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Diesel-Kommentar : Mission nicht erfüllt

Möchte die Diskussion abmoderieren: Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Bild: dpa

Der Kompromiss zur Diesel-Nachrüstung ist nicht mehr als Symbolpolitik. Verbraucher werden von ihm nichts haben.

          Mission erfüllt – mit diesen Worten lobte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Nachrüstungskompromiss. Zwar haben sich BMW, Daimler und VW bewegt, doch von einer erfüllten Mission kann keine Rede sein.

          Nachrüstungen sollen kommen, doch gibt es die Technik oft noch nicht. Zudem haben sich nur Daimler und Volkswagen bereit erklärt, zusätzliche Abgastechnik in alte Autos einzubauen; BMW weigert sich weiter mit nachvollziehbaren Argumenten.

          Schließlich wird die Nachrüsttechnik erst vom Jahr 2020 an verfügbar sein, denn sie muss noch getestet und zugelassen werden. Diese Einschränkungen schrumpfen den Kompromiss zur gesichtswahrenden Symbolpolitik.

          Dem Dieselfahrer in Frankfurt, Bonn oder Köln hilft das nicht weiter, denn dort und wohl bald auch anderswo drohen Fahrverbote schon im nächsten Jahr. Die Bundesregierung hat in Person des Verkehrsministers etwas Kante gezeigt, die Autohersteller haben etwas nachgegeben. Das reicht nicht.

          Vielen Autobesitzern wird kaum etwas anderes übrig bleiben, als sich ein neues Auto zuzulegen oder das alte stehen zu lassen. Auf diesen Nachrüstungskompromiss sollten sie nicht setzen.

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