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Deutschland bleibt verschont Moody's stuft sechs Euroländer herab

 ·  Nach Standard & Poor’s und Fitch stuft nun auch die dritte große Rating-Agentur Moody’s die Kreditwürdigkeit mehrerer Eurostaaten schlechter ein. Während Deutschland wieder ohne Abstriche davonkommt, erhält das Nicht-Euroland Großbritannien einen Schuss vor den Bug.

Artikel Interaktiv (1) Lesermeinungen (27)
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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 14.02.2012 16:47 Uhr

Wenn diese Ratingagenturen so weitermachen,

werden sie feststellen, dass sich mit der Zeit "kein Schwein" mehr für deren Lesungen aus dem Kaffeesatz interessieren wird.

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Michael Boden

Der Wahrheit sehr nahe, aber noch nicht ganz....

wenn man versteht dass es bei diesem Rating-Spiel um den Erhalt des von der FED in hochtouren gedruckten US Dollars als globale Waehrung geht dann erkennt man dass der Euro als alternative Waehrung keine Chance bekommen darf, - "kontrolliert" (sprich: abgewertet) werden muss. Wo kaemen (wir?) denn hin wenn gewisse Staaten (oder sogenannte Schurken) auf die Ideen kaemen ploetzlich die wichtigen Dinge wie z.B. Oel oder Gold in einer anderen (stabileren) Waehrung zu handeln? Das wurde versucht und was dann passiert ist wissen wir ja - oder etwa nicht? So, jetzt versteht man auch wie wichtig es ist dass sich wenns geht alle Staaten in der Eurozone ueber den Hals verschulden und dann untereinander um Geld zenken. Bei bester Gelegenheit werden Sie dann zu Ramsch herabgestuft. Wem das nuetzt muessen wir uns selbst fragen! Solange der Euro nur halbwegs so inflationaer ist wie der Dollar ist die Gefahr gebannt. ;) Wem gehoeren die Ratingagenturen?? Wohin geht die Reise? Viele Gruesse

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 14.02.2012 12:57 Uhr

Mit nachfolgendem Satz aus obigem Artikel soll das Volk wieder einmal hinter die Fichte geführt..

.. werden: "IM GEGENTEIL: MANCHE EUROSTAATEN SCHAFFTEN ES SOGAR IN JÜNGERER VERGANGENHEIT, SICH ZU GÜNSTIGEREN KONDITIONEN GELD AM KAPITALMARKT ZU LEIHEN." Dies lag aber keinesfalls an der verbesserten Bonität der betreffenden Staaten oder das sich an ihren wirtschaftlichen Problemen irgendetwas zum Guten hin gewendet hätte. Nein, es lag nur daran, dass EZB-Geld über Strohmann-Banken direkt in diese Anleihen floss. Die EZB subventioniert den Kauf maroder Staatsanleihen mit einer irrwitzigen Marge (Diff. zwischen 1,0 % Sollzins und der aktuellen Rendite der Anleihen) um das Verbot der Staatsfinanzierung durch die EZB zu unterlaufen - denn die meisten Banken brauchen das Geld nicht. Die vermeintliche "EURO-Rettung" läßt sich nur noch mit Lug und Trug aufrecht erhalten. Das allerdings ist das sicherste Zeichen, dass der EURO und die dahinterstehende Ideologie am Ende sind. Hoffentlich werden die Verantwortlichen für ihre verbrecherische Politik zur Rechenschaft gezogen werden können!

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ste sch
ste sch (flugblatt) - 14.02.2012 11:01 Uhr

Ich verstehs nich

ich mein das wir zu hoch gerated sind ist mir klar (meine ganze EU)
aber ich verstehe nicht ganz wie sich so ein Rating ergibt, also was betrachten denn die Leute?
Warum ist das so wichtig was die denken? Es höhrt doch sonst auch keiner auf "Experten".
Aber ich schätze mal das es egal ist weil meiner Meinung nach das gnaze Geldsystem naja sagen wir mal komisch ist.(zu mindest für mich)
Es kann mich jeder verbessern aber ist es nicht so das man Geld als Staat nur gegen Zinsen bekommt und ich somit Schulden mache um naja sagen wir mal in den EZB einzuzahlen?
Daraus folgt ja dann das ich mich selbst mehr verschulde um anderen zu "helfen" und wenn wir die Spirale weiter drehen und alles läuft wie es soll dann müssen ja diese Länder das Selbe später für mich machen oder?
Also wenn das anders ist lasse ich mich gern durch andere Belehren aber so habe ich mir das geldsystem immer vorgestellt. Leihe Geld für Zinsen--> Schulden

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2012 12:08 Uhr
Paul Rabe

Weil die EZB helfen wird

die Antwort wieso das Rating der meisten Euroländer nach wie vor ganz gut ist liegt bei der EZB.
Die wird mittels Geld drucken dafür sorgen, daß die Schulden dieser Länder bezahlt werden. Ob man mit diesen Euros dann etwas anfangen kann ist formal egal, denn die Kreditschulden werden ja (nominell...) bezahlt, die Kreditwürdigkeit ist also gegeben.
Ein weiterer Aspekt weswegen man Ratings nicht so ernst nehmen sollte...

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Closed via SSO

Glück gehabt?

Solange Deutschland Triple AAA ist, solange kann doch Abzocke munter weitergehen. Solange hier noch etwas zu holen ist, solange werden die Rating-Agenturen einen Teufel tun und Deutschland abwerten. Dann wäre ja die schöne Sause viel zu schnell zu Ende.

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Leo Grazer
Leo Grazer (afis) - 14.02.2012 10:43 Uhr

Wie ist es möglich

das Länder wie Italien oder Spanien, die ohne massive Intervention der EZB keine Kredite mehr zu bezahlbaren Konditionen bekommen würden, immer noch ein relativ gutes A3-Rating genießen. Obwohl beide Länder Anfang des Jahres (über den Umweg der Privatbanken) mit EZB-Milliarden geflutet wurden, dreht sich sie Abwärtsspirale dort immer weiter und immer schneller. Spanien besitzt keine Industrie die auf dem Weltmarkt irgendeine Bedeutung hätte und Waren "Made in Italy" sieht man auch nicht mehr sehr oft. Zudem sind beide Länder hoch verschuldet, nahezu reformunfähig und aufgrund der Angehörigkeit zur Eurozone nicht mehr in der Lage ihre Währungen entsprechend der eigenen Wirtschaftskraft herunter zu nivellieren. Man muss nicht besonders weitsichtig sein um zu vermuten dass diese Entwicklung ein sehr böses Ende nehmen wird, sowohl für die Krisenstaaten selbst als auch für Deutschland als Hauptgarant des ganzen Spektakels.

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Hans-Georg Rensing

Gute Entscheidung

All das geschieht zu recht. Jeder der auch nur ein wenig von Volkswirtschaft versteht, sieht die quasi strukturellen Defizite, die JEDES Euroland aufweist, auch Deutschland. Der einzige Grund dafür dass Deutschland häufig als positives Beispiel in Sachen Haushaltsdisziplin gesehen wird, ist, dass alle anderen Länder noch schlechter sind. In Schulnoten hätte Deutschland vielleicht eine schlechte 4 (gerade noch versetzt), während viele andere eher im Bereich mangelhaft oder ungenügend wären. Es gibt allerdings eine Ungereimtheit. Die USA selbst ist auch eher im Bereich mangelhaft, aber als Mutterland des Konsums auf Pump aus irgendeinem Grund noch immun gegen noch weiter gehende Abstufungen. Patriotismus?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2012 14:10 Uhr
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vera schmidt (vera-s) - 14.02.2012 14:10 Uhr

könnte sein...

damit kommen sie immer auf ihren schnitt sozusagen...

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Horst Ziegler

Nein.

Die Bewertung ist nicht nur ein Umstand des Relativismus. Entscheidend ist die bonitäre Stellung der BRD im Welthandel - und da sind wir gut aufgestellt. Anleger beurteilen uns nach der nachhaltigen Ertragskraft des STandortes BRD - und diese Beurteilung ist gut.

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Thomas Brentana

Kein Patriotismus sondern Selbstzweck

Nehmen wir einmal an, die Ratings würden alle der Wirklichkeit angepasst, d.h. es gibt praktisch nur noch B-D Noten auf der Welt. Die Folge wäre, dass die Staaten alle kein Geld mehr leihen könnten (zu teuer) und das würde wohl zum Zusammenbruch der ganzen Banken führen, denn damit verdienen sie ja schliesslich ihr Geld (dass sie dann in Finanzspekulationen aufs Spiel setzen siehe too big too fail).
Ein Erhalt der Bestnoten ist damit, in einem gewissen Mass, reiner Selbsterhalt der Finanzindustrie und der damit engstens verbandelten Ratingagenturen. Erst wenn abzusehen ist, dass Staaten nicht mehr so exessiv Geld aufnehmen (siehe die Sparanstrengungen in diversen Ländern) dann wird ihnen promptwendend das Rating herabgestuft. q.e.d.

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Peter Herbeck M.A.

Ursache als Folge der Aufnahem von GR in die €-Zone durch den Lehrer Eichel BMinFin a. D. (SPD)

Der LZB-Präsident von Hessen Hans Reckers(CDU) stellte die Forderung auf die Aufnahme von GR zurückzustellen bis die Maastricht-Rahmenbedingungen("3 %")erfüllt weren könnten, s. "FTD.26.04.2000". Der LZB-Präsident wurde über den damaligen Bundesbankpräsidenten auf Anweisung von Eichel mit einem Maulkorb belegt. So erfolgte die Aufnahme von GR!
Schröder (SPD) hielt sich auch nicht an die 3% Klausel zuvor in FR-damals sozialistisch regiert- schon nicht beachtet worden, dann kam noch der Italiener dazu. Hätte man damals die Maastrichtkriterien eingehalten hätten wir diesen Schlamassel nicht. Daher ist die Erklärung von Gabriel(SPD) auch nicht heranzuziehen, Sozialdemokraten können rechnen. `Laisser faire - laisse aller´ ist eigentlich meine Devise, jetzt muß der Staat daher regulierend eingreifen um die Fehler der Politik, allesamt von Sozis, zu korrigieren. Eichel+Welteke(SPD) können nur rechnen wenn sie Ihre unterschiedlichen Pensionsansprüche zusammenziehen,geht rechtlich nicht !

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Heike Schneider

Resultat aus Fehlpolitik

Das kommt weil Politiker ein Luxusproblem haben und von der Globalisierung.
Das Volk kauft Wein in Tüten bei Aldi um sich die Dröhnung zu geben oder Weine aus europäischen Ländern.
Dann wir kraftig globalisiert und es gibt nur noch Luxuspakete und Weine aus der globalisierten Welt.
So ähnlich sieht es mit allen Produkten aus, die wir aus Europa kannten.
Da haben sie so richtig Europa kaputt gespielt und Sachen auf den Markt gebracht, die kein Mensch will und die sich auch nicht lange halten werden.
Und dann haben die ganzen lieben Leute vergessen, dass alle die nicht so ganz doof sind auf Entgiftung setzen und den Ramsch gar nicht mehr kaufen werden.
Da haben sich auch die Kubalibre - Liebhaber und die ganzen Politiker der Schwellenländer kräftig getäuscht.
In Deutschland werden eh immer weniger Kinder geboren, weil wir von der Politik der Überbevölkerung und des Hungers in den ganzen armen Ländern kräftig die Schnauze voll haben.Die Politiker in diesen Ländern sind unterste Schublade

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Norbert G. Kaess (GeJN) - 14.02.2012 09:59 Uhr

Da kann man nur feststellen:

Who cares? Schaut Euch die 10- Jahreszinsen für Italien und Spanien an: von 7,3% auf unter 5% bei verschlechterten Rating! Warum? Weil zwischen der "Hochfinanz und der Politik" gemauschelt wird!

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Karl Miltner
Karl Miltner (KarlMi) - 14.02.2012 09:52 Uhr

Bitte noch schlechter bewerten...

Den Sinn und Zweck von Ratingagenturen mal beiseite geschoben:

Wie schlecht müssen die Euro-Länder denn noch benotet werden bis man von diesem zwanghaften Festhalten am Fehlkonstrukt EU/Euro ablässt.
Kaum ein Staat wird in absehbarer Zeit wieder ein finanzielles Gleichgewicht erreichen. Das sollte auch allen Verantwortlichen bewusst sein - eigentlich müssten sich die Ratings großteils im roten Bereich befinden.

Stattdessen wird "alternativlos" und mit rosa-roter Brille auf Kosten einiger Weniger Geld in schwarze Löcher gestopft.

Ich bitte daher DRINGEND um eine Abstufung von DE und FR auf Mittelmaß, damit dieser Politwahnsinn endlich ein Ende nimmt.

Mit eurofeindlichen Grüßen...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2012 14:07 Uhr
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vera schmidt (vera-s) - 14.02.2012 14:07 Uhr

auf kosten einiger weniger?

ich würde eher sagen, auf kosten der vielen zugunsten einiger weniger...

wer kassiert denn all das viele geld? sie und ich oder die banken, die das geld erst günstig von der EZB erhalten und uns dann mehr oder weniger saftige aufschläge verrechnen?

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Paul Rabe

@Karl Miltner im Saldo ist alles augeglichen

Herr Miltner, bei wem haben die Staaten denn Schulden ? Bei den Bürgern. Und wer bildet einen Staat ? Die Bürger.
Im Saldo sind die Schulden der Erde ausgeglichen, auch wenn das die Ratingagenturen nicht begreifen wollen und anfangen die gesdamte Erde mit schlechten Ratings (Deutschland ist da nur eine unbedeutende Ausnahme) zu bewerten.
Die Ratings dieser Agenturen dienen nur deren eigenen(!) Geschäftsinteressen welche vor allem darin bestehen Werbung für sich selber zu machen.
Man sollte diesen nicht all zu viel Beachtung schenken und sich klar machen, daß jeder Schuld auch ein Vermögen in gleicher höher gegenübersteht, wir alle also im Saldo bei Null liegen.

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Paul Rabe

Was passiert wenn die ganze Welt nicht mehr "kreditwürdig" ist ?

Kaum ein Staat dieser Erde ist nach den Kriterien der Ratingagenturen nicht mehr kreditwürdig. Da das Vermögen der Privatunternehmen aber immer auf den Hoheitsgebiet irgendeines Staates liegt können diese kaum mehr kreditwürdig sein, denn es besteht ja stets die Gefahr, daß Staaten sich an diesem Vermögen bedienen.
Im Ergebnis ist also die ganze Erde nicht mehr kreditwürdig. Und nun ? Leihen wir uns das Geld bei der Venus oder dem Mars ?
Nein, das zeigt nur, daß die Urteile der Ratingagenturen in gänze inkonsistent sind. Wenn so gut wie niemand mehr "kreditwüdrig" ist, dann kann man genauso sagen, daß eben alle kreditwürdig sind.
Kredite unterlagen seid Anbeginn der Menschheit einer gewissen Unsicherheit, weil eben die Zukunft unsicher ist. Die AAA Bewertung von Lehmann Brothers sollte uns erst kürzlich gelehrt haben...

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Horst Ziegler

Güterproduktion von Volkswirtschaften entscheidend

Die Bewertung von Staaten aus der Sicht des monetären Kreislaufs ist falsch. Entscheidend für die Bonität ist Art und Umfang der Gütererzeugung und die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaft im Kontext zu anderen Volkswirtschaften. Der Güterkreislauf muss also eine Rolle spielen bei der Frage, wie leistungsfähig eine Volkswirtschaft ist und ob sie weiterhin als mündelsicher eingestuft werden kann.

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Joachim Schroeder

Einschätzungen

Wie lange bleibt Deutschland noch verschont?
So ist die Herabstufung durch Moody's ein weiterer Beweis, daß sich
der freie Kapitalmarkt mit ESM Rettungsschirmen nicht austricksen läßt,
zumal man nicht weiß wie man diese finanzieren will und sich kein poten-
tielle Geldgeber, außer dem deutschen Steuerzahler, finden.
So sollte auch mit den Vorstellungen aufgeräumt werden, daß es
keine europäische Ratingagentur geben würde die eine realistische
Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der einzelnen EU Länder vor-
nehmen könnte, denn die in Hamburg sitzende Euler-Hermes
Ratingagentur, eine Tochter der Hermes-Kreditversicherungs AG
ist über das Internet jedem zugänglich und kommt auch zu
keiner anderen stark abweichenden Beurteilung als die amer.
Ratingagenturen.

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Rolf Huchthausen

Das kann doch nur ein Zwischenstand sein, böse Rating-Agenturen!

Das ist die Bewertung des neue-Schulden-machen-für-alte-Schulden und dies in steigender Form, u.a. auch die Übernahme von Bürgschaften für "neue" Instrumente" wie EFSF/ESM. Denn unabhängige Schuldner sind EFSF/ESM ja nicht, es sind Vehikel zum Schulden umverteilen und Schuldenstände ganz allgemein auszuweiten.

Damit haben die €URO-Retter eines erreichen wollen, sie haben versucht, die Schuldensituation unübersichtlicher zu machen. Mehr nicht! Geschweige denn die Schuldensituation beherrschbar zu machen.

Ich fürchte, jetzt echauffieren sich wieder einige Politiker. Brauchen Sie nicht! Ende Februar versorgt die EZB die Banken des €URO-Raums mit neuen Milliarden, die ja dann kreislaufgeführt in Staatsanleihen zu prima Konditionen investiert werden, die man dann wenn es wieder eng wird über EFSF/ESM (hier müßte man bald an eine neue Fazilität denken) prima vergemeinschaften kann.

Das muß auf die PFIIGS wirken wie 2002. Neues Spiel, neues Glück! Steckt denn ein anderer Sinn dahinter?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2012 15:03 Uhr
Rolf Huchthausen

@ Herr Storm, das Drama ist, dass uns "Normalbürgern" das sogar auffällt!

Ich verdiene meine Brötchen in einem ganz anderen Bereich. Für wie unterbelichtet halten unsere Politiker denn dann Mitarbeiter hocheffizienter Analyseagenturen?

Die Fehleinschätzungen unserer €URO-Retter - zum Nachteil aller - sind einfach zu augenscheinlich. Auf dem Niveau aktuell agierender Politiker haben wir es leider mit Realitätsverweigerern zu tun. Lügen und augenscheinlichster Betrug sind Handlungsmaxime zur reinen systemischen Besitzstandswahrung!

Die persönliche Eitelkeit, dies zunehmend nur noch sarkastisch zu kommentieren, sehen Sie mir bitte nach. Nachweislich tippe ich mir im Sachzusammenhang seit 2 Jahren die Finger blutig. Es ist, wie von so vielen vorhergesehen, nur noch schlimmer und teurer geworden.

Ich komme aber am Samstag dieser Woche aus meiner Bequemlichkeit heraus und nehme in Berlin an der Anti-€URO-Veranstaltung teil. Ich meine, es ist höchste Zeit den Politikern Einhalt zu gebieten nach bestem und allgemeinem Demokratieverständnis!

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Gerhard Storm

Lustiger Beitrag, wenn es nicht bitterer Ernst wäre

Danke, Herr Huchthausen, für Ihren amüsanten Beitrag. Leider liegen Ihre Gedanken nicht weit weg von der traurigen Wirklichkeit des Molochs Nimmersatt, von der Spezies EU- bzw. €-Schuldenkrise, und der gefräßig ist bis zum Gehtnichtmehr. Die Ratingagenturen helfen dabei, den Grad auszuloten, inwieweit die Schuldnerstaaten bereits auf wirtschaftliche Abwege geraten sind und welche anderen Länder sie mit Ihren maroden Verhältnissen angesteckt haben. Das tut den Betroffenen natürlich weh, weil der Krediteinkauf teurer wird. Dann ertönt der Ruf nach Abschaffung dieser bösen Agenturen. Aber so wie ein Patient den Arzt nicht abschaffen wird, sollten auch die EU-Weisen endlich kapieren, dass sie die wertvollen Fingerzeige der Agenturen gut bei ihrer Arbeit gebrauchen können, das Rating-Verfahren hat sich immerhin seit mehr als 100 Jahren bewährt. Es darf aber Extrawünsche aus Brüssel zu einer EU-gefälligeren Risikoeinschätzung kraft seiner Neutralität - Gott sei Dank -nicht berücksichtigen.

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gisbert heimes

Die drei 'großen' Ratingagenturen

haben selbstverständlich in einem hypertrophen Finanzsektor eine klare Funktion. Das Problem sind nicht ihre Orakel, sondern der fehlende realwirtschaftliche Bezug des Finanzsystems. Es käme darauf an, dieses auf seine sinnvollen, unverzichtbaren Grundfunktionen zurückzuführen - dann hörte dieses Kaninchen/Schlange-Spielchen der Ratingagenturen mit ganzen Volkswirtschaften von alleine auf.

Doch solange wir Politiker haben, die für jede noch so kleine materielle Gefälligkeit anfällig sind, wird sich da nichts zu tun.

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Thomas Brentana

Noch zu wenig

Angesichts der Schuldenstände so mancher Wirtschaftsnation innerhalb Europas oder des Euroraumes ist eine weitere Abstufung eigentlich zwingend erforderlich. Solange diese sogenannte "Bestnote" weiterhin bestand hat, fehlt anscheinend jeglicher Druck seine Finanzen mal in Ordnung bringen zu müssen. Aber mal ganz ehrlich, welcher Bürger würde anfangen sich bei Schuldenmeister Peter Zwegat zu melden solange ihm jeder versichert dass er problemlos und zu Bestkonditionen Geld leihen kann ?

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 14.02.2012 08:54 Uhr

Die Geschichte vom Kuchen,

Glauben wir allen Ernstes, wir seien immun gegen eine kritischere Sicht der Ratingagenturen? Es führt kein Weg dran vorbei, Europa und damit auch Deutschland leben über ihre Verhältnisse.
Der "Weltkuchen" wird nicht größer und damit werden folglich die Stücke für die westlichen Länder kleiner, wenn sich die BRIC-Staaten und andere mit Recht auch ein Stück vom Kuchen holen wollen! Unser pentranter Irrtum ist der, dass wir glauben, den Kuchen immerzu größer backen zu können. Wohin das führt, sehen wir jetzt in der Eurokrise. Kein Teig, nur Luft macht den Kuchen größer!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2012 11:03 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 14.02.2012 11:03 Uhr

BRIC-Staaten Haben zusammen 3 Milliarden Menschen 2 davon leben noc h in bltterer Armut

Bis die BRICStaaten, Brasilien, Indien und China, ihren eigenen Bewohnern diese bittere Not abbauen können, vergeht noch viel Zeit - LEIDER! Wenn die aber weitermmachen mit ihrem Nationalstolz und Weltmachtehrgeiz, werden ihre Völker nochlange Not leiden müßen!
Europa, Amerika und Japan brauchten Jahrhunbderte, um dahin zu kommen, wo sie sind. Sudkorea zund Taiwan brauchten 50 Jahre. Nichts geht von heute auf morgen!!!

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14.02.2012, 02:23 Uhr

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