Der Euro hat am Donnerstag morgen ein neues Allzeithoch bei 1,2424 Dollar markiert. Einem Medienbericht zufolge ist die Europäische Zentralbank noch nicht über den fortwährenden Anstieg des Euro besorgt.
Neben der Dollar-Schwäche etwa wegen der hohen Defizite in der amerikanischen Leistungsbilanz und im amerikanischen Haushalt beflügelte Händlern zufolge auch die Einigung des Vermittlungsausschusses in Deutschland auf Reformen die Gemeinschaftswährung.
Euro-Kurs noch im langfristigen Durchschnitt
Positiv habe sich zudem ein Medienbericht ausgewirkt, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) Interventionen am Devisenmarkt erst ab einem Kurs von 1,35 Dollar ins Auge fassen wird.
EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing bekräftigte in einem Interview, der aktuelle Euro-Kurs entspreche dem langfristigen Durchschnitt der früheren nationalen Währungen. Noch am Montag hatte Issing zum Thema Interventionen gesagt: „Wenn wir wollen, können wir.“
Die EZB hatte im Jahr 2000 mehrmals am Devisenmarkt Dollar verkauft, um die Talfahrt des Euro zu stoppen. Im September 2002 hatten die Notenbanken der sieben führenden Industrieländer (G-7) gemeinsam den Euro gestützt.
