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Die großen Unternehmen im Osten

20.11.2003
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Der Chipkonzern AMD will in den nächsten vier Jahren rund 2,4 Milliarden Euro in ein neues Werk in Dresden investieren. Die Fabrik, in der 2005 mit der Produktion begonnen werden soll, gehört damit zu den größten Investitionen in den neuen Bundesländern. Neben der Halbleiter-Industrie fallen die bisherigen Mammut-Ansiedlungen in den neuen Bundesländern vor allem in die Branchen Automobil und Chemie.

Im Überblick:

Chemie:

Der amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical steckte seit 1995 rund 2,7 Milliarden Euro in vier vernetzte Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Rund 2300 Beschäftigte arbeiten in den früher teilweise zum Kunststoff-VEB Buna gehörenden Anlagen. Das Unternehmen will laut Presseberichten bis 2012 weitere zwei Milliarden Euro in die Anlagen investieren.

Der französische Ölkonzern Total-Fina-Elf investierte zwischen 1994 und 1997 rund 2,5 Milliarden Euro in die Sanierung und den teilweisen Neubau des DDR-Chemiestandorts Leuna. Heute arbeiten für die Raffinerie Mitteldeutschland rund 2600 Menschen.

Automobil:

Der Automobilkonzern Volkswagen investierte Mitte der 90er Jahre rund 1,8 Milliarden Euro in zwei Werke in Zwickau und Chemnitz. In Zwickau fertigt das Unternehmen die Fahrzeugtypen Golf und Passat, in Chemnitz steht ein Motorenwerk. Rund 7000 Menschen sind an beiden Standorten beschäftigt.

BMW will rund 1,3 Milliarden Euro in ein neues Werk in Leipzig investieren. Etwa 5000 Menschen sollen dort ab 2005 arbeiten.

Der Automobilbauer Opel investierte bereist zu Beginn der 90er Jahre in zwei Schritten rund eine Milliarde Euro in den Standort im thüringischen Eisenach. Rund 2000 Mitarbeiter fertigen an dem ehemaligen Produktionsstandort der DDR-Marke Wartburg heute den Astra und den Corsa.

Mikroelektronik:

Die deutsche Halbleiterfirma Infineon steckte zwischen 1993 und 1995 rund 1,5 Milliarden Euro in den Bau eines Werks am Standort Dresden. Zwischen 1998 und 2001 flossen rund 1,1 Milliarden Euro in ein weiteres Werk. Heute arbeiten in Dresden rund 5000 Menschen in den beiden Fabriken des Konzerns.

AMD investierte in seine erste Fabrik zwischen 1996 und dem Produktionsstart 2000 etwas mehr als eine Milliarde Euro. Derzeit arbeiten dort rund 2000 Menschen.

Papier:

Bei Stendal im Norden von Sachsen-Anhalt plant das Papierunternehmen Mercer als Mehrheitsgesellschafter derzeit ein Werk zur Herstellung von Zellstoff, einem Grundstoff für Papier und Karton. Rund eine Milliarde Euro soll zwischen 2002 und 2004 in das Projekt investiert werden, rund 600 Arbeitsplätze entstehen.

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Von Heike Göbel

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