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Gegen Martin Winterkorn : Sagte VW-Chef Diess geheim vor dem FBI aus?

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Herbert Diess hat kürzlich die Führung von Volkswagen übernommen von Matthias Müller, der nach Winterkorn das Ruder übernahm. Bild: EPA

Amerika hat Haftbefehl gegen den früheren Volkswagen-Chef Winterkorn erlassen. Spielte sein Nachfolger eine Rolle dabei? Ein Bericht legt das nahe.

          Gerade hat die amerikanische Justiz bekannt gemacht, dass sie den früheren Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn angeklagt hat. Dem ehemaligen Manager drohen bis zu 25 Jahre Haft, vor einem Zugriff der Behörden ist er mittlerweile wohl nur noch in Deutschland sicher. Aus Sicht der Ermittler in Amerika befindet er sich auf der Flucht.

          Die Frage steht im Raum: Was wissen die amerikanischen Ermittler genau über Winterkorns Rolle im Skandal um die manipulierten Abgaswerte, der den größten Autohersteller der Welt bislang einen zweistelligen Milliardenbetrag gekostet hat? Und: Woher wissen sie das?

          Freies Geleit für Diess

          Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung womöglich von Herbert Diess. Der seit kurzer Zeit amtierende Konzernchef sei um den Monatsbeginn herum in die Vereinigten Staaten gereist und habe sowohl mit der Bundespolizei FBI als auch mit dem Justizministerium gesprochen, berichtet die Zeitung. An den Gesprächen soll demnach auch Larry Thompson teilgenommen haben, der von Washington in Wolfsburg installierte Beobachter.

          Weder Volkswagen noch die amerikanische Justiz wollen sich dazu äußern. Der Zeitungsbericht legt indes nahe, dass es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen der Aussage des VW-Chefs und der ihm von den amerikanischen Behörden gerade zugesicherten Reisefreiheit gibt. Diese wurde am Montag bekannt – und ist durchaus ungewöhnlich.

          Das Justizministerium in Washington erlaube Diess, in der ganzen Welt zu reisen, ohne eine Verhaftung im Zusammenhang mit der Abgasaffäre befürchten zu müssen, meldete der Finanzdienst Bloomberg und berief sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zudem habe Diess die mündliche Zusage erhalten, dass er vorab informiert werde, wenn die amerikanischen Staatsanwälte ihn wegen manipulierter Abgaswerte anklagen wollen.

          Diess wechselte im Jahr 2015 von BMW zum Volkswagen-Konzern, nur einige Monate bevor die amerikanische Umweltbehörde den Sachverhalt öffentlich gemacht hatte. Diess selbst wird in den Vereinigten Staaten bislang nicht formell beschuldigt.

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