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Superschnelles Internet : 5G-Frequenzen werden erst später versteigert

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5G wird die Basistechnik für autonomes Fahren und vernetzte Maschinen. Bild: AFP

Die deutsche Politik hat vollmundig angekündigt, Deutschland zum 5G-Vorreiter zu machen. Doch um die Auktion wird heftig gerungen.

          Die eigentlich für den Herbst geplante Versteigerung der Frequenzen für den neuen schnellen Mobilfunkstandard 5G wird sich bis ins nächste Jahr hinein verzögern. Das hat ein Sprecher der Bundesnetzagentur nach einem Treffen ihres politischen Beirates mitgeteilt. „Wir wollen die Frequenzen so schnell wie möglich vergeben. Wahrscheinlicher Termin ist Anfang 2019“, sagte er.

          Hauptgrund ist ein politischer Streit darüber, an welche Versorgungsauflagen die Frequenzvergabe gekoppelt werden soll. Vor allem Bayern pocht auf sehr weitgehende Vorgaben für die Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet. Heftig gerungen wird auch noch darum, ob und in welcher Weise Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica verpflichtet werden sollen, ihre Netze künftig Anbietern, die wie 1&1 und Mobilcom-Debitel keine eigenen Frequenzen besitzen, zur Verfügung zu stellen.

          Da große Teile des Spektrums ohnehin erst 2021 für 5G-Anwendungen frei werden, sieht man die Verzögerung der Auktion in der Branche ziemlich entspannt. Eine Blamage ist sie für die Politik, die vollmundig angekündigt hat, Deutschland zum 5G-Vorreiter zu machen. Auch die Einnahmen aus der Auktion hat sie schon verplant: für die Förderung schneller Internetanschlüsse, wo sich der Ausbau wirtschaftlich nicht lohnt.

          Der 5G-Standard zeichnet sich neben einer höheren Übertragungsgeschwindigkeiten durch sehr geringe Reaktionszeiten aus. Das macht 5G zur Basistechnik für digitale Anwendungen wie autonom fahrende Autos und das Internet der Dinge.

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