http://www.faz.net/-gqe-94g75

Finanzminister kündigt an : Irland will Steuer-Milliarden von Apple einziehen

  • Aktualisiert am

Ein Apple-Mitarbeiter in der Produktion im irischen Hollyhill - in dem Land steht auch die Europazentrale des amerikanischen Technikunternehmens. Bild: dpa

Es geht um bis zu 13 Milliarden Euro: So viel Geld soll Apple in der EU nachzahlen. Bislang weigerte sich Irland, das Geld einzusammeln – nun hat sich das geändert. So soll das funktionieren.

          Im Streit um Steuervorteile für multinationale Konzerne will Irland nach langem Zögern ausstehende Steuermilliarden des iPhone-Herstellers Apple einfordern. Das Land wolle seinen Verpflichtungen nachkommen, sagte Finanzminister Paschal Donohoe an diesem Montag in Brüssel.

          Die EU-Kommission hatte in der Sache zuletzt juristische Schritte gegen Irland vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet. Grund war die seit mehr als einem Jahr andauernde Weigerung des Landes, von dem amerikanischen Technikunternehmen bis zu 13 Milliarden Euro plus Zinsen zurückzufordern.

          Einer Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter vom vergangenen Jahr zufolge profitierte Apple in Irland jahrelang von unzulässigen Steuervergünstigungen. Nach den EU-Beihilfevorschriften sind gezielte Steuervorteile für einzelne Unternehmen aber unzulässig. Irland und Apple bestreiten die Vorwürfe und wehren sich gegen die Entscheidung.

          Die Regierung in Irland wolle nun einen Treuhandfonds einrichten. Auf diesen solle Apple seine Steuer nach und nach einzahlen, sagt Finanzminister Donohoe.

          Weitere Themen

          Wer braucht noch die SPD?

          Wählerwanderungen : Wer braucht noch die SPD?

          Die SPD produziert sozialdemokratische Gesetze wie am Fließband, trotzdem verliert sie weiter an Zustimmung. Die Ursachen dieses Phänomens wurzeln tief.

          Lahme Politik, lahmes Netz

          Zögerlicher 5G-Ausbau : Lahme Politik, lahmes Netz

          Das Handynetz soll möglichst zügig auf 5G beschleunigt werden, doch Deutschland kommt nicht voran. Während Behörden und Konzerne noch streiten, funken andere Länder.

          Amazons Warenlager Video-Seite öffnen

          Zu Besuch in Baltimore : Amazons Warenlager

          Amazon ist das wohl größte Handelsunternehmen weltweit. Dank Innovationskraft und Erfindergeist, konnten sie nicht nur neue Produkte für den Kunden herstellen, sondern setzen auch in der Lagerlogistik neue Maßstäbe.

          Topmeldungen

          Wahlkampf der Demokraten

          Wahlkampf : Mehr Millionen für die Demokraten

          Im amerikanischen Wahlkampf läuft nichts ohne private Spenden. Diesmal haben die Demokraten beim Geldsammeln die Nase vorn. Doch der Enthusiasmus der Kleinspender bedeutet nicht automatisch auch einen Vorsprung bei der Wahl.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.