27.09.2011 · Mit mehr als drei Jahren Verspätung hat Boeing den ersten „Dreamliner“ ausgeliefert. Trotz aller Pannen verdient das Unternehmen Respekt für das Wagnis.
Von Roland LindnerMehr als drei Jahre später als geplant ist es soweit: Der amerikanische Boeing-Konzern übergibt das erste Exemplar seines neuen Flugzeugs 787 an einen Kunden. Die Maschine mit dem Spitznamen "Dreamliner" hat sich damit noch länger verzögert als der ebenfalls von Pannen heimgesuchte Airbus-Jumbo A380.
Boeing verdient durchaus Respekt für seine Ambitionen beim "Dreamliner". Das Unternehmen ist neue Wege gegangen, vor allem beim Material sowie beim Entwicklungs- und Fertigungsprozess. Was auf dem Papier bestechend klang, sorgte aber in der Praxis für immer neue Schwierigkeiten, die den Zeitplan ein ums andere Mal durcheinander brachten.
Aus Aktionärssicht stellt sich die berechtigte Frage, ob Boeing sich übernommen hat. Im Moment steht jedenfalls in den Sternen, ob und wann der "Dreamliner" ein profitables Projekt wird.
Eine der größten Herausforderungen dazu ist es, einen reibungslosen Produktionsablauf auf die Beine zu stellen, der dem Konzern die Fertigstellung nennenswerter Stückzahlen und nicht nur einzelner Maschinen erlaubt. Davon ist Boeing noch Jahre entfernt. Die Erstauslieferung ist für den Konzern ein Meilenstein, aber noch längst nicht die Ziellinie.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2470 | −0,15% |
| Rohöl Brent Crude | 106,48 $ | −0,35% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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