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Brisanter Zeitpunkt : Deutsche Ermittler durchsuchen Blackrock

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Ist der größte Vermögensverwalter der Welt ebenfalls in die Cum-Ex-Geschäfte verwickelt gewesen? Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft in Köln schickt Beamte in die Büros des Vermögensverwalters Blackrock – gerade bewirbt sich der deutsche Aufsichtsratschef Friedrich Merz um den CDU-Vorsitz.

          Ermittler haben die Räume des amerikanischen Vermögensverwalters Blackrock in München durchsucht. Laut „Bild“-Zeitung rückten an diesem Dienstag Ermittler der Kölner Staatsanwaltschaft an und durchsuchten die Büroräume. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte auf Anfrage von FAZ.NET die Durchsuchung: „Blackrock arbeitet in einer laufenden Untersuchung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Transaktionen im Zeitraum 2007 bis 2011 uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammen.“

          In München hat der Vermögensverwalter seinen Sitz am prominenten Lenbachplatz, dort wo die Bayerische Börse jahrzehntelang residierte. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln wollte sich gegenüber FAZ.NET nicht zu der Durchsuchung äußern.

          Nach Angaben der Zeitung waren ungefähr 20 Beamte im Einsatz. Ihr Ziel sei gewesen, in den Büros Material zu sogenannten Cum-Ex-Geschäften sicherzustellen. Dabei handelt es sich um komplizierte Steuergeschäfte im Zusammenhang mit der Ausschüttung von Dividenden. Im Fokus der Fahnder stehen den Angaben zufolge Geschäfte in der Zeit zwischen 2007 und 2010.

          Seit dem Jahr 2016 ist Friedrich Merz, der im Dezember neuer CDU-Vorsitzender werden möchte, Aufsichtsratschef der deutschen Blackrock-Gesellschaft. Die Ermittlungen betreffen damit eine Zeit, in der er noch nicht im Amt war. Welchen Hintergrund die Durchsuchung hatte, ist nicht bekannt.

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