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Prozess um Abgas-Affäre : Winterkorn, Scheuer und Ramsauer sollen vor Gericht aussagen

  • Aktualisiert am

Der ehemalige VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. Bild: dpa

Das Landgericht Stuttgart hat Ladungen an den ehemaligen VW-Chef, den Bundesverkehrsminister und zahlreiche Führungskräfte von VW und Porsche verschickt.

          Der ehemalige VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn ist vor Gericht geladen worden, um über die Vorgänge in der Abgasaffäre auszusagen. Wie die „Bild“ am Donnerstagabend in ihrer Online-Ausgabe berichtete, schickte das Landgericht Stuttgart dem 71-Jährigen eine Vorladung in einem Prozess, in dem es um mögliche Verluste von VW-Aktionären durch die Affäre geht.

          Außer Winterkorn sollen unter anderem auch der aktuelle und ein ehemaliger Verkehrsminister aussagen, Andreas Scheuer und Peter Ramsauer (beide CSU). Von ihnen erhofft sich der Richter Informationen darüber, ob das Bundesverkehrsministerium möglicherweise schon im Jahr 2011 über das Nichteinhalten von Abgaswerten informiert wurde. Scheuer war damals Staatssekretär im Ministerium.

          Das Gericht hat für den Prozess dem Bericht zufolge insgesamt 28 Personen geladen. Die Vernehmungen sollen am 12. September in Stuttgart beginnen. Auch nach Winterkorn, Scheuer und Ramsauer stehen prominente Namen auf der Liste: So sollen unter anderem auch Audi-Chef Rupert Stadler und Bosch-Chef Volkmar Denner aussagen, zudem der in Untersuchungshaft sitzende ehemalige Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und der Porsche-Motorenchef Jörg Kerner, der ebenfalls in Untersuchungshaft sitzt.

          Zu den restlichen Vorgeladenen gehören zahlreiche Führungskräfte von VW und Porsche bis zur Vorstandsebene. Zudem soll der Chef des Umweltverbands Deutsche Umwelthilfe, Jürgen Resch, aussagen. Die Nichtregierungsorganisation soll das Verkehrsministerium im Jahr 2011 auf das Nichteinhalten der Emissionsrichtlinien aufmerksam gemacht haben.

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