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Künstliche Intelligenz : München hat jetzt eine Schule für Roboter

Diese Roboterarme lernen voneinander, wie sie ein Schloss öffnen. Bild: Vodafone

„Erstmals können vernetzte Roboter Fähigkeiten kollektiv und damit schneller als der Mensch erlernen“, sagt der Robotikspezialist Sami Haddadin – und versucht, eine große Sorge zu zerstreuen.

          Computer und Roboter sind dumm ohne den Menschen – so dachte man bislang. Aber sie können lernen und tun das auch, sogar voneinander. Unter anderem in der „Munich School of Robotics and Machine Intelligence“, die jetzt in München offiziell eröffnet wurde.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dabei handelt es sich um einen Ableger der Technischen Universität München. Unter Leitung des Robotikspezialisten Sami Haddadin arbeitet dort ein Forscherteam an der Aufgabe, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Roboter flexibler und cleverer zu machen.

          Wie die Maschinen ihr Wissen untereinander teilen und voneinander lernen, demonstrierte Haddadin zur „Schul-Eröffnung“ mit einer aus 37 Robotern bestehenden und regional verteilten Maschinenschulklasse. 13 von ihnen befanden sich in der Pinakothek der Moderne, wo eine Einweihungsfeier stattfand, zwölf in der „School of Robotics“ und zwölf weitere 500 Kilometer entfernt im sogenannten 5G-Lab von Vodafone in Düsseldorf.

          „Ein Meilenstein in der Robotik“

          In der Pinakothek brachte der Professor einem Roboterarm in Anwesenheit staunender geladener Gäste bei, mit einen Schlüssel ein Türschloss zu öffnen. Was für Menschen trivial erscheint, stellt für Maschinen eine hochkomplexe Aufgabe dar. Das Gerät wird an die Hand genommen und dessen Bewegungen werden geführt.

          Nach einigen Probeläufen öffnet der Maschinenarm das Schloss tatsächlich eigenständig. Die an den drei Standorten in München und Düsseldorf positionierten Roboter sollten ebenfalls Türschlösser öffnen, ohne dies vorher jemals getan zu haben. Am Ende waren alle über das Mobilfunknetz vernetzten Maschinen erfolgreich.

          „Dieses Experiment ist ein Meilenstein in der Verbindung von Robotik und Künstlicher Intelligenz. Erstmals können vernetzte Roboter Fähigkeiten kollektiv und damit schneller als der Mensch erlernen“, sagte Haddadin. Was der Forscher großartig findet, könnte manchem Kritiker Sorge bereiten, der schon eine Armee von Kampfrobotern gegen seine Schöpfer antreten sieht.

          Das Gegenteil sei der Fall, versichert der Robotik-Kooperationspartner Vodafone: „Roboter werden uns nicht ersetzen. Sie werden uns unterstützen“, zeigt sich Deutschlandchef Hannes Ametsreiter überzeugt. Zum Beispiel in der Wohnung, um Pflegebedürftigen den Alltag zu Hause zu erleichtern, oder in einer Fabrik, wo kollektiv lernende Roboter Facharbeiter unterstützen.

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