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Frühere Yahoo-Chefin sagt aus : Marissa Mayer macht russische Agenten für Datendiebstahl verantwortlich

  • Aktualisiert am

Marissa Mayer führte Yahoo von 2012 bis Juni dieses Jahres. Bild: AFP

Yahoo wurde in den vergangenen Jahren Opfer von mindestens zwei großen Cyberangriffen. Dabei verschafften sich Hacker Zugang zu allen drei Milliarden Nutzer-Konten. Nun sagt die langjährige Unternehmenschefin aus.

          Die frühere Yahoo-Chefin Marissa Mayer hat sich vor dem amerikanischen Senat für den Datendiebstahl bei dem Unternehmen entschuldigt und zugleich russische Agenten dafür verantwortlich gemacht. Vor dem Handelsausschuss des Senats sagte Mayer an diesem Mittwoch: „Der Datendiebstahl geschah während meiner Zeit als Yahoo-Chefin und ich möchte mich aufrichtig bei jedem unserer Nutzer entschuldigen.“

          Yahoo habe vielfältige Maßnahmen ergriffen, um den Schwall von Angriffen privater und staatlich unterstützter Hacker abzuwehren. Leider seien russische Agenten in das Yahoo-System eingedrungen und hätten die Daten der Nutzer gestohlen. Yahoo wurde in den vergangenen Jahren Opfer von mindestens zwei großen Cyberangriffen. Dabei verschafften sich Hacker im Jahr 2013 Zugang zu allen drei Milliarden Nutzer-Konten und im Jahr 2014 zu den E-Mail-Konten.

          Zu der Anhörung waren auch frühere Chefs von Equifax und ein ranghoher Vertreter von Verizon Communications eingeladen. Verizon hat die wichtigsten Geschäftsbereiche von Yahoo im Juni übernommen.

          Yahoo : Drei Milliarden Nutzerkonten von Hackerangriff 2013 betroffen

          Wegen des Angriffs auf die E-Mail-Konten erhoben die Vereinigten Staaten im März erstmals Anklage gegen russische Geheimagenten. Russland hat jede Schuld von sich gewiesen. Einen Zusammenhang zwischen diesem Angriff und dem größerem im Jahr 2013 sah die Ermittlungsbehörde FBI zunächst nicht.

          Die amerikanischen Behörden werfen Russland zudem vor, im Präsidentschafts-Wahlkampf die Computer der Demokraten gehackt zu haben. Außerdem gehen die Behörden derzeit dem Verdacht nach, Russland habe über Kontakte zum Wahlkampfteam des Präsidenten Donald Trump und über die sozialen Netzwerke die Präsidentenwahl beeinflusst.

          Quelle: ala./Reuters

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