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F.A.S. exklusiv : „Ferdinand Piëch hat sein Lebenswerk zerstört“

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Viele Jahre der mächtige Mann des Volkswagen-Konzerns: Ferdinand Piëch Bild: dpa

Ferdinand Piëch war viele Jahre der mächtige Mann im Volkswagen-Reich – dann trat er turbulent ab. Sein Cousin rechnet nun öffentlich mit ihm ab. Und verrät eine brisante Überlegung innerhalb der mächtigen Familie.

          Wolfgang Porsche rechnet öffentlich mit seinem Cousin Ferdinand Piëch ab, der einmal Volkswagen-Vorstandschef und denn jahrelang der höchste Aufseher des größten Autoherstellers Europas war. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf Aussagen Porsches in einem neuen Fernsehfilm über den Clan. „Ja, Ferdinand Piech hat sein Lebenswerk zerstört“, sagte Wolfgang Porsche demnach in dem Film, der am Dienstagabend (17.10.) im ZDF ausgestrahlt wird.

          Darin erhebt das aktuelle Clan-Oberhaupt schwere Vorwürfe gegen seinen Vetter: So habe Ferdinand Piëch „hinterrücks“ Sand ins Getriebe gestreut, als der Sportwagenhersteller Porsche vor Jahren versucht hat, den vielfach größeren VW-Konzern zu übernehmen. Wolfgang Porsche wörtlich: „Das ist unnötig. Das ist unmöglich.“

          Da sich die zerstörerische Kraft des Familienstreits in Jahrzehnten entwickelt hat, habe die Porsche-Seite früh schon debattiert, Ferdinand Piëch zu adoptieren, verrät Wolfgang Porsche nun. Dem „Nicht-Namensträger“ wurden von Porsche-Seite Komplexe unterstellt, weil er nicht Porsche heißt; so wie der Gründer der Dynastie und die Sportwagen aus Zuffenhausen.

          Ein familienfremder Berater habe deshalb vor Jahrzehnten geraten, Ferdinand Piëch zu adoptieren, „dann ist dieses Problem“ weg. Ferry Porsche, so erzählt  dessen Sohn Wolfgang nun, lehnte dies damals allerdings ab: „Ich habe vier Söhne, da brauche ich jetzt nicht noch einen zu adoptieren.“

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