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DFS Staatssekretär soll neuer Chef der Flugsicherung werden

 ·  Bei der Deutschen Flugsicherung soll der bisherige Staatssekretär im Verkehrsministerium, Klaus-Dieter Scheurle, neuer Chef werden. Der Wechsel des CSU-Politikers vom Chefkontrolleur an die Spitze der Geschäftsführung stößt nicht nur innerhalb der DFS auf Vorbehalte.

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Die Weichen für den Wachwechsel bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) sind gestellt. Klaus-Dieter Scheurle, bislang Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium und langjähriger Chefkontrolleur des bundeseigenen Unternehmens, wechselt Anfang 2013 an die Spitze der Geschäftsführung der DFS.

Der 57 Jahre alte Jurist mit CSU-Parteibuch beerbt in dieser Position Dieter Kaden, der zum Jahresende nach 20 Dienstjahren in den Ruhestand tritt. Der Posten gilt als lukrativ: Kaden hat laut Geschäftsbericht im vergangenen Jahr 434.000 Euro Entgelt bezogen. Scheurle habe am vergangenen Dienstag sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrates mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Über seine formale Ernennung zum Vorsitzenden der dreiköpfigen Geschäftsführung werde das Kontrollgremium am 9. Oktober entscheiden, teilte die DFS weiter mit.

Der Wechsel des Chefkontrolleurs an die Spitze der Geschäftsführung stößt im Umfeld der DFS auf Vorbehalte. Denn nach den Regeln einer guten Unternehmensführung (Corporate Governance) ist es in deutschen DAX-Unternehmen durchaus üblich, eine Karenzzeit von zwei Jahren zu wahren. Scheurle will nach seinem offiziellen Ausscheiden als Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium im September daher einige Monate warten, bevor er seine neue Position als DFS-Chef im hessischen Langen am 1. Januar 2013 offiziell übernimmt.

In der Chefetage des bundeseigenen Unternehmens wurde zuvor der ehemalige Telekommunikationsmanager Michael Hann als neuer Personalchef und Arbeitsdirektor verpflichtet. Zudem rückt der DFS-Manager Robert Schickling zum neuen Geschäftsführer Betrieb auf.

Verkehrsminister Ramsauer lobte Scheurle, den früheren Leiter der Bundesnetzagentur, als hervorragend qualifiziert und verteidigte zugleich den Wechsel vom Aufsichtsrats- zum Unternehmenschef. Dieser stehe nicht im Gegensatz zu den Leitsätzen guter Unternehmensführung, die nur einen umgekehrten Wechsel kritisch sehen. Die Staatssekretärs-Aufgaben von Scheurle werde zunächst Abteilungsleiter Michael Odenwald übernehmen, der auch die Aufsichtsratsposten etwa in der Flugsicherung oder der Deutschen Bahn für den Bund wahrnehmen solle.

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Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft.

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