Für diese Prognose bedarf es keiner seherischen Fähigkeiten: Solange EZB-Präsident Mario Draghi mit sibyllinischen Äußerungen über die weiteren Rettungsaktivitäten der Zentralbank aufwartet und die Zinsen auf Staatsanleihen Spaniens und Italiens dennoch nicht wirklich sinken, so lange wird munter weiter spekuliert werden: ob die EZB ihr Anleihenaufkaufprogramm wieder aufnimmt, ob doch bald der Krisenfonds EFSF Staatsanleihen kauft, ob die beiden Institutionen das gar „konzertiert“ tun.
Nicht im Geringsten beeindruckt
Diese Spekulationen beantworten freilich nicht die Kernfrage, was man sich von den Ankäufen versprechen soll. Sie setzen nicht nur die falschen Anreize für die betroffenen Staaten. Sie lösen die Refinanzierungsprobleme der betroffenen Staaten allenfalls kurzfristig.
Das zeigt sich in Spanien. Nachdem das Rettungsprogramm für die spanischen Banken die Finanzmärkte nicht im Geringsten beeindruckt hat, hülfe es auf Dauer genauso wenig, wenn nun EZB oder EFSF (oder beide) spanische Anleihen vom Markt nähmen. Insofern ist auch eine zweite Prognose nicht allzu gewagt: Auf kurz oder lang steht Spanien vor einem „vollen“, umfangreichen Hilfsprogramm von Euro-Staaten und IWF.
Spanien hat noch ein Zusatzproblem - so lange es eben nicht volle
Unterstützung fordert, zahlt
Alex Merck (AlexM3)
- 28.07.2012, 12:41 Uhr
Draghi plündert die deutschen Ersparnisse
Enrique Mechau (EnMec)
- 28.07.2012, 09:42 Uhr
Theater
Volker Kraft (volkerkraft88)
- 28.07.2012, 09:30 Uhr
Draghi plündert die deutschen Ersparnisse
alois schneider (formal)
- 28.07.2012, 00:57 Uhr
Wenn's nur Spanien wäre!
Salome Dietrich (salomedietrich)
- 27.07.2012, 19:20 Uhr