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Dresdner Bank Eine Prämie zum Ruin

27.03.2009 ·  Den ehemaligen Vorständen der Dresdner Bank wird der Abschied vergoldet: Mehr als 58 Millionen Euro haben die zeitweise neun höchsten Führungskräfte insgesamt erhalten. Das ist ein weiterer Beleg, wie stark an manchen Stellen die Beziehung zwischen Gehalt und Haftung aus den Fugen geraten ist.

Von Holger Appel
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Falls es noch eines Beweises für die an manchen Stellen aus den Fugen geratene Beziehung zwischen Gehalt, Leistung, Haftung und Anstand bedurfte, die ehemaligen Vorstände der Dresdner Bank liefern ihn. 58 Millionen Euro erhalten die zeitweise neun höchsten Führungskräfte der Bank zum Abschied, jene Mitarbeiter mithin, die an erster Stelle für den Untergang des traditionsreichen Bankhauses mitverantwortlich sind.

Die Dresdner Bank hat im vergangenen Jahr mehr als 6 Milliarden Euro Verlust gemacht und wurde so heruntergewirtschaftet, dass sie nach aufsichtsrechtlichen Kriterien hätte geschlossen werden müssen. Nur weil die Commerzbank sie übernommen hat, der Staat den neuen Besitzer mit Steuergeld stützt und den alten Eigentümer Allianz vor einem noch größeren Debakel bewahrt, existiert die Dresdner Bank überhaupt noch.

Tausende ihrer Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze, viele finden in der neuen Struktur eine Zukunft nur zwei oder drei Hierarchiestufen tiefer, sie verzichten auf Gehalt oder bekommen ihren Bonus gestrichen, selbst wenn ihre Abteilung Gewinn gemacht hat. Das Wort ist etwas strapaziert, aber hier passt es: Diese Zahlung ist ein Skandal.

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Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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