03.01.2009 · Autohersteller sind gezwungen, Kosten drastisch zu senken. Sie haben die Weihnachtsferien verlängert oder Kurzarbeit angemeldet. So wollen sie den Abschwung in der Branche mildern - ein Überblick.
Auf den Parkplätzen der Autofabriken sammeln sich die Neuwagen, weil Kunden die Fahrzeuge nicht kaufen. Hersteller sind gezwungen, Kosten drastisch zu senken. Sie haben die Weihnachtsferien verlängert oder Kurzarbeit angemeldet. So wollen sie den Abschwung in der Branche mildern. Ein Überblick zur Lage der deutschen Hersteller:
Opel
Das Unternehmen ist in großer Not, denn der marode Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) steht vor dem Kollaps. GM hat gerade eine Finanzhilfe aus dem Rettungspaket der amerikanischen Regierung erhalten. Doch Opel muss noch mehr sparen und hat die Produktion in einigen Werken gestoppt, in Rüsselsheim soll es von der kommenden Woche an aber wieder weitergehen. Derweil hofft Opel auf eine staatliche Bürgschaft der Bundesregierung in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Das könnte Investitionen und die Liquidität für dieses Jahr sichern.
Ford
In den Werken in Deutschland läuft die Produktion vergleichsweise normal, obwohl in den vergangenen Jahren auch bei Ford die Kosten kräftig gedrückt wurden. Einen Stopp der Produktionsbänder hat es bisher nicht gegeben. So wurde bei Ford in Köln der Bau des neuen Fiesta-Modells nicht unterbrochen. Anders sieht es im Kölner Motorenwerk aus, wo V6-Motoren für den amerikanischen Markt hergestellt werden: Dort gibt es Kurzarbeit, weil die Nachfrage aus Amerika stark zurückgegangen ist.
Volkswagen
Harte Zeiten stehen auch dem größten Autokonzern in Europa bevor. VW verfehlte die Wachstumsziele und verkaufte zuletzt immer weniger Autos. Für das VW-Vorzeigemodell, den neuen Golf, mussten die Absatzziele reduziert werden. Kurzarbeit gab es bei VW nicht, die Weihnachtsferien wurden aber wegen der Krise um zwei Tage verlängert.
BMW
In Krisenzeiten verlieren Zeitarbeiter immer als erste ihren Job. Das war auch bei BMW so. Das Münchner Unternehmen hatte im vergangenen Jahr 8100 Stellen abgebaut, davon 5000 Zeitarbeiter. Bis Mitte Januar 2009 ruht zudem die BMW-Produktion.
Daimler
Der Konzern hat ebenfalls die Werksferien verlängert, zudem gibt es Kurzarbeit. Vom 12. Januar an etwa in Sindelfingen. Dort sind von der Kurzarbeit, die bis Ende März geplant ist, etwa zwei Drittel der 28 800 Beschäftigten betroffen. (tim.)
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2472 | −0,13% |
| Rohöl Brent Crude | 106,71 $ | −0,13% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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