20.01.2012 · Deutschlands größte Drogeriekette Schlecker will Insolvenz anmelden. Das Unternehmen steckt in den roten Zahlen und schließt derzeit bundesweit Hunderte von Filialen.
Von Susanne Preuß, StuttgartRichtlinien für Lesermeinungen
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Berühmt für kleine, miese Läden, unattraktive Preise,
niedrigste Gehälter und demnächst vielerorts durchgehend
geschlossen – Kunden sollte man nicht für doof erklären,
Mitarbeiter nicht ausbeuten. Das haben Anton und Christa Schlecker nie
wirklich verstanden. Sie sind irgendwann in den 80iger Jahren stehen
geblieben und wollten sich nicht reinredenlassen. Stattdessen haben sie
lieber ihre Filialen besucht und die Mitarbeiter rundgemacht…
Jetzt kommt die Quittung von den Kunden! Nach meinem Geschmack etwas zu
später, aber völlig berechtigt. Die Mitarbeiter sollten sich
schnell um einen neuen Job kümmern. Was bitteschön soll von
Schlecker erhaltenswert sein? Es gibt sehr gute alternative Angebote.
Und jetzt soll auch noch der Bock zum Gärtner gemacht werden
(Eigenverwaltung)!? Falls Schlecker immer noch keine externe Expertise
in Sachen Sanierung und Insolvenz angenommen haben sollte, werden
Insolvenzrichter und Gläubiger dem wohl nicht zustimmen.
Ich bezweifle sehr, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die
Meinung der Leute hier teilen. Ihnen wäre es sich lieber, wenn
Schlecker sie zu niedrigeren Löhnen und schlechteren Bediengungen
weiter beschäftigt hätte, als sie für 1 Jahr
großzügiger zu entlohnen, aber dafür heute insolvent zu
sein und ihnen bald kündigen zu müssen. Die 6 oder 7 Euro, die
Schlecker damals gezahlt hat, waren den Mitarbeitern sicher lieber, als
ihr Geld demnächst vom Amt beziehen zu müssen.
Mal sehen, was Verdi jetzt als Antwort auf die drohenden
Arbeitsplatzverluste zu bieten haben wird? Schlecker haben die Medien
und die Gewerkschaften dort hin gebracht, wo sie jetzt sind.
Während Schlecker für solzialversicherungspflichtige
Stundenlöhne von 6-7 Euro an den Pranger gestellt wurde, werden in
Deutschland massenweise Mitarbeiter/innen im Einzelhandel mit weniger
und zudem "schwarz" beschäftigt. Nach außen hat die
Verkäuferin einen 400 Euro Job. Verdi wird sicher auch hier den
Schuldigen finden.
Herr Rubens
Widerliche undifferenzierte Kapitalissmuskritik.
.
Mit dieser Einstellung beschädigen sie das Image aller die ein
gerechtfertigtes Interesse an einer Veränderung der
Ramenbedingungen haben. Schwarzarbeit ist meines erachtens auf einer
Stufe mit den Betrügereien der griechischen Regierung und den
Bankstern die Staaten erpressen zu zählen. Sie schädigen nicht
diejenigen die sich unangemessen bereichern sie schädigen die
Ehrlichen und werben auch noch öffentlich dafür.
.
Schämen sie sich.
Ich denke wenn die Mitarbeiter wirklich die Wahl hätten,
würden beide Alternativen nicht in betracht kommen.
.
Arbeitsministerin v. d. Leyen wurd einmal in dieser Zeitung zitiert,
dass ein Stundenlohn von 12 Euro für einen Menschen der Vollzeit
arbeitet notwendig ist um auch die notwendigen Rentenbeiträge
Zahlen zu können um nicht in die Altersarmut zu fallen. Dabei wurde
noch nicht berücksichtigt, dass Menschen mit Längeren
Ausbildungszeiten, die inzwischen trotz höherer Qualifikation in
diesen Umstand rutschen können, eine kürzere Zeit zur
Verfügung haben um eine angemessene Altersvorsorge sich leisten zu können.
.
12 Euro die Stunde mit allen Arbeitnehmerrechten die ein Unternehmer in
die Kalkulation einrechnen müsste, würde aber dazu
führen, dass noch mehr Menschen nicht zu Marktgerechten Preisen
einen Arbeitsplatz bekommen könnten.
.
Nehmen wir an eine Tagesmutter möchte von ihrem Einkommen Leben und
die Kosten decken. Geht das wenn die Kunden (max.5 Kunden) 6 €/h
verdienen? und auch die Zeit des Arbeitsweges einkalkulieren müssen?
Maßlos arrogant
Man muß schon maßlos arrogant sein, um zu behaupten, die Leute würden lieber für 6-7 euro arbeiten als zum Amt zu gehen. Ich würde lieber Geld vom Amt beziehen und schwarz arbeiten, um die schädigen, die die Ausbeuter am Arbeitsmarkt sind. Nämlich die widerlichen Kaptialisten, die solche Hungerlöhne bezahlen.
Schadenfreude und der Wunsch, dass auch andere folgen finde ich unangebracht
Jeder kann natürlich seine Einkaufsentscheidung auch von seinen
moralischen Vorstellungen abhängig machen dennoch waren die
Entscheidungen die zu diesen Arbeitsbedingungen geführt haben auch
auf einen harten Wettbewerb zurückzuführen. Und dieser wird
nicht durch Einzelunternehmen sondern auch durch den Preisdruck den die
Kunden mit ihren Kaufentscheidungen mitverursacht.
.
Je stärker die Spreizung der Einkommensverteilung in der
Gesellschaft ist desto mehr Menschen haben allerdings keine andere Wahl
als diesen Preisdruck auf die Zulieferer von Produkten auszuüben.
Wenn noch mehr Menschen garkeinen Job haben steigt diese Spreizung noch
stärker und der Teufelskreis geht weiter.
.
Ich hoffe dass Einsicht bei den Unternehmen, auch bei denen die bisher
nicht optimale Arbeitgeber sind, einkehrt und diese auch wieder die
Potentiale die in ihren Arbeitnehmern stecken als solche erkennen und
würdigen. Ich hoffe dass auch die Schadenfreude gegenüber
Unternehmen nachlässt die diesen Weg gehen.
So manch einert hat ja nach den Lohndrückereien der Firma Schlecker mit Hilfe der Leiharbeitsfirma Meniar, nach den schändlichen Entlassungen von Verkäuferinnen bei Schlecker und deren Wiedereinstellung zwei Straßen weiter bei Schlecker XXL zu schlechteren Vertragsbedingungen um diesen Laden einen großen Bogen gemacht. Jetzt hat's sich usgeschleckert!
Die selbstgefälligen Politiker, Gewerkschaften,
öffentlich-rechtlichen Funk- und Fernsehmitarbeiter, etc. - also
diejenigen, welche sechsstellige Jahresgehälter beziehen und das
Wort Arbeitsamt oder ARGE nur vom Hörensagen kennen, haben es geschafft!
Es ist endlich geschafft, daß weltweit ca. 50.000 Menschen -
meistens sogenannte kleine, einfache Leute - die froh waren durch eigene
Arbeit ihr Brot sich selbst verdienen zu können oder auch nur den
nächsten Urlaub mitfinanzieren wollten, etc. jetzt arbeitslos sind.
Die neuen, ganz realen Besucher beim Arbeitsamt werden, wenn es denn
dieses in ihrer Region überhaupt gibt. Es ist der real existierende
schwarze Sozialismus. Deutschland schafft sich ab.
Hier regiert nicht der Markt, sondern das Besserwissertum (Sozialismus)
der Politik.
Was haben Schlecker und die FDP gemeinsam?
Beide haben wegen ihrer menschenverachtenden und die lohnzersetzenden Auffassungen abgewirtschaft.
Ist dies nicht zu kurz gedacht?
Wenn Sie recht hätten, würden über 40.000 Mitarbeiter auf
der Straße stehen. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Produkte,
die Schlecker verkauft hat, jetzt halt von jemanden anders verkauft
werden. Dieser jemand hat auch Mitarbeiter, die er mit ziemlicher
Sicherheit nicht so ausbeuten wird, wie es Schlecker tat. Oder sind
ihnen die Wettbewerber durch Schlecker Methoden aufgefallen? Es ist halt
einfach nur immer in Schubladen zu denken.
Nichts für ungut!
lebt sich's so herrlich ungeniert."
Es ist kein Schleckerle, wenn man in einer Generation ein solches
Unternehmen aufbaut; dazu muß man schön mächtig
ausgebufft sein.
Genau so wie jetzt mit dem Weg zur Plan-Insolvenz!?
Schadenfreude ist da nicht angebracht.
Eher Respekt, wie man im Schnellverfahren Aber-Millionen macht.
Schlecker wird ja nicht komplett geschlossen,
vielmehr hunderte von Filialen und leider damit auch viele
langjährige Mitarbeiter ihre
Arbeitsplätze ggfs. verlieren. So und nun neu strukturieren:
1. Welche Filialen u. Arbeitsplätze können vom Wettbewerb
übernommen werden?
2. Welche Filialen werden nicht übernommen u. müssen
geschlossen oder könnten
untervermietet werden. Die Mitarbeiter müssen Ruhe bekommen, egal
bei welchem
Flächenkonzept/Sortiment etc..
3. Bei den Mitarbeitern, insbesondere den langjährigen, für
die überhaupt keine "Option"
besteht, sollte sich Schlecker loyal verhalten. Ist souveräner u.
besser, als langjährige
Arbeitsgerichtsprozesse.
4. Die Familie Schlecker weiss, daß sie selbst über Jahre
schwere Managementfehler
begangen hat. Oder hat der Wettbewerb Jahr für Jahr etwa nicht
aufgeholt und Marktanteile
hinzugewonnen.
Handelshäuser in der Größenordnung bis zu 5 MRD EURO
sind mir gut bekannt. Schlecker
wird nicht mehr Schlecker(alt) bleiben!
Harter Wettbewerb fordert Opfer
Wie schon einige Mitkommentatoren angemerkt haben, ist es nicht besonders klug den Wettbewerb auf dem Rücken der Mitarbeiter auszutragen. Motivierte Mitarbeiter sind der wahre Kern eines gesunden Unternehmens. Auch wenn ich generell die monokausalen zusammenhänge nicht als einzige Ursache heranziehen würde, so sind es doch motivierte Mitarbeiter die auch in schwierigen Situationen die treibende Kraft für neue erfolgspotentiale darstellen. Vorgesetzte die dieses erkennen und ihren Mitarbeitern die entsprechende Wertschätzung zukommen lassen, können aus einem breiten Pool an Ideen schöpfen.
Nur traurig um die Mitarbeiter, die sich so lange bzw. zu lange
ausnutzen haben lassen um letztenendes morgen vielleicht ohne Arbeit sind.
Ich hoffe nur, dass irgendwann doch die Besinnung einer gerechten
bezahlung sowie gerechter Behandlung der Mitarbeiter stattfindet. Denn
"noch" sind die Bosse immernoch der Meinung, dass man anhand
der Arbeitslosensituation das Personal für ein Handgeld einstellen
kann, ohne dabei zu bedenken, dass genau diese Menschen dafür
zuständig sind, dass das Unternehmen letztenendes Umsatz macht.
In diesem Sinne appeliere ich an alle Geschäftsführer, sowie Inhaber:
Motivierte Arbeitskräfte steigern die Produktivität. Bestes
beispiel hierfür ist das Unternehmen "Google".
Eine Restrukturierung, wie das Schliessen von Filialen, geht mit Entlassungen und damit mit Abfindungszahlungen einher ... Besser also, sich in die Pleite zu flüchten, die Mitarbeiter dadurch los zu werden, Restrukturieren und von neuem anfangen .... Sehr ausgebufft, der Herr Schlecker
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2012 18:50 UhrHerr Fleischhauer ...
... Man kann eine Insolvenz auch herbeiführen ... Mich würde mal interessieren, wieviel private Garantien die Schlecker-Familie ihren Unternehmen gegeben hat ... Falls gar nicht, so haftet die/haften die Gesellschaften nur mit ihrem Eigenkapital ... Und das kann man schön niedrig halten .... Also, vielleicht ein bisschen Eigenkapital futsch, dafür die X-fache Menge an Abfindungszahlungen gespart ....
Entschuldigung, so ein Schmarrn
Halten Sie es für besonders ausgebufft, keine Straftat zu begehen? Bei Insolvenzverschleppung in dieser Größenordnung wandert der Gute nämlich schön in den Knast. Was hier natürlich zu noch größerem Jubel geführt hätte.
@ CHRIS HEIDRICH So ist es!
Bezeichnenderweise bedeutet Pleite gehen (aus dem Jiddischen) „fliehen“.
kommt auf, wenn ich das lese, allerdings eher aus dem Gefühl
heraus, dass hier Gerechtigkeit wirkt. Schlecker hat es versäumt,
einigermaßen soziale Umstände zu schaffen. In den
Mitarbeitern konnte man das schlechte Betriebsklima gespiegelt
betrachten. Einsame Verkufer, die durch antiquiert wirkende, sehr enge
Läden huschen, während die hellen, freundlichen Shops der
Konkurrenz im modernen Ambiente erstrahlen.
Schlecker wurde letztlich ausgebrannt, es ist die Ruine moderner
Raubritter, die ohne Vorraussicht und Verantwortung das letzte Quentchen
Profit aus dem Unternehmen quetschten. Hoffentlich finden die Verlierer
der Sache eine Anstellung in einem Unternehmen, dass mit der Zeit geht.
Die Mitarbeiter hatten nie etwas zum Schlecken
Die Läden waren nie so sauber, wie geschleckt.
Der Inhaber hat sich zu lange die Finger geschleckt.
Den Gewerkschaften konnte der Inhaber wegen seiner Arbeitsbedingungen am
... schlecken.
Schlecker sollte im Falle der Neugründung mal über seinen
Namen nachdenken. Damen gehen nämlich ungerne zu einem Schlecker,
um sich einen Lippenstift zu kaufen.
...aber es gibt noch jede Menge Handelsketten.
Was mich wirklich, wirklich fertig macht, ist, dass immr mehr Hersteller
von guten Bekleidungsstoffen liquidiert werden. Derzeit ist Le Chanvrier
in Belgien in Liquidation, die haben wunderbare Bio-Baumwollstoffe und
Hanfstoffe hergestellt, GOTS-zertifiziert gefärbt. 2009 war es
Tissages del´Aigle, die haben traumhafte Bambus-Stoffe hergestellt
und vieles mehr. Alle haben auf die Umwelt geachtet, alle haben nach
sehr hohen Maßstäben produziert. Aber es werden nur billige
Stoffe aus China gekauft und verarbeitet, deren Gift zumindest das
chinesische Wasser verseucht. Das ist eine Schande, dass man die
europäischen Hersteller von hochwertigen Bekleidungsstoffen einfach
so vor die Hunde gehen lässt.
Was diese Stoffehersteller konnten:
Tissages del´Aigle hat zB. Jerseys aus Bambus mit Elastan hergestellt. Diese Qualität bekomme ich weder in Kanada noch in Australien so. Und Le Chanvrier in Belgien hat zB. Hanf-Mouslins hergestellt. Es ist so schade um diese Techniken und die Produktionsketten, die da verloren gehen. Wir bekommen dann halt Plaste-Klamotten zu sehr niedrigen Preisen. Und irgendwann die Krätze. Hauptsache billig.
Würde ich gerne
Zumindest denen auf Staatskosten einen Sanierer ins Haus schicken und günstige Darlehen geben. Ist billiger als irgendwann die Öko-Sauerei in China aufzuräumen. Global gesehen.
Titel eingeben
wobei ich da glaub Indien & Bangladesh noch viel mehr ankreiden
würde. China schwert sich mitlerweile zunehmend um Umweltschutz,
dass man das mit europäischen Maßstäben noch nicht
gliech setzten kann ist klar, zeigt jedoch in eine positive Richtung.
So ist das doch immer, egal in welchem Geschäft: nurnoch billig
zählt, Qualität ist nachrangig... Tante Emma-Läden,
Schuhmacher, Lebensmittelläden, Digitalkameras, such dir was aus,
es bilden sich fast überall einige mächtige Firmen die dan
Markt kaputtdominieren.
Mich fasziniert in em Zusammenhang Mexico - wie oft lese ich dort
"Hecho en México" und das Zeugt taugt auch echt was. Da
ist der ganze China-Massenwarenkram und die Kostenraduktion bis ins
Letzt irgendwie (noch) nicht in Fahrt geraten - zum Glück noch nicht.
Tja Frau Plank ...
... es ist wohl leider so, dass Umweltschutz und Öko so lange gut
ist, bis es Geld kostet ... Manch ein Öko steht wild protestierend
vor bösen umweltverschmutzenden Fabriken, fordert teure
Nachrüstungen und geht anschliessend dann zu Kik, um sich neu
einzukleiden ...
Es ist einfach: Wenn es keinen Markt gibt, geht ein Unternehmen zu
grunde ... Oder wollen sie die Biomodeunternehmen vom Staat retten
lassen ?!
Sehr gut, ein aggressive Unternehmen weniger! Jetzt muss noch DM weg und
dann hat dieses ständige und äußerst bedenkliche
Unterlaufen des Apothekengesetztes und der Arzneimittelsicherheit ein Ende!
Der ach so gute DM wartet nur drauf Apotheken aussterben zu lassen! Ich
hoffe auch die werden ihrer gerechten Strafe zugeführt.
So müßte es noch mehreren gehen, die sich nur auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern.
Der versteckt sich hinter einem verlogenen Code of Conduct, der beutet direkt aus:
Groß geworden ist Schlecker dadurch, daß er sich Teile der Löhne und Gehälter unter den Nagel gerissen hat, und durch die Insolvenz spart er sich die Abfindungen.
Ausbeutung zahlt sich halt nicht aus...
Mitarbeiter die sogenannte "Callgirl-Arbeitsverhältnisse" unterschreiben; Ältere Arbeitnehmerinnen, die nach Verdi-Tarif bezahlt wurden, verlierten reihenweise ihren Job... Neue Mitarbeiter wurden über die Leiharbeitsfirma Meniar (übrigens gegründet von einem ehemaligen Schlecker-Manager) eingestellt...Mit Meniar begeht Schlecker Tarifflucht und betreibt Lohndumping... Traurig ist, das so viele "Schlecker-Mitarbeiter" nun auf der Straße stehen...
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.01.2012 11:41 UhrTitel eingeben
Die Überschrift hätte ich anders nennen können: "Die Konsequenzen bei Ausbeutung"..so oder so ähnlich...Aber in meiner Lesermeinung kommt es auf den Inhalt an
Titel eingeben
Die Überschrift war nicht gut gewählt...Gebe ich zu...Aber dies ändert nichts an dem Inhalt
Aber sicher zahlt sich Ausbeutung aus...
Sonst würden sich die Gerätschaften mit dem angebissenen Obst
wohl kaum so gut verkaufen und dem Konzern, der sie in China unter
höchst fragwürdigen Bedingungen fertigen lässt, jedes
Quartal Milliardengewinne bescheren.
Was sich nicht auszahlt, ist in Deutschland einen Konflikt mit den
Meinungsmachern und Leitmedien zu riskieren und womöglich zu wagen,
sich zum Ketzer gegen die jeweils zeitgeistigen
Welterklärungsformeln zu machen, so in sich widersprüchlich
sie auch sein mögen. Wenn man auf die Abschussliste der modernen
Inquisitoren gerät, ist man in vielen Fällen erledigt, es sei
denn, man findet schnell mächtige Verbündete.
... aber nur wenn sie zu unflexibel ist
Ich erlaube mir zu widersprechen: Natürlich zahlt sich Ausbeutung
(leider!) aus, denn solange eine Nachfrage nach "so billig wie
möglich" existiert und kein gesetzlicher Riegel Exzesse
verhindert, wird diese Nachfrage durch Ausbeutung bedient. Nur werden
wie Ausbeuter von morgen vom Fall Schlecker lernen und die Methoden optimieren.
Ähnlich wie bei Herrn Wulff war nicht das Vergehen selbst
ruinös, sondern der Umgang damit. Wenn bei Lidl ein Mitarbeiter zu
zickig wird wird die Filiale geschlossen, s. "Schwarzbuch
Lidl". Auch Lidl hat den "Big Brother Award" erhalten.
Ist Lidl pleite? Nicht wirklich. Wir lernen: Hast Du ein Problem, frag'
die Marketing-Abteilung und lass auf keinen Fall die Firmengründer
den Job erledigen.
Wer Arbeitnehmer-Rechte derart mit Füßen tritt, verdient es nicht anders.
Auch Unternehmen ernten dass, was sie gesät haben!
wer jahrelang, wegen bedenklicher Unternehmensphilosophie, nicht aus den Schlagzeilen verschwindet, erntet das, was er verdient, Kundenverachtung. Wir als Verbraucher sollten erkennen, welche Macht in unseren Händen liegt. Mir fallen durchaus noch ein paar Unternehmen ein, denen ich ein ähnliches Schicksal zum Aufwachen wünsche.
Hoffentlich weil der ein oder andere Kunde nach all den üblen Informationen über dieses Unternehmen doch mal in einen anderen Laden gegangen ist.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
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