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Deutsche Bank Vergleich mit Kirch wackelt

 ·  Eigentlich hat die Deutsche Bank mit den Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch nach zehnjähriger Fehde einen Vergleich ausgearbeitet. Der Vorstand des Kreditinstituts hat den Kompromiss bislang aber nicht gebilligt. Woran hakt es?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (12)

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 25.02.2012 18:20 Uhr

Die Kosten pro Aktie lägen bei ca. € 0,90, was

schon ganz beachtlich ist und es verständlich macht, das der Aufsichtsrat zurückhaltend ist. (etwas mehr als 900 Mio Aktien gibt es , heutiger Kurswert p.a. ca. € 35, Vergleichsumme 800 Mio.) vor allem da der eine oder andere typische Kleinaktionär mit z.B. 100 Aktien also € 90,- an Ertrag verlieren würde - und manche Grossaktionäre womöglich gegen die heutigen Vorstände und Aufsichtsräte klagen könnte, wenn sie der Einigung zustimmen.

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Gerold Keefer

Ohne Erfolgsaussicht?

Nur am Rande sei erwähnt, dass gegen Breuer auch noch ein Strafverfahren wegen einer Falschaussage läuft. Wenn die Erfolgsaussichten für den seligen Leo gar so schlecht sind, wären Falschaussagen wohl nicht nötig gewesen.

Eine Bank hat mit Bezug auf die wirtschaftliche Lage eines Kunden ganz einfach die Klappe zu halten. Und wenn sie das nicht kann, dann gehört sie bestraft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2012 18:24 Uhr
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 25.02.2012 18:24 Uhr

"Die Bank" gehört bestraft??

Nein, es sind bestimmt nicht die Aktionäre, die bestraft werden sollten, sondern ganz einfach die Personen, die den Schaden anrichten. Aber persönliche Verantwortung und Haftung ist ja zuindest in D aus der Mode. Man vergisst hier gerne, das Firmen und Institutionen aus Menschen bestehen, schliesslich sind ja auch unsere Beamten nie für von ihnen angerichtete Schäden haftbar.

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Alfons Wöhrl

Vergleich mit Kirch wackelt

Herr Breuer hat in dem Fernsehinterviev in New York nicht die Interessen der Deutschen Bank vertreten. Sein Auftreten genügte auch nicht den Ansprüchen eines Vorstandsvorsitzenden bei der Deutschen Bank. Her Breuer hat sich möglicherweise von Seiner Antipatie zu Herrn Kirch leiten lassen. Ich meine, Herr Breuer hat sich gegenüber dem Arbeitgeber Deutsche Bank und gegenüber dem Kunden Kirch-Gruppe der Untreue schultig gemacht (§266 StGB).

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Nina Wunderlich

Ja liebe Leute

Für was denn noch alles soll die deutsche Bank acht- bis neunstellige Summen als Rückstellung bilden? Diese olle Lapale damals! Irgendwann muss doch mal Schluss sein! Da sei der Aufsichtsrat vor... Ironie off

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Heinz-Werner Raderschatt

Kirch Vergleich

Mag auch die damalige Äußerung des Vorstandchefs Breuer am Rand einer Veranstaltung etwas salopp formuliert gewesen sein,mit Sicherheit hat diese nicht die Insolvenz des Kirch-Unternehmens ausgelöst.Breuer hat nach meiner Erinnerung zitiert,was in den Medien bereits zu lesen gestanden hatte,dafür einen Schadensanspruch in Milliardenhöhe zu beanspruchen,kennzeichnte schon die Realitätsferne Kirchs bis zu seinem seligen Ende.Nun im Wege des Vergleichs hunderte Millionen anzubieten,halte ich als 'shareholder' der Bank nicht für gerechtfertigt,auch wenn posthum in aller Regel Milde den Vorrang hat!

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Johann Horn
Johann Horn (Annaeus) - 25.02.2012 08:47 Uhr

Zu viel Geld für einen Kläger ohne Erfolgsaussicht

Es ist schon abenteuerlich, in Breuers Äußerung, die vorsichtig formuliert war, in allen Punkten der Wahrheit entsprach und lediglich schon Bekanntes in Worte fasste, eine Pflichtverletzung der Bank gegenüber ihrem Kunden zu sehen. Unvorsichtig vielleicht, aber deswegen noch nicht pflichtwidrig. Hierin aber die Ursache für das finanzielle Aus des bekanntermaßen überschuldeten Unternehmens zu sehen ist einfach nur Wunschdenken. Im Übrigen aber typisch für die Wehleidigkeit von Unternehmern, die ihren eigenen Misserfolg gerne andern in die Schuhe schieben möchten. .Natürlich ist es das Interesse der Bank, einen seit Jahren schwelenden Streit mit einer Befriedungszahlung aus der Welt zu schaffen. Der von Ackermann vorgeschlagene Betrag liegt aber weit außerhalb des Vertretbaren und grenzt angesichts der avisierten bescheidenen Dividende der Deutschen Bank an Brüskierung ihrer Aktionäre.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2012 17:29 Uhr
Gerold Keefer

"Ihren eigenen Misserfolg gerne anderen in die Schuhe schieben."

Aehm, wie war das gerade "wehleidige Unternehmer"? Schauen Sie sich doch bitte mal das Verhalten der Herren Bankster in den vergangenen drei Jahren an und denken Sie dann noch mal über Ihre Formulierungen nach.
Im Gegensatz zu den Bankstern, gehören Herren wie Kirch oder Schlecker noch eine Spezies an, die pleite gehen kann. Für Banker wurde die Haftung ja faktisch abgeschafft - und das ist ein Skandal!

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 24.02.2012 21:03 Uhr

Hat Breuer nicht selbst eine Haftpflicht-Versicherung für Manager??

Trotzdem dürfte es ihn ruinieren - wenn sich (wie recht wahrscheinlich ist) die Meinung durchsetzt, das er verantwortlich war. Kann aber natürlich noch ein paar Jahre dauern, bis alles durchgefochten ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.02.2012 18:15 Uhr
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 25.02.2012 18:15 Uhr

Danke, das ist mal eine sinnvolle Information.

bezüglich der Versicherungslage..

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gisbert heimes

Exemplarisch für diesen Fall wird einmal mehr sein

wie es gelingt, daß Breuer am Ende doch nicht ruiniert ist und die Deutsche Bank gleichzeitig Aktionärsklagen entgeht. Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen mit Organdeckung operieren mit 'kleinen' Deckungssummen, erst bei der D&O geht es in zwei- und dreistellige Millionenbeträge. Doch die hat schon abgewunken. Im Grunde spiegelt dieser Einzelfall die gesamtwirtschaftliche Problematik à la Finanz- und Währungskrise: sind die Risiken und Ausfälle erst groß genug, also systemrelevant, muß eine Überlebenslösung her; hier für Breuer, die Deutsche Bank und die Versicherungen. Breuer mag für den neutralen Beobachter noch so offensichtlich einen Schaden zu vertreten haben, am Ende wird stehen, daß eine 'überwiegende Wahrscheinlichkeit' dafür spricht, daß es eben nicht so ist. Die Kirch-Erben werden sich mit dem, was man ihnen letztlich anbietet, zufriedengeben müssen. Auf einen Richterspruch zu ihren Gunsten sollten sie nicht setzen, sonst könnten sie am Ende leicht ganz leer ausgehen.

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gisbert heimes

Die Kirch-Klage ist einer der 'interessantesten' Haftungsfälle der Wirtschaftsgeschichte

Erstens, weil sie so konkret ist, zweitens, weil Prinzipien wie das Bankgeheimnis und die Organhaftung an sich auf dem Spiel stehen, drittens und last but not least, weil es um richtig viel Geld geht. Angeblich ist die D&O-Versicherung der Deutschen Bank (die Zurich), die Vermögensschäden aus Schadenersatzforderungen Dritter deckt, außen vor. Das könnte gut sein, weil ein Bankvorstand wie Rolf Breuer sich natürlich nicht auf Nichtwissen berufen kann (nämlich daß seine inkriminierten Aussagen dem Leo Kirch einen Schaden hätten zufügen können, weil dieser bekanntermaßen sowieso schon zahlungsunfähig gewesen sei). Eigentlich kann Rolf Breuer dann Privatinsolvenz anmelden...

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Jahrgang 1959, Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

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