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Diesel-Krise : Die neue deutsche Abwrack-Welle

In Dresden produziert Volkswagen das Elektroauto E-Golf. Bild: Reuters

Spannende Folge des Dieselgipfels: Die deutschen Autohersteller bieten Kunden teils viele Tausend Euro an, wenn sie alte Autos gegen neue auswechseln. Ob das der Umwelt hilft, ist aber noch nicht klar. Ein Kommentar.

          Nach dem Dieselgipfel überschlagen sich die Autohersteller hierzulande mit Angeboten an den Kunden, die sie als „Umweltprämien“ oder „Umweltboni“ bezeichnen. Vorgeblich wollen sie damit erreichen, dass die Menschen ihre älteren Dieselautos mit höheren Stickoxidemissionen gegen neuere Autos mit niedrigerem Ausstoß eintauschen.

          Der Diesel - Aufstieg und Fall einer deutschen Erfindung.

          Die bisherige Höchstmarke hat an diesem Dienstag der Volkswagen-Konzern gesetzt, der je nach Modell und Marke Preisnachlässe von bis zu 10.000 Euro gewährt. Grundsätzlich gilt, dass die Unternehmen ihren Kunden anbieten dürfen, was sie wollen. Das nennt sich Vertragsfreiheit.

          Schon früher konnte gefeilscht werden

          Die existierte aber auch schon vor den Ankündigungen von BMW, Daimler, Ford oder eben Volkswagen. Autohäuser waren auch schon vor dem Dieselgipfel einer der wenigen Orte hierzulande, an dem der Neuwagenkäufer feilschen konnte und der Händler auch bereit war, diesem Ansinnen nachzugeben.

          Nun könnte es aber sein, dass diese implizite Nachlassbereitschaft sinkt, weil es explizit ohnehin schon einen hohen Rabatt gab. Zudem ist auch die Frage, zu welchen Neuwagen die Kunden nun greifen.

          Wenn sie ihren Kleinwagen dank eines hohen Rabatts gegen einen viel größeren eintauschen, fällt die Verbrauchs- und Emissionsbilanz nicht notwendigerweise positiv aus. Der Einzelfall wird also entscheiden, ob die Umweltprämien tatsächlich auch der Umwelt helfen.

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