http://www.faz.net/-gqe-93jq3

Längere Kurznachrichten : Jetzt gilt die 280-Zeichen-Grenze bei Twitter

  • Aktualisiert am

Twitter liefert sich einen Konkurrenzkampf mit Facebook und Instagram. Bild: Reuters

Der Kurznachrichtendienst Twitter läutet eine Zäsur ein: Die berühmte 140-Zeichen-Grenze ist abgeschafft. Die Änderungen sind unter Nutzern stark umstritten.

          Schon lange wurde darüber spekuliert, dann mit einigen Nutzern getestet, jetzt ist es so weit: Der soziale Kurznachrichtendienst Twitter kippt seine 140-Zeichen-Grenze. Ab sofort stehen allen Nutzern 280 Zeichen für Tweets zur Verfügung, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Twitter verwies auf eine „umfangreiche Datenanalyse“ und Auswertung von Tests, laut denen das „optimale Limit“ bei 280 Zeichen liegt. Die Änderungen werden auf Smartphones mit Update auf die neueste Version sichtbar.

          „Die Einführung des neuen Zeichenlimits ist die logische Konsequenz unserer Nutzerstudien – wir hören genau auf die Bedürfnisse der Community und lösen hier ein Problem, das viele kennen”, wird Thomas de Buhr, Deutschland-Chef von Twitter, in der Pressemitteilung zitiert. „Die Essenz von Twitter ist schnelle, direkte Kommunikation. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern.”

          Das Unternehmen versucht, das mit Zahlen aus den Tests zu belegen: Während der Testphase waren nach eigenen Angaben nur etwa zwei Prozent aller Tweets länger als 190 Zeichen. Für die Sprachen Japanisch, Koreanisch und Chinesisch bleibt die 140-Zeichen-Regelung bestehen. Die drei asiatischen Sprachen transportierten doppelt so viele Informationen in einem Schriftzeichen wie zum Beispiel Englisch, Deutsch, Spanisch oder Französisch.

          Nach Angaben von Twitter sind Nutzer aktiver, wenn sie nicht so schnell an eine Zeichen-Obergrenze stoßen, und verbrachten mehr Zeit in dem sozialen Netzwerk.

          Schon die Testphase mit 280 erlaubten Zeichen war unter Nutzern stark umstritten. Twitter steht jedoch unter Druck, mehr Mitglieder zu generieren und mehr Erlöse zu erzielen. Der Kurznachrichtendienst hatte im vergangenen Quartal 330 Millionen Mitglieder, die den Dienst einmal im Monat aufriefen, vier Millionen mehr als vor drei Monaten. Andere soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram wachsen deutlich schneller. Twitter versucht außerdem, verstärkt auf Live-Inhalte wie Sportübertragungen zu setzen.

          Quelle: hade.

          Weitere Themen

          Das bringt der Mittwoch

          Agenda : Das bringt der Mittwoch

          Wird Georg Fahrenschon trotz Steuerhinterziehungsvorwürfen wieder zum zum Sparkassen-Präsidenten gewählt? Der Sachverständigenrat zur legt sein Jahresgutachten vor.

          Trump will Green-Card-Lotterie beenden Video-Seite öffnen

          Nach Anschlag in New York : Trump will Green-Card-Lotterie beenden

          Nach dem Anschlag von New York will Präsident Donald Trump das Visa-System ändern. Der Terrorist sei durch die Green-Card-Lotterie ins Land gekommen. Auf Twitter machte der US-Präsident die Demokraten für das System verantwortlich. New Yorks Gouverneur Cuomo kritisierte Trumps Äußerungen als "nicht hilfreich".

          Topmeldungen

          Fordert seine Partei zur intensiven Fehleranalyse auf: Der CDU-Politiker und baldige sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer.

          F.A.Z. exklusiv : Kretschmer kritisiert CDU-Unwillen zur Fehleranalyse

          Sachsens designierter Ministerpräsident, Michael Kretschmer, spricht im Interview mit der F.A.Z. über die Fehler der CDU in der Flüchtlingspolitik und fordert konsequenteres Abschieben. „Denk- und Sprechverbote“ brächten Deutschland nicht weiter.

          Dortmund lahmt, Leipzig lernt : Magisches Denken statt Matchplan

          Magisches Denken statt cleverer Matchpläne als fußballerisches Erfolgsrezept – so weit ist es mit Borussia Dortmund in diesen Tagen gekommen. Die Bilanz von RB Leipzig sieht kaum besser aus, aber nur auf den ersten Blick. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.