http://www.faz.net/-gqe-95omk

Smartphones : Apple: Schutz der Kinder nehmen wir sehr ernst

  • Aktualisiert am

Ein Baby spielt mit einem Smartphone während einer Fahrt in der New Yorker U-Bahn. Bild: AP

Zwei Apple-Aktionäre wollen, dass der iPhone-Hersteller besser ergründet, wie sich großer Smartphone-Konsum auf junge Menschen auswirkt. Das Anliegen trifft einen Nerv der Gesellschaft.

          Nach den Forderungen zweier Aktionäre nach mehr Engagement beim Thema Kinderschutz hat der iPhone-Hersteller Apple seine Strategie verteidigt. Die iPhone-Software erlaube es Eltern bereits seit dem Jahr 2008, Anwendungen, Filme oder Spiele ihrer Kinder zu kontrollieren, erklärte der Konzern.

          Man nehme den Kinderschutz sehr ernst und mache sich viele Gedanken darüber, welche Auswirkungen die eigenen Produkte auf Nutzer hätten. Der Hedgefonds Jana Partners und der Lehrer-Pensionsfonds CalSTRS hatten Apple aufgefordert, sich stärker im Bereich Kinder- und Jugendschutz zu engagieren. So solle das kalifornische Unternehmen Forschungen zum Thema Smartphone-Sucht anstoßen und eine Software entwickeln, mit denen Eltern die Nutzung der Geräte beschränken können.

          Die beiden Aktionäre halten Aktien für rund 2 Milliarden Dollar, was etwas weniger als 1 Prozent der Unternehmensanteile ist. Mit ihrem Brief treffen sie einen gesellschaftlichen Nerv. Sie verweisen auf eine Reihe von Untersuchungen, wonach die Allgegenwart der Smartphones und die ständig wachsende Nutzung sozialer Medien „ungewollte negative Folgen“ unter jungen Nutzern haben könnten.

          Zitiert wird unter anderem eine Umfrage unter Lehrern. Zwei Drittel von mehr als 2300 befragten Lehrern haben demnach festgestellt, dass eine wachsende Zahl von Schülern von digitaler Technik im Klassenzimmer abgelenkt werde. Sogar drei Viertel der Lehrer beobachteten, dass die Fähigkeit der Schüler sinke, sich auf Bildungsinhalte zu konzentrieren.

          Weitere Themen

          Lebensmittelskandal in Australien Video-Seite öffnen

          Nadeln in Erdbeeren gefunden : Lebensmittelskandal in Australien

          Vorsicht beim Reinbeißen ist geboten. Im australischen Bundesstaat New South Wales wurden haufenweise Erdbeerverpackungen mit Nadeln gefunden. Der oder die Verantwortlichen hätten mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren zu rechnen, teilte die Polizei mit.

          Nächster Halt: Wasserstoff Video-Seite öffnen

          Alternativer Antrieb für Züge : Nächster Halt: Wasserstoff

          Auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Buxtehude hat der erste allein mit Hydrogen betriebene Personenzug seinen Betrieb aufgenommen. Hersteller Alstom zufolge haben zahlreiche weitere Länder Interesse an der Technologie.

          Topmeldungen

          Pipelines und LNG : Das Erdgas droht Europa zu entzweien

          Amerika wettert weiter gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 – unter Beifall aus Polen. Stattdessen versuchen die Amerikaner, ihr Flüssiggas zu verkaufen. Ist das wirklich eine Alternative oder nur eine große Luftnummer?

          Dialog mit Bürgern in Chemnitz : Der Frust und die Fragen

          Die Chemnitzer Bürgermeisterin sucht nach der Tötung eines Deutschen und den Krawallen in der Stadt den Dialog mit den Bürgern. Doch sie und Sachsens Innenminister Wöller bekommen vor allem eines zu spüren: Unmut.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.