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Internet-Ausfall : Wenn im Rechenzentrum der Diesel ausgeht

Internet-Knoten – zu Englisch Internet Exchanges – sind die Schnittstellen des Internets. Sie dienen als Austauschpunkte für den Datenverkehr. Bild: Patrick Junker

In Frankfurt steht der größte Internetknoten der Welt. Ein Stromausfall einiger seiner Rechner ließ vergangene Woche einen Teil des deutschen Internets ausfallen. Die Gründe wirken profan.

          Der Stromausfall in einem wichtigen Frankfurter Rechenzentrum vor einer Woche ist offenbar auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen. Dies geht aus dem Fehlerbericht des Betreibers Interxion an die Kunden vor, der der F.A.Z. vorliegt.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Demnach versagte zunächst am Montagnachmittag ein Transformator wegen Überhitzung. An dieser Station übernimmt das Unternehmen seinen Strom vom Versorger Mainova. In der Folge sprangen laut Bericht wie für solche Fällen auch vorgesehen die Dieselgeneratoren an und versorgten das Rechenzentrum „Fra5“ mit Energie. Zu dem Ausfall sei es dann am Abend gekommen, nachdem alle drei Generatoren nacheinander aufgehört hätten zu laufen und bald auch die Batterien nicht mehr ausreichten.

          Zwar sei zu diesem Zeitpunkt genug Treibstoff vorhanden gewesen. Allerdings sei der Dieselzufluss zu den Generatoren aufgrund eines weiteren technischen Fehlers versiegt. Laut Interxion hat irrtümlich das System Leck-Alarm gegeben. Das habe an einer leeren Stickstoff-Flasche gelegen.

          Interxion hat nach dem Ausfall einen Transformator ausgetauscht und lässt vom Hersteller die Fehlerquelle suchen. Einen weiteren Transformator wolle der Betreiber noch auswechseln. Zudem prüfe das Unternehmen den Wartungsplan für Transformatoren und Stickstoff-Flaschen und verbessere durch den Einbau einer zweiten Flasche das System zur Erkennung von Diesel-Lecks.

          Nicht zuletzt will Interxion die Vorgaben überarbeiten, nach denen das Unternehmen seine Kunden informiert. Der für Frankfurt beispiellose Stromausfall sorgte für Internetausfälle, weil er unter anderem Rechner des Internetknoten-Betreibers De-Cix und von Telekom-Konzernen traf.

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