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DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann „500.000 Euro für die Bundeskanzlerin“

 ·  Deutsche Spitzenpolitiker verdienen zu wenig, findet Kölln-Flocken-Unternehmer Driftmann. Im Interview mit der F.A.Z. lehnt er eine Obergrenze für Vorstandsgehälter und eine Reichensteuer ab.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)
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klaus keller (klkeller) - 24.03.2012 21:12 Uhr

Er will an andere Geld verteilen aber selbst nicht dafür aufkommen, das kenne ich doch

mehr Geld für Spitzenpolitiker aber ohne das ich eine Reichensteuer bezahlen soll, fände ich auch gut, besonders dann wenn es die Spitzenpolitiker schaffen meine Steuern eher zu senken.

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Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 24.03.2012 10:38 Uhr

@Stefan Hoppe

"wo der Unternehmer" das feindbild ist. Fragen Sie doch einmal die Mitarbeiter bei Kölln."
- bewiesenermassen geht es der deutschen Wirtschaft so gut wie nie in 60 Jahren BRD.
Im Gegensatz zu deren Beschäftigten. Das kommt daher, dass Unternehmer ihre Angestellten vor für sie höchst gewinnträchtige, die Arbeitenden aber vor unzivilisierte Arbeitsbedingungen stellen.

"Wenn wir das Bild des Unternehmers nicht immer mit Dreck beschmeissen würden,"

Dafür haben die Unternehmer mit ihrer immer öfter menschenverachtenden Einstellung zu ihren "Nummern" selbst gesorgt. Von nichts kommt nichts.

Gehen Sie mal unter die Menschen, die da arbeiten müssen. Immer mehr sind geistig und körperlich fertig; 25% haben laut einer Studie von 2012 innerlich gekündigt.
Das sind Rekordwerte, bei denen sich die Unternehmergeneration vorvergangener Jahrzehnte an den Kopf fast.

Von nichts kommt nichts. Es kommen aber Millionen qualifizierter Auswanderer zustande, die genau das erkennen, was ich hier ausführe

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Dietrich Wollheim

Schuster bleib bei deinen Leisten!!

Also die Haferflocken sind gut und unbegrenzt haltbar - aber das ist offenbar auch schon alles was er kann. Bekanntlich werden große Vermögen ja nicht verdient sondern gearnt! Daher sollte gesetzlich ein Jahres-Höchstverdienst weltweit von 500'000 € eingeführt werden! Das ist immer noch genug Leistungsanreiz für 90% der Bevölkerung die nur 20'000 im Jahr verdienen. Alles was darüber hinaus geht, kann nur durch Betrug oder Ausbeutung wessen auch immer erworben werden. Es aber nachher wegzusteuern ist grausam - daher von vorneherein: Verbot!
Till

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Paul Scherfer-Samide

Entsetzlich gedankenlos!

Soviel Gedankenlosigkeit gepaart mit pragmatischer Geschäftstüchtigkeit ist einfach nur entsetzlich! Was soll es nützen, wenn die Eliten der Gesellschaft immer mehr Geld anhäufen? Zum Urlaub machen haben sie kaum Zeit. Die Kinder wollen ja irgendwann ja auch zeigen, dass sie selbst tüchtig Geld verdienen können. Mit russischen und italienischen Waffenhändlern um die Yachtliegeplätze vor Portofino zu streiten ist ja auch kein Vergnügen. Investitionen in Hedgefonds sind auch nicht mehr das Wahre. Warum also nicht mehr Geld in Europas Zukunft stecken: In die Bildung von Vorschulkindern, kleinere Klassen, bessere Universitätsausstattungen, Resozialisierung von Gewalttätern etc.. Zynisch ist es, angesichts von Managementfehlern der Schleckers deren tausende Mitarbeiterinnen "den Kräften des Marktes" zu überlassen. Toll, Herr Driftmann. Falls Ihnen hier tatsächlich die Steuern mal zu hoch werden: Viel Spaß beim Kulturprogramm auf den Caymaninseln!!

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Hermann H.

Das kann man auch anders sehen...

Das Problem mit dne Verdeinsten ist weniger deren Höhe, als das der Leistungsmessung.

Insgesamt finde ich Einkommen über mehrere Millionen mittlerweile unanständig.
Es sit nicht möglich kraft eigener Leistung so viel zu verdienen, nur aus dem Privileg der Stellung lassen sich solche Gehälter generieren.

Leider sit es unrealistisch hier Grenzen zu ziehen ,wenn für die globalisierte Konkurrenz nicht das gleiche gilt.
500.000 € für die Bundeskanzlerin wären nicht zu viel für ein Amt mit dieser Bedeutung, theoretisch.
Was fehlt ist allerdings eine Antwort darauf, wie man die Korrumpierung der Politik durch eben diese Abhängigkeit von diesem Gehalt, das möglicherweise ohne Amt nicht aufrecht erhalten werdne kann, unterbleibt. Diesbezüglich sind schon heute die Diäten der meisten Politiker viel zu hoch, was sowohl Grundlage für den Fraktionszwang und auch dem Lobbyeinfluss ist.

H.

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andreas bellot
andreas bellot (abellot) - 23.03.2012 13:56 Uhr

Kleine Erinnerung an jeden "für jemand malochenden"

Es steht jedem Menschen frei, sein eigener Chef zu sein. Wer immer de Meinung ist, von den Unternehmern dieser Welt geknechtet zu werden: Bitte, werdet euer eigener Chef, schafft eure eigenen Arbeitsbedingungen. Dies ist ein freies Land. Jeder ist für sein Glück in erster Linie selbst verantwortlich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.03.2012 00:34 Uhr
Dietrich Wollheim

Grüner Tisch Geschwätz

Was soll der Quatsch - nicht jeder kann sich selbständig machen. Dazu reichen die Ressourcen nicht aus! Seien es nun geistige oder physikalische (Bodenschätze, Energei)
Till

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Heike Schneider

Verstehen

herr Drifftmann scheint eines nicht zu verstehn, Haferflocken sind haferflocken, wenn die Qualität gut ist, dann st das Labele egal. Hauptsache der inhalt stimmt. Also, Ihr könnt ja noch so werben und es bunt machen, wenn das was andere produzieren vom Inhalt her genauso gut ist, dann nützt Ihnenen die Marke nicht mehr lange etwas. Die Weltbevölkerung hungert, vielen mangelt es an Wasser, die Klimakatastrophe ist da, es geht um Ressourcen! Insofern wieviel Geld muß ein Mensch anhäufen um im Leben klar zu kommen? Für uns hier in Deutschland solche Anreize zu setzen, wo dieses Land nie in der Lage war Opfer von Diktaturen zu entschädigen und Ihnen angemessene Renten zu zahlen, weil Sie eben dann nicht mehr konnten, werdet Ihr verzeifelt nach Wachstum streben. Denn die Ungerechtigkeit liegt m.E. bei Euch! Wir sind nicht wegen Euerer Markenprodukte im Lebensmittelbereich ausgereist, sondern wegen massiven Menschenrechtsverletzungen in der DDR. Weil Mangel war! jetzt ist von allem zuviel!

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Kurt Tergast
Kurt Tergast (Kurgast) - 23.03.2012 11:42 Uhr

Keine Kompromisse?

"Beim Bundespräsidenten und anderen Spitzenpolitikern geht es darum, dass sich jemand, der das Amt übernimmt, keine finanziellen Sorgen machen muss. Er soll in seiner Amtszeit keine Kompromisse schließen müssen, die ethisch vielleicht nicht vertretbar sind oder sein könnten."

Tja, der Fall des Herrn W. hat doch gerade erst gezeigt, daß auch (in den Augen der "normalen" Arbeitnehmer) schon recht gut bezahlte Politiker den Hals nicht voll bekommen können. Denn "Kompromisse, die ethisch vielleicht nicht vertretbar sind" hätte der auch nicht machen müssen - hat er aber...

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Stefan Stacke

Warum nicht?

Ich denke nicht dass man die Gehälter der Topmanager irgendwie beschränken kann (auch wenn ich persönlich der Meinung bin dass diese nicht mehr "normalen!" Einkommen entsprechen).
Den eigentlichen Skandal sehe ich darin das Otto Normalverbraucher brav Steuern zahlt und die Großverdiener dank Spitzsteuersatz anteilmäßig nur noch ein paar Prozent Steuern zahlen und die Renten und Krankenkassen leer ausgehen! Hier müsste meiner Meinung nach der Gesetzgeber etwas ändern damit wieder, wenigstens einigermaßen, Gerechtigkeit herrscht.

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Hans-Georg Rensing

Den Markt wirken lassen!

Wieso versteht eigentlich keiner, dass der freie Markt ein Euphemismus ist für ein unsoziales System, das in der Natur herrscht? Es heißt "Das Überleben des Stärksten". Das bedeutet der Begriff SOZIALE Marktwirtschaft steht tatsächlich für einen UNFREIEN Markt, der eben NICHT einfach so wirken darf. Vor diesem Hintergrund ist auch nicht verwunderlich, dass sich der Befragte ein Weiterbestehen der FDP wünscht. Eine Partei, deren eigentliche Zielgruppe weit davon entfernt ist, 5% der Bevölkerung auszumachen. Das war auch schon bei der letzten Bundestagswahl so, nur hat man es irgendwie geschafft zu verklären, was die eigentliche Zielgruppe ist, so dass sich auch andere angesprochen gefühlt haben. Der Befrage hingegen gehört wohl eher zum Stammklientel.

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Oleg Ju
Oleg Jurk (olegjurk) - 23.03.2012 10:43 Uhr

Jaja...

Mann könnte genau so gut einen Dieb fragen, ob die "Diebstahlgesetze" nicht etwas lockerer gemacht oder gar abgeschafft werden sollten.

Ich will diesem Herrn Driftmann nichts unterstellen, gehört er doch eindeutig zu der Gruppe dieser Gesellschaft, die von der aktuellen Situation der Ungleichheit profitieren – mag er auch nicht der Schlimmste der schlimmen Finger sein.

Und dieses ewige Argument, dass die Reichen das Geld brauchen, um zu investieren und um neue Arbeitsplätze zu schaffen, zieht nicht. Wir sind abhängig vom Wohlwollen und dem unternehmerischen Kalkül dieser Menschen - und das sollten wir wahrlich nicht sein!

Verantwortung des Individuums? Bitte, nichts lieber als das. Momentan sieht es aber nicht danach aus.

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Matthias Strifler
Matthias Strifler (Halme) - 23.03.2012 10:34 Uhr

Leistungslüge

Immer wird von der notwendigen Funktionsfähigkeit der Marktwirtschaft gesprochen und bezieht sich dabei eigentlich nur auf den durchschnittlichen Arbeitnehmer. "Wer es mit sozialer Marktwirtschaft ernst meint, muss den Markt wirken lassen."

Wenn es sich jedoch um die sogenannte Führungselite der Marktwirtschaft dreht scheint das Prinzip der Leistungsentlohnung nicht mehr so wichtig zu sein. Da es sich um einen "kleinen Personenkreis" handelt bräuchte man keine Regularien. Das Problem ist, genau dann braucht sie es, weil in diesen Kreisen kein funktionierender Markt vorliegt sondern die Gehälter zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ausgeküngelt werden - meist zu Lasten der Anteilseigner.

Wer Leistungsgerechtigkeit, die moralische Legitimation der Marktwirtschaft, jederzeit von allen Beteiligten einfordert (vor allem von den Arbeitnehmern) für den selbst sollte dieses Prinzip am meisten gelten. Leider scheint das oft nicht der Fall zu sein. Dies ist die moralische Krise des Kapitalismus.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.03.2012 14:59 Uhr
Theodor Wedel

Unleistungslüge

Ihre pauschalisierende Behauptung, dass diese Gehälter nur deshalb so hoch sind, weil sie ausgeklüngelt werden, ist ebenso Unfug. Nehmen wir Winterkorn. Der verdient brutto 17,5 Mio. Ist das wirklich so viel für den Chef eines Konzern mit 160 Mrd. Euro Umsatz und 400 000 Mitarbeitern? Ein Konzern, der sich zudem in den letzten Jahren prächtig entwickelt hat? Und selbst wenn doch, ist das doch schlicht und ergreifend nicht Ihr Problem, sondern das der VW-Aktionäre.
In diesem Land wird eine ergiebige Neidkultur gepflegt, in deren Zentrum der Verdienst von einer handvoll Topmanagern steht. Gleichzeitig echauffiert sich kaum jemand an den Gehältern im Profisport und in der Unterhaltungsindustrie.

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Jan Frisch

Zwischen den Zeilen ein interessantes Interview!

Driftmann sagte: "für Großunternehmen brauchen wir Topmanager, die mit allen Wassern gewaschen sind" - also auch Schmierer wie von Pierer und skrupellose Banker wie Nonnenmacher und Konsorten? Was würde passieren, wenn diese Unternehmen keine gewissenlosen Geldgeier und "Erfolgsmenschen" mehr einstellten?
Er sagte weiter: "Er [der Politiker] soll in seiner Amtszeit keine Kompromisse schließen müssen, die ethisch vielleicht nicht vertretbar sind oder sein könnten". Hoffentlich haben das seine Mitglieder nicht gelesen, die bauen nämlich sogar ganz fest darauf, dass die Wulffs dieser Republik käuflich sind und es auch bleiben.
Ferner sagte er noch: "Wir sollten nicht vergessen, dass überall händeringend nach Arbeitskräften gesucht wird."
Verschweigen muss er natürlich, dass damit Fachkräfte gemeint sind, und nicht die vorsätzlich verblödete Talkshowgeneration, die einzig zu dem Zweck herangezüchtet wurde blindlings jeden Dreck zu konsumieren, ohne nachzufragen.
Schöner Artikel!

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Philipp Hi

Mut zur Meinung

Toll, dass Herr Driftmann dies besitzt. Außerdem machen seine Argumente Sinn.
Die Politik benutzt die Neidtrommel viel zu oft; es wird Zeit, dass das Individuum
wieder mehr Verantwortung übernimmt und der Staat nicht komplett für die Inkompetenz
seiner Bürger aufkommen muss.

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Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 23.03.2012 09:28 Uhr

Ein deutscher Unternehmer

wie er im Buche steht. Für mich ist er skrupellos, zutiefst unsozial, gierig.
Es ist für ein Armutszeugnis, wenn Millionen Menschen für solche Menschen malochen gehen müssen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.03.2012 10:31 Uhr
Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 24.03.2012 10:31 Uhr

Malochen?

Ich brauche das nicht mehr. Ich kümmere mich nun um die Dinge, die mir während meiner Anwesenheit in der deutschen Arbeitswelt gestunken haben und nun Millionen von Menschen in den Abgrund ziehen.
Das ist wirklich wesentlich sinnstiftender als das Arbeitsleben vorher.

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Closed via SSO

Wer bezahlt denn Ihr Gehalt ?

Oder, für wen malochen Sie ? Oder etwa gar nicht ?

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23.03.2012, 08:49 Uhr

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