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Abgas-Affäre : Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle

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Audi hat Berichten zufolge auch nach Bekanntwerden des Skandals unsaubere Autos verkauft. Bild: Reuters

Zehntausende Autos in Deutschland haben laut Kraftfahrt-Bundesamt illegale Vorrichtungen. Teile der Software müssten umgerüstet werden.

          In der Abgas-Affäre hat das Kraftfahrt-Bundesamt für V6-Dieselmodelle von Audi einen Zwangsrückruf verhängt. Der Hersteller sei darüber informiert worden, dass die Behörde in den Audi-Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm 6 „unzulässige Abschaltvorrichtungen“ festgestellt habe, bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums an diesem Sonntag in Berlin. Insgesamt seien in Deutschland 77.600 Fahrzeuge betroffen und 127.000 Fahrzeuge in der ganzen Welt.

          Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet. Demnach seien diese Dieselmodelle erst seit Ende 2015, also erst nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre, produziert worden und würden nach wie vor verkauft.

          Bei dem zum VW-Konzern gehörenden Autobauer hieß es, seit Monaten untersuche Audi mit Hochdruck alle Diesel-Konzepte auf etwaige Unregelmäßigkeiten und Nachrüstungspotenziale. Dabei arbeite man eng mit den zuständigen Behörden zusammen.

          Im Zuge dieser Überprüfung und Auswertung habe das Kraftfahrt-Bundesamt nun auch Bescheide für Audi-Modelle mit V6-TDI-Motoren erlassen. Daher müssten Teile der Software einzelner Typen umgerüstet werden.

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