07.12.2007 · Es geht aufwärts bei der Deutschen Telekom. Der harte Sanierungskurs von Konzernchef René Obermann beginnt zu greifen und die Telekom plant eine Dividendenerhöhung. Doch das Geschenk an die Aktionäre hat Nebenwirkungen.
Von Helmut BünderEs geht aufwärts bei der Deutschen Telekom. Der harte Sanierungskurs von Konzernchef René Obermann beginnt zu greifen, und auch auf der Umsatzseite tut sich etwas. Das iPhone verkauft sich prima und schafft frisches Image; das Mobilfunkgeschäft in Amerika und Großbritannien glänzt; sogar auf dem deutschen Festnetzmarkt kommen die Telekom-Produkte nach kräftigen Preissenkungen wieder an. Jetzt spielt die Telekom den Nikolaus und beschert ihren leidgeprüften Aktionären ein hübsches Präsent, das voraussichtlich teurer sein wird als der gesamte Konzerngewinn. Aber der freie Mittelzufluss gibt die höhere Dividende ohne weiteres her. Die Börse dankt, der Kurs steigt erwartungsgemäß. Doch das Dividendengeschenk hat Nebenwirkungen. Es bestärkt die Gewerkschaft in ihrer Kampfesformel, dass der Belegschaft harte Opfer für die Wohlstandsmehrung der Kapitalgeber abverlangt werden. Die bevorstehende Tarifrunde könnte teuer werden und der weiterhin notwendige Personalabbau ins Stocken geraten. Umso mehr stellt sich die Frage, wie die durch die Großzügigkeit geschürten Erwartungen zu dem nur verhaltenen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr passen. Denn die Telekom ist noch nicht über den Berg.
"You can't spend EBITDA"
Martin Weigele (mgweigele)
- 12.12.2007, 12:03 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2472 | −0,13% |
| Rohöl Brent Crude | 106,71 $ | −0,13% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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