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Diesel-Affäre : Zeit für Mogel-Volkswagen läuft ab

Schon das Software-Update aufgespielt? Bild: dpa

Wer einen manipulierten Volkswagen besitzt, muss seine Ansprüche schnell geltend machen. Etliche auf Massenverfahren spezialisierte Kanzleien mahnen deshalb zur Eile.

          Etwa zwei Wochen haben VW-Kunden noch Zeit, um ihre Ansprüche wegen der Abgasmanipulationen anzumelden. Denn mit Ablauf des Jahres droht ihnen die Verjährung. Der Konzern teilte der F.A.Z. mit, dass es dabei bleiben werde. Er hatte eine Schonfrist bis Ende des Jahres eingeräumt. Doch pauschal verlängern, wie Verbraucherschützer fordern, will der Konzern diese Regelung nicht.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Nur ein sehr geringer Teil der Fahrer beanstande die umgerüsteten 2,6 Millionen Fahrzeuge, sagte ein VW-Sprecher. Das kostenfreie Umrüsten der Fahrzeuge werde nunmehr seit dem Jahreswechsel angeboten, sodass keine Notwendigkeit bestehe, die Regelung auszuweiten. Etliche auf Massenverfahren spezialisierte Kanzleien mahnen deshalb zur Eile.

          Dass VW sich künftig auf Verjährung berufen könnte, bedeutet nicht, dass diese in jedem Fall automatisch eintritt. Die Ansprüche „verjähren“ gewissermaßen nur, wenn VW dies im Prozess veranlasst. Es handele sich um völlig unterschiedliche Fahrzeuge, Fahrerprofile und Wartungszustände, sagte der Sprecher. Für gewartete Fahrzeuge gebe es kulante Regelungen. „Wir werden die Kunden nicht im Regen stehen lassen“, verspricht er. Man werde jeden Fall „mit Augenmaß“ betrachten. Inzwischen haben manche Zulassungsbehörden damit begonnen, nicht umgerüstete Wagen stillzulegen.

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