http://www.faz.net/-gqe-94upk

Diesel-Affäre : Zeit für Mogel-Volkswagen läuft ab

Schon das Software-Update aufgespielt? Bild: dpa

Wer einen manipulierten Volkswagen besitzt, muss seine Ansprüche schnell geltend machen. Etliche auf Massenverfahren spezialisierte Kanzleien mahnen deshalb zur Eile.

          Etwa zwei Wochen haben VW-Kunden noch Zeit, um ihre Ansprüche wegen der Abgasmanipulationen anzumelden. Denn mit Ablauf des Jahres droht ihnen die Verjährung. Der Konzern teilte der F.A.Z. mit, dass es dabei bleiben werde. Er hatte eine Schonfrist bis Ende des Jahres eingeräumt. Doch pauschal verlängern, wie Verbraucherschützer fordern, will der Konzern diese Regelung nicht.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Nur ein sehr geringer Teil der Fahrer beanstande die umgerüsteten 2,6 Millionen Fahrzeuge, sagte ein VW-Sprecher. Das kostenfreie Umrüsten der Fahrzeuge werde nunmehr seit dem Jahreswechsel angeboten, sodass keine Notwendigkeit bestehe, die Regelung auszuweiten. Etliche auf Massenverfahren spezialisierte Kanzleien mahnen deshalb zur Eile.

          Dass VW sich künftig auf Verjährung berufen könnte, bedeutet nicht, dass diese in jedem Fall automatisch eintritt. Die Ansprüche „verjähren“ gewissermaßen nur, wenn VW dies im Prozess veranlasst. Es handele sich um völlig unterschiedliche Fahrzeuge, Fahrerprofile und Wartungszustände, sagte der Sprecher. Für gewartete Fahrzeuge gebe es kulante Regelungen. „Wir werden die Kunden nicht im Regen stehen lassen“, verspricht er. Man werde jeden Fall „mit Augenmaß“ betrachten. Inzwischen haben manche Zulassungsbehörden damit begonnen, nicht umgerüstete Wagen stillzulegen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

           Amazon-Chef Jeff Bezos und seine Ehefrau MacKenzie Bezos in dieser Woche in Berlin

          Handel und Cloud-Dienste : Amazon verdoppelt Gewinn

          Der Online-Händler legt glänzende Zahlen vor, und Vorstandschef Jeff Bezos wird immer reicher. Das ist aber nicht in erster Linie dem traditionellen Kerngeschäft zu verdanken.
          Gute Arbeitsatmosphäre war gestern:  Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg (rechts) neben seinem Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Stuttgarter Plenarsaal.

          Grün-Schwarz im Ländle : Verwelkte Anziehungskraft

          Wenn die Grünen der Juniorpartner einer führungsstarken CDU wären, wäre die Kompromissfindung einfacher. Woran liegt das? Eine Analyse.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.