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Deutsche Bank Staatsanwälte werfen Fitschen falsche Angaben über Razzia vor

 ·  Der Ko-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank hat sich über den unverhältnismäßigen Polizeieinsatz während einer Großrazzia beschwert. Die Staatsanwälte weisen das entschieden zurück.

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Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat den Angaben des Ko-Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, über die Durchsuchung seiner Konzernzentrale ausdrücklich widersprochen. Fitschen hatte auf dem Neujahrsempfang seines Hauses in Berlin erklärt, das Vorgehen der Behörden wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung sei unverhältnismäßig gewesen.

Zu der jüngsten Hausdurchsuchung im Zusammenhang mit dem Handel mit Emissionszertifikaten sagte er dort ebenso wie auf anderen öffentlichen Veranstaltungen des Finanzinstituts: „Ich kann keinen Sinn darin entdecken, dass 500 Mann, teilweise vermummt, teilweise mit Maschinenpistolen, im Foyer der Deutschen Bank aufmarschiert sind.“ Fitschen beschwerte sich daraufhin auch telefonisch bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), was ihm Kritik unter anderem des Deutschen Richterbunds eintrug.

„Kein Polizist hat eine Maschinenpistole getragen“

Ein Sprecher der Frankfurter Anklagebehörde bestritt gegenüber dieser Zeitung sämtliche dieser Aussagen Fitschens. Bei dem Einsatz habe es keine vermummten Beamten gegeben; auch habe definitiv keiner der Polizisten eine Maschinenpistole getragen. Auch die Behauptung, dass 500 Beamte im Foyer aufmarschiert seien, treffe nicht zu; diese Zahl stimme allenfalls für den bundesweit koordinierten Einsatz an jenem Tag.

Sie hätten eingesetzt werden müssen, um in den zahlreichen Büroräumen gleichzeitig sicherzustellen, dass keine Beweise vernichtet würden. Der Behördenvertreter erklärte überdies, die Polizei habe hierbei in Frankfurt nicht, wie vielfach verbreitet wurde, einen Hubschrauber eingesetzt.

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Jahrgang 1959, Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

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