Die insolvente Drogeriekette Schlecker beantragt einen KfW-Kredit und kann dabei auf Schützenhilfe des Landes Bande-Württemberg setzen.
Mit Vertretern des Landes sowie der Bundesregierung hat Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz seinen Plan erörtert, wonach die Staatsbank KfW einen Kredit über 71 Millionen Euro als Zwischenfinanzierung gewähren soll. Das soll die Bildung einer Transfergesellschaft für die 11.750 von Entlassung bedrohten Schlecker-Mitarbeiter ermöglichen.
Die Zeit drängt, weil die Löhne nur noch bis Ende März durch das Insolvenzgeld abgedeckt sind. Es gehe lediglich um eine Zwischenfinanzierung, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Baden-Württemberg unterstützt den Antrag bei der KfW. „Unser Engagement gilt den betroffenen Mitarbeiterinnen, nicht Anton Schlecker“, betonte Nils Schmid, Wirtschafts- und Finanzminister des Landes.
Die Staatsbank KfW darf keine Kredite an insolvente Unternehmen geben, außer auf Anweisung des Bundes. Auch der Kredit über 1,5-Milliarden Euro an Opel im Jahr 2009 wurde auf Weisung des Wirtschaftsministeriums gewährt.
