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„Hat uns viel Ärger bereitet“ : Porsche verabschiedet sich vom Diesel

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Auch den Cayenne wird es künftig nicht mehr als Diesel-Variante geben. Bild: EPA

Porsche zieht Konsequenzen aus der Diesel-Krise: Künftig wollen die Schwaben keine Selbstzünder mehr verbauen. Müssen sich Halter von Diesel-Porsche nun sorgen?

          Der Automobilkonzerns Porsche will in Zukunft keine Dieselmotoren mehr verbauen. Der „Bild am Sonntag“ sagte Oliver Blume, Vorstandschef des Autobauers: „Von Porsche wird es künftig keinen Diesel mehr geben.“ Damit reagiert der Konzern auf die Dieselkrise und den damit verbundenen Imageverlust für das Unternehmen.

          „Wir haben nie selbst Dieselmotoren entwickelt oder produziert. Dennoch hat das Image von Porsche gelitten. Die Dieselkrise hat uns viel Ärger bereitet“, so Blume. Statt auf Diesel will Porsche wieder vermehrt auf Benziner, aber auch auf Hybride und Elektrofahrzeuge setzen.

          Kunden, die einen Porsche mit Dieselmotor besitzen, würden aber weiterhin betreut. „Halter von Porsche-Diesel-Fahrzeugen müssen sich um den Service keine Sorgen machen“, sagte Blume in dem Interview.

          Mit dem Schritt soll das Profil des Sportwagen-Hersteller geschärft werden: „Einen Benziner kann man ganz anders auslegen. Porsche wird in Zukunft noch mehr Porsche sein als in der Vergangenheit. Der Diesel zielt auf andere Fahreigenschaften ab.“

          Dass der Konzern sein sportliches Profil allerdings nicht nur durch den Abschied vom Diesel zu schärfen versuchte, könnte dem Autobauer Ärger mit dem Kraftfahrtbundesamt bereiten. Laut der „Bild am Sonntag“ soll Porsche mit Hilfe einer „Emotionalisierungsfunktion“ den Klang seiner Motoren unerlaubt manipuliert haben. Blume gestand im Interview mit der Zeitung ein: „Im Einzelfall des Acht-Zylinder Cayenne EU5 wurde eine Motorladungssteuerung vom Kraftfahrt-Bundesamt als nicht gesetzeskonform eingestuft.“ Auf dem Prüfstand sei diese Einrichtung laut der Zeitung nicht aktiv gewesen. Es sollen 13.500 Fahrzeuge betroffen sein.

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