Die Überschrift hätte ich anders nennen können: "Die Konsequenzen bei Ausbeutung"..so oder so ähnlich...Aber in meiner Lesermeinung kommt es auf den Inhalt an

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Tanja Schacht
Tanja Schacht (Tavady) - 22.01.2012 11:37 Uhr

Titel eingeben

Die Überschrift war nicht gut gewählt...Gebe ich zu...Aber dies ändert nichts an dem Inhalt

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M Pape
M Pape (Hermes4000) - 21.01.2012 20:34 Uhr

Aber sicher zahlt sich Ausbeutung aus...

Sonst würden sich die Gerätschaften mit dem angebissenen Obst wohl kaum so gut verkaufen und dem Konzern, der sie in China unter höchst fragwürdigen Bedingungen fertigen lässt, jedes Quartal Milliardengewinne bescheren.

Was sich nicht auszahlt, ist in Deutschland einen Konflikt mit den Meinungsmachern und Leitmedien zu riskieren und womöglich zu wagen, sich zum Ketzer gegen die jeweils zeitgeistigen Welterklärungsformeln zu machen, so in sich widersprüchlich sie auch sein mögen. Wenn man auf die Abschussliste der modernen Inquisitoren gerät, ist man in vielen Fällen erledigt, es sei denn, man findet schnell mächtige Verbündete.

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 21.01.2012 09:24 Uhr

... aber nur wenn sie zu unflexibel ist

Ich erlaube mir zu widersprechen: Natürlich zahlt sich Ausbeutung (leider!) aus, denn solange eine Nachfrage nach "so billig wie möglich" existiert und kein gesetzlicher Riegel Exzesse verhindert, wird diese Nachfrage durch Ausbeutung bedient. Nur werden wie Ausbeuter von morgen vom Fall Schlecker lernen und die Methoden optimieren.

Ähnlich wie bei Herrn Wulff war nicht das Vergehen selbst ruinös, sondern der Umgang damit. Wenn bei Lidl ein Mitarbeiter zu zickig wird wird die Filiale geschlossen, s. "Schwarzbuch Lidl". Auch Lidl hat den "Big Brother Award" erhalten. Ist Lidl pleite? Nicht wirklich. Wir lernen: Hast Du ein Problem, frag' die Marketing-Abteilung und lass auf keinen Fall die Firmengründer den Job erledigen.

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Armin Much
Armin Much (Arminmuch) - 20.01.2012 15:22 Uhr

Geschieht ihm recht!

Wer Arbeitnehmer-Rechte derart mit Füßen tritt, verdient es nicht anders.

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Werner Zeitler

Auch Unternehmen ernten dass, was sie gesät haben!

wer jahrelang, wegen bedenklicher Unternehmensphilosophie, nicht aus den Schlagzeilen verschwindet, erntet das, was er verdient, Kundenverachtung. Wir als Verbraucher sollten erkennen, welche Macht in unseren Händen liegt. Mir fallen durchaus noch ein paar Unternehmen ein, denen ich ein ähnliches Schicksal zum Aufwachen wünsche.

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Anna Blume
Anna Blume (fraublume) - 20.01.2012 15:22 Uhr

Volksentscheid

Hoffentlich weil der ein oder andere Kunde nach all den üblen Informationen über dieses Unternehmen doch mal in einen anderen Laden gegangen ist.

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Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

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