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Folge der Diesel-Affäre : Volkswagens Gewinn hat sich halbiert

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So sieht es aus in den Autotürmen in Wolfsburg. Bild: dpa

Der Autokonzern VW verdient viel weniger Geld als vor einem Jahr. Wer die Kosten für die Diesel-Problematik beiseite lässt, bekommt aber ein erfreulicheres Bild.

          Der größte Autohersteller der Welt verdient unter dem Strich weniger Geld: Wegen zusätzlicher Milliardenkosten für den Rückruf und die Nachrüstung manipulierter Dieselfahrzeuge in den Vereinigten Staaten ist der Gewinn von Volkswagen deutlich zurück gegangen. In den zurückliegenden drei Monaten betrug er netto 1,14 Milliarden Euro ab, das ist eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr, wie der Konzern an diesem Freitag in Wolfsburg mitteilte.

          Ende September hatte Volkswagen bekanntgegeben, dass Verzögerungen bei dem ohnehin schon kostspieligen Programm noch einmal viel Geld kosten würden. Den Betrag bezifferte VW nun auf 2,6 Milliarden Euro. Das Vorhaben erweise sich als „erheblich langwieriger und technisch anspruchsvoller“ als angenommen, hieß es. Damit stieg die Rechnung für die Bewältigung der Abgaskrise auf mehr als 25 Milliarden Euro.

          Ansonsten lief es aber weitgehend rund für Volkswagen. Die Wolfsburger machten von Juli bis September 55 Milliarden Euro Umsatz, 5,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das um Sonderkosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 15,1 Prozent unerwartet kräftig auf 4,32 Milliarden Euro.

          Und VW-Finanzchef Frank Witter ist nun auch optimistischer für das gesamte Jahr - Sonderkosten ausgeklammert. Der Autokonzern strebt jetzt eine operative Umsatzrendite moderat über 7 Prozent an. Vorher galt die Richtschnur von 6 bis 7 Prozent, allerdings ohne den Zusatz „vor Sondereinflüssen“.

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