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Abgas-Affäre : VW auf der Spur der Affen

VW-Vorstand Matthias Müller beim Neujahrsempfang des Verbands der Automobilindustrie Bild: dpa

Der Vortrag von Konzernchef Matthias Müller über die Affenversuche blieb ergebnislos. Ende Februar soll ein umfassender Bericht kommen.

          Der Vortrag von Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller über die Hintergründe der Versuche mit Affen dauerte an diesem Mittwochnachmittag länger als erwartet, blieb aber noch ohne greifbares Ergebnis. Müller erstattete dem Präsidium des VW-Aufsichtsrats in Wolfsburg Bericht über die Hintergründe der Affenversuche, die Volkswagen wieder einmal mit dem hausgemachten Abgasskandal konfrontiert hatten.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Konkrete Mitteilungen gab es nach dem Treffen am Abend allerdings nicht. Ein umfassender Bericht sei für die Aufsichtsratssitzung am 23. Februar geplant. „Vorläufige Schlussfolgerungen sind bis dahin nicht zielführend“, hieß es. Müller habe dem Aufsichtsrats-Präsidium einen „ausführlichen Zwischenbericht zu den Sachverhalten, die im Kontext zu Tierversuchen und der Arbeit der Mitte 2017 aufgelösten Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) stehen, gegeben“.

          Im Rahmen der Aufarbeitung der Affenversuche, bei denen Volkswagen die Federführung hatte, interessiert auch, ob die Tests, bei denen Affen Dieselabgase einatmen mussten, mit den Abgasmanipulationen von VW-Dieselautos zusammenhängen. „Die durch den Vorstand beauftragten Untersuchungen laufen unter Hochdruck“, hieß es.

          „Absurd und widerlich“

          Das Bekanntwerden der Versuche mit Affen hat Volkswagen dabei zurückgeworfen, den Abgasskandal aufzuklären und zu bewältigen. Auch deswegen waren die Aufsichtsräte alarmiert und forderten von Müller Aufklärung. In den Wochen zuvor war der Abgasskandal weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden, stattdessen berichtete Volkswagen über neue Umsatz- und Gewinnrekorde.

          Von Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch über Betriebsratsboss Bernd Osterloh bis zum niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) hatten Mitglieder des Präsidiums Konzernchef Müller zu einer lückenlosen Aufklärung aufgefordert.

          Weil sprach von einem „absurden und widerlichen“ Versuch. Die Versuche an Affen in Amerika waren von einem von VW, Daimler und BMW gegründeten Forschungsinstitut in den Vereinigten Staaten durchgeführt worden, um die Folgen von Dieselschadstoffen zu testen. Im Zusammenhang mit den Tierversuchen hat VW schon seinen Generalbevollmächtigten beurlaubt, den ehemaligen Bundesregierungssprecher Thomas Steg.

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