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Dreamliner : Nun ist Boeing dran

Feuer am Rumpf ist wahrlich keine Bagatelle: Auch wenn Boeing angesichts der Pannen des Dreamliners von Anfangsschwierigkeiten spricht, darf das keine Entschuldigung sein.

          In Toulouse werden sie leise aufatmen, dass endlich die Konkurrenz aus Amerika im Fokus steht. Was hat sich Airbus alles anhören müssen, als es mit dem A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt, alles andere als rund lief: Verspätete Auslieferung, Probleme in der Elektrik, Feuer am Triebwerk - um nur die auffälligsten Mängel zu nennen.

          Zum Glück haben sich alle Schwierigkeiten bislang als beherrschbar herausgestellt, es ist niemand zu Schaden gekommen. Der große Airbus ist und bleibt ein geniales Flugzeug, in dem es sich besonders angenehm reist.

          Der Dreamliner wird von manchen als „Schrottliner“ verspottet

          Nun ist Boeing dran. Der seit 15 Monaten im Liniendienst fliegende und mit allerlei technischen Neuerungen gebaute 787 Dreamliner wird von manchen als „Schrottliner“ verspottet. Feuer am Rumpf ist wahrlich keine Bagatelle, obgleich es wohl nur am Boden ausbrechen konnte, weil es während des Startvorgangs einer Hilfsturbine entstand.

          Boeing spricht zu recht von Anfangsschwierigkeiten, aber das darf keine Entschuldigung sein. Das Ansehen leidet, nicht nur das von Boeing - auch das der die Maschinen einsetzenden Fluggesellschaften. Die tun gut daran, sich an das zu halten, was in der Luftfahrt als goldene Grundregel gilt: Sicherheit zuerst. Im Zweifel den Start abbrechen.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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          Quelle: F.A.Z.

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