http://www.faz.net/-gqe-96a36

Abgas-Affäre : Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle

  • Aktualisiert am

Audi steht weiterhin unter Druck. Bild: Reuters

Zehntausende Autos in Deutschland haben laut Kraftfahrt-Bundesamt illegale Vorrichtungen. Teile der Software müssten umgerüstet werden.

          In der Abgas-Affäre hat das Kraftfahrt-Bundesamt für V6-Dieselmodelle von Audi einen Zwangsrückruf verhängt. Der Hersteller sei darüber informiert worden, dass die Behörde in den Audi-Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm 6 „unzulässige Abschaltvorrichtungen“ festgestellt habe, bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums an diesem Sonntag in Berlin. Insgesamt seien in Deutschland 77.600 Fahrzeuge betroffen und 127.000 Fahrzeuge in der ganzen Welt.

          Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet. Demnach seien diese Dieselmodelle erst seit Ende 2015, also erst nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre, produziert worden und würden nach wie vor verkauft.

          Bei dem zum VW-Konzern gehörenden Autobauer hieß es, seit Monaten untersuche Audi mit Hochdruck alle Diesel-Konzepte auf etwaige Unregelmäßigkeiten und Nachrüstungspotenziale. Dabei arbeite man eng mit den zuständigen Behörden zusammen.

          Im Zuge dieser Überprüfung und Auswertung habe das Kraftfahrt-Bundesamt nun auch Bescheide für Audi-Modelle mit V6-TDI-Motoren erlassen. Daher müssten Teile der Software einzelner Typen umgerüstet werden.

          Nach Dieselskandal : Dezember 2017: VW-Manager verurteilt

          Weitere Themen

          Bewunderung statt Kritik Video-Seite öffnen

          Audi-Azubis in Mexiko : Bewunderung statt Kritik

          Das Image der deutschen Autoindustrie glänzt noch immer - trotz Diesel-Betrug-Skandalen. Zumindest im mexikanischen Puebla. Dort fertigen VW, Audi und Daimler. Und eine Ausbildung bei ihnen gilt als Glücksgriff.

          Topmeldungen

          Gipfel mit Fragezeichen : Klappt’s mit Trump und Kim?

          Nach Nordkorea setzt nun auch Donald Trump ein Fragezeichen hinter das Gipfeltreffen mit Kim Jong-un in Singapur – und auch Südkorea bereitet sich auf „verschiedene Möglichkeiten“ vor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.