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Folha de Sao Paulo : Brasiliens bedeutendste Zeitung postet nicht mehr auf Facebook

  • Aktualisiert am

Ein Nutzer meldet sich auf der brasilianischen Facebook-Seite an. Bild: AP

Die „Folha de Sao Paulo“ aktualisiert ihre Facebook-Seite nicht mehr. Das ist eine Reaktion auf Facebooks neueste Maßnahmen gegen „Fake News“.

          Brasiliens bedeutendste Tageszeitung zieht sich weitgehend aus Facebook zurück. Ab diesem Donnerstag will die „Folha de Sao Paulo“ keine eigenen Zeitungsinhalte mehr auf dem sozialen Netzwerk aktiv teilen. Die Seite bleibe auf Facebook bestehen, werde aber nicht mehr aktualisiert. Damit reagiert das Blatt auf eine jüngste Entscheidung des Internetkonzerns, in Zukunft in seinem „Newsfeed“ mehr Beiträge von Freunden und Verwandten der Nutzer und weniger von Medien und Unternehmen anzuzeigen.

          Die Zeitung argumentierte, diese Veränderung könnte stärker dazu beitragen, dass Nutzer nur Beiträge konsumieren, die ihre eigene Meinung widerspiegeln. „Folha“-Leser sollen weiterhin Zeitungsinhalte auf Facebook teilen dürfen. Nach eigenen Angaben folgen 5,95 Millionen Nutzer dem Blatt auf Facebook. Facebook sei jedoch schon seit längerer Zeit nicht mehr der wichtigste Vertriebskanal für die Zeitung, auf Twitter folgen ihr mehr Nutzer.

          Facebook war unter anderem wegen der Flut gefälschter Nachrichten während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs 2016 in die Kritik geraten. Das Unternehmen hat Initiativen angekündigt, um das Problem einzudämmen. Die Beiträge von Medien weniger zu zeigen gehört auch zu dieser Strategie – dahinter steckt das Problem, dass Falschnachrichten nur schwer von professionellen journalistischen Inhalten zu unterscheiden sind. Zuletzt gab Facebook bekannt, dass es den Kampf gegen „Fake News“ stärker in die Hand der Nutzer legen wolle. Diese sollen befragt werden, ob sie unterschiedliche Nachrichtenquellen für „vertrauenswürdig“ halten.

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