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Klimaschädliches E-Auto? : Umweltschützer warnt: Verbrennungsmotor nicht verteufeln!

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Der Präsident des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizsäcker Bild: dpa

Wie schädlich sind Elektroautos fürs Klima, wenn sie nicht mit Ökostrom fahren? Diese provokante Frage stellt jetzt ausgerechnet ein Nachhaltigkeits-Promi öffentlich. Und warnt vor einer vorschnellen Verteufelung des Verbrennungsmotors.

          Der Präsident der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Expertenorganisation Club of Rome hat die Grünen davor gewarnt, in den Koalitionssondierungen auf einem Aus des Verbrennungsmotors zu bestehen. „Bitte kein Schnellschuss beim Verbrennungsmotor“, schreibt der Naturwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker der Zeitung „Heilbronner Stimme“ zufolge in einem Forderungskatalog zu den Jamaika-Gesprächen.

          „Erstens ist das Elektroauto beim heutigen Strommix eher klimaschädlicher als der Verbrennungsmotor, zweitens kann man (Modell Audi) überschüssigen Windstrom, der sonst vernichtet wird, in Wasserstoff oder Methan umwandeln und damit den klimaneutralen Verbrennungsmotor füttern.“ Trotzdem müsse man „natürlich die E-Auto-Technik vorantreiben“, erklärte Weizsäcker.

          Er fordert außerdem von der künftigen Koalition unter anderem, die deutsche Selbstverpflichtung aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen umzusetzen und eine sanft steigende CO2-Steuer einzuführen.

          Im Club of Rome haben sich Fachleute unterschiedlicher Disziplinen aus mehr als 30 Ländern zusammengeschlossen, um sich für Nachhaltigkeit und Ökologie einzusetzen. Bekannt wurde die Organisation vor allem durch den 1972 veröffentlichten Bericht „Die Grenzen des Wachstums“.

          Derzeit bewegen sich die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland noch auf niedrigem Niveau, sie steigen aber. Die jüngsten Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes im September für Hybridfahrzeuge im Vergleich zum September 2016 weisen ein sattes Plus von 76,4 Prozent auf 8674 Neuzulassungen aus. Bei den rein elektrischen Autos sind es 2247 neu zugelassene Fahrzeuge, was einen Zuwachs von fast 37 Prozent bedeutet.

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