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Netzagentur : Mehr Beschwerden in der Online-Welt

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Kommt das alles rechtzeitig? Bild: dpa

Die Zahl der Verbraucher-Beschwerden in der Online-Welt wächst, sagt die zuständige Behörde. Sogar die Paketdienste sind betroffen.

          Schadhafte Elektrogeräte mit potenzieller Lebensgefahr, Ärger über verspätete Postzustellung und nervige Werbung am Telefon - die Bundesnetzagentur in Bonn registriert deutlich mehr Beschwerden von Kunden im Post- und Telekommunikationsbereich. Sie will Verbraucher dagegen künftig besser schützen. Behördenchef Jochen Homann zieht dazu am Montag in Bonn eine Bilanz der vergangenen zwei Jahre.

          Ein Hintergrund ist der Boom des Online-Versandhandels, durch den das Paketaufkommen so stark gestiegen ist, dass die Paketdienstleister mit der Einstellung von Personal nicht mehr hinterherkommen. Außerdem gelangen zunehmend Produkte aus Übersee ins Land, die nicht immer für die europäischen Märkte geeignet oder schlicht billig produziert und schadhaft sind. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Menschen Rat bei der Behörde gesucht oder um Schlichtung in Streitfällen gebeten, hieß es vorab.

          Den Internet-Anschluss können die Kunden jetzt selbst prüfen

          Fortschritte hat die Behörde bereits bei Telefon und Internet erzielt: Dank einer Transparenzverordnung haben Kunden seit Mitte 2017 das Recht, die tatsächliche Leistung ihres Internetanschlusses zu erfahren - nicht nur eine potenzielle Bandbreite, die im Alltagsbetrieb fast nie erreicht wird. Die Netzagentur bietet dazu den Verbrauchern ein Messwerkzeug im Netz an.

          Eingegriffen hat die Behörde auch bei unerlaubter Werbung am Telefon ohne ausdrückliche Genehmigung der Verbraucher. Hier dürfen Bußgelder verhängt werden. Allein 2016 sei ein Rekord-Bußgeld von mehr als einer Million Euro erreicht worden, hieß es vorab.

          Die Behörde überwacht den Markt von Elektronikgeräten und zieht Angebote aus dem Verkehr, die den Funkverkehr stören oder sogar die Gesundheit des Nutzers gefährden. Mit dem stark wachsenden Onlinehandel legte hier die Zahl importierter Billiggeräte etwa aus China stark zu. Fast eine Million solcher Geräte wurden eingezogen - zum Beispiel Lichterketten zur Weihnachtszeit, die Stromschläge verursachen.

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