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Krankheitsstand in Deutschland : Immer mehr psychische Erkrankungen

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Der ominöse Zettel wurde 2016 seltener ausgefüllt als noch im Jahr zuvor. Bild: dpa

Die Deutschen meldeten sich 2016 seltener krank als noch im vorherigen Jahr. Doch die psychischen Erkrankungen nehmen zu. Der häufigste Grund für Krankmeldungen sind sie freilich nicht.

          Die Arbeitnehmer in Deutschland haben sich nach Angaben der DAK-Gesundheit im vergangenen Jahr seltener krankschreiben lassen. Der Krankenstand betrug 3,9 Prozent, im Jahr 2015 hatte er noch bei 4,1 Prozent gelegen, wie die Krankenkasse am Freitag in Hamburg mitteilte. Ein Grund dafür könnte das Ausbleiben einer großen Erkältungswelle sein. Der Anteil von Krankheiten des Atmungssystems verringerte sich bei den Krankschreibungen von 16,6 auf 14,7 Prozent und damit um fast zwei Prozentpunkte.

          Psychische Erkrankungen rückten auf Platz zwei der Krankschreibungen (17,1 Prozent) vor, bei den Frauen sogar auf Platz eins. Mit 246,2 Fehltagen je 100 DAK-Versicherte (+2,5 Tage) wurde ein Höchststand erreicht. Dabei ging der Anteil der Betroffenen leicht zurück, nur die Dauer der Krankschreibungen nahm zu. Ein einzelner Krankheitsfall dieser Art dauerte im Schnitt 38 Tage, im Vorjahr waren es 35 Tage gewesen.

          Häufigster Grund für Krankmeldungen blieben Leiden des Muskel-Skelett-Systems (22,2 Prozent). Die bei der DAK versicherten Arbeitnehmer waren allerdings mehrheitlich gesund: „Der Anteil der Beschäftigten mit mindestens einer Krankmeldung war mit 45 Prozent so niedrig wie zuletzt vor zehn Jahren“, hieß es.

          Der Gesamtvergleich nach Geschlechtern zeigt: Frauen meldeten sich öfter krank als Männer. Sie kamen auf 1543 Fehltage je Versicherte, während es bei den Männern etwa 1356 waren.

          Was den Bundesvergleich angeht, so war der Krankenstand in den östlichen Bundesländern wie schon 2015 höher als im Westen. Er lag bei 4,9 Prozent, im Westen bei 3,8 Prozent. Konkret bedeutet das: Im Osten fielen 28 Prozent mehr Ausfalltage an als im Westen.

          Quelle: bfch./dpa

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