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Hardware-Nachrüstung : Ministerium will Dieselherstellern Druck machen

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Dieselfahrzeuge von Volkswagen: Jetzt geht die Debatte über Nachrüstungen weiter. Bild: Reuters

Eine Arbeitsgruppe im Verkehrsministerium soll sich angeblich darauf geeinigt haben, nun doch Druck auf die Autohersteller auszuüben, eine Hardware-Umrüstung von Dieselfahrzeugen anzubieten. Es geht dabei um zu hohen Stickoxidausstoß.

          Müssen die Autohersteller nun doch eine Hardware-Umrüstung für Dieselfahrzeuge anbieten, wenn deren Stickoxidausstoß auf der Straße zu hoch ist? Angeblich sollen sich in der vergangenen Woche Fachleute und Beamte des Bundesverkehrsministeriums darauf verständigt haben, berichtet der „Spiegel“. Die Einigung wurde demnach in einer Arbeitsgruppe erzielt, die nach Lösungen suchen soll, um Fahrverbote in den Innenstädten zu vermeiden.

          Eigentlich wollte die Industrie ursprünglich nur die Software anpassen. Jetzt sehe die neue Einigung vor, dass externe Sachverständige Dieselmodelle darauf überprüfen sollen, ob die nachträgliche Ausstattung eines Katalysators mit einer Harnstoffeinspritzung (so genanntes Ad Blue) technisch möglich und finanziell sinnvoll ist. Die Rede ist von einem Nachrüstsatz, den Zubehörhersteller schon entwickelt haben. Jetzt solle der Druck auf die Hersteller erhöht werden, ein solches Set anzubieten.

          VW, Mercedes und BMW hatten sich Anfang August auf dem gemeinsamen Dieselgipfel mit der Bundesregierung noch dagegen gewehrt. Dem Bericht zufolge sollen auf ähnliche Weise auch ältere Stadtbusse modifiziert werden, die als weitere große Schadstoffquelle in den Innenstädten gelten. Das Geld für dieses Sofortprogramm soll aus einem Fonds kommen, der mit Beteiligung der Bundesländer und der Autoindustrie auf Bundesebene geschaffen werden soll. Wer die Nachrüst-Sets für die Diesel-Pkw bezahlen solle, sei unklar. Ein Teil könnte auf die Kunden abgewälzt werden, die dafür trotz Fahrverboten in die Innenstädte fahren könnten.

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