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VDA-Chef Wissmann : Muss der oberste Autolobbyist den Hut nehmen?

  • Aktualisiert am

Matthias Wissmann ist seit zehn Jahren Chef des VDA. Bild: dpa

Matthias Wissmann führt den Verband der Autoindustrie seit zehn Jahren. Nun macht ein Bericht die Runde, nach dem er ersetzt werden soll. Ein Dementi folgt prompt.

          Der oberste Autolobbyist Deutschlands muss offenbar demnächst seinen Posten räumen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und beruft sich dabei auf Industriekreise. Demnach steht Matthias Wissmann, der Vorsitzende des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), nach zehn Jahren im Amt nun davor, abgelöst zu werden. Der Wechsel solle nach der Bundestagswahl erfolgen.

          Von Seiten des Autokonzerns Daimler wird der Bericht mit deutlichen Worten zurückgewiesen. „Von einer Ablösung Matthias Wissmanns kann keine Rede sein. Er genießt unser Vertrauen", sagte Daimler-Sprecher Jörg Howe gegenüber FAZ.NET. Die Aussage ist auch deswegen wichtig, weil es dem RND-Bericht zufolge der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche sein soll, der die Suche nach einer neuen Verbandsspitze koordiniere. Nach der Bundestagswahl und der für die Branche wichtigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, die ebenfalls im September stattfindet, wollten die Führungen von Daimler, BMW und Volkswagen einen personellen und inhaltlichen Neuanfang für die weitere Debatte über Verbrennungsmotoren und mögliche Fahrverbote.

          Wissmann war zuletzt in die Kritik geraten wegen seines Verhaltens etwa in der Diesel-Krise. Dabei hatten die Konzerne seinen Vertrag für den Spitzenposten des VDA eigentlich im vergangenen November erst verlängert.

          Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) lehnte derweil gegenüber der „Heilbronner Stimme“ generelle Fahrverbote in Deutschland ab. Der gute Ruf Deutschlands dürfe nicht gefährdet werden, ergänzte der Unions-Politiker, sagte mit Blick auf die manipulierten Abgaswerte aber auch: „Made in Germany ist ein Markenname und darf nicht verbunden werden mit Betrug und Täuschung.“

          Quelle: FAZ.NET/Reuters

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