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Martin Schulz zur Diesel-Krise : „Millionenschwere Manager haben die Zukunft verpennt“

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Martin Schulz während seines ZDF-Sommerinterviews. Bild: EPA

SPD-Kanzlerkandidat greift die Anführer der deutschen Autohersteller scharf an. Und sagt, was nun den Fahrern von Dieselautos droht.

          Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat den deutschen Automanagern vorgeworfen, die Zukunft dieser wichtigen Branche zu gefährden. „Das Problem ist, dass wir in Deutschland zunächst einmal in einer Situation leben, in der millionenschwere Manager bei VW, bei Daimler, die Zukunft verpennt haben“, sagte Schulz während der Aufzeichnung des ZDF-Sommerinterviews an diesem Sonntag in Berlin.

          Nun drohe auch noch, dass die Diesel-Fahrer dafür die Zeche zahlen sollten. Dagegen wende er sich entschieden. Der Diesel-Gipfel vor wenigen Tagen ist nach seiner Einschätzung gescheitert. Die Verantwortung dafür liege zuerst beim Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), befand Schulz.

          Schulz, der zugleich SPD-Parteivorsitzender ist, sagte außerdem, „verantwortungslose Manager“ trügen für die Diesel-Abgasaffäre die Hauptschuld. Daher müssten auch die Konzerne die Kosten für Konsequenzen tragen.

          Die von den Herstellern zugesagte Nachrüstung von Diesel-Autos und die wahlweise Umwelt- oder Umstiegsprämie genannten Angebote, von alten auf weniger Schadstoff ausstoßende neue Autos zu wechseln, wesentlich ein Erfolg der sozialdemokratischen Minister, erklärte Schulz. Vor allem von der Umweltministerin Barbara Hendricks.

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