Die Siebenergruppe hat eine Warnung an die Händler an den Devisenmärkten gerichtet, es mit den sogenannten „carry trades“ nicht zu übertreiben. „Wir wollen, dass die Märkte sich der Risiken einseitiger Wetten bewusst sind, besonders auf den Devisenmärkten“, sagte Finanzminister Steinbrück. Bei „carry trades“ nehmen Spekulanten Kapital zu niedrigen Zinsen etwa in Japan auf, um es dann anderswo höherverzinslich anzulegen.
EZB-Präsident Trichet sagte, diese Warnung beziehe sich nicht nur auf den Handel mit dem japanischen Yen. Die „carry trades“ werden als ein Grund für die Abwertung des Yen gesehen, die bei europäischen Finanzministern Besorgnis ausgelöst hat.
Yen taucht in der Schlusserklärung nicht auf
In der Schlusserklärung der Siebenergruppe taucht der Yen nicht auf, was auf Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Bewertung der Yen-Abwertung hindeutet. Einhellig verwiesen Teilnehmer der Gespräche indes auf eine Erklärung des japanischen Finanzministers Koij Omi und Notenbankgouverneur Toshihiko Fukui während der Beratungen. Diese hätten erklärt, Japans Wirtschaft befinde sich auf einem Pfad der Erholung und der Wechselkurs solle diese wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegeln.
Mit Blick auf den chinesischen Yuan wiederholte die Siebenergruppe ihre Erklärung vom September 2006 in Singapur. Danach sei es in Schwellenländern mit großen und steigenden Leistungsbilanzüberschüssen und vor allem in China wünschenswert, dass der effektive Wechselkurs sich bewege, damit die notwendigen Anpassungen stattfinden könnten.