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Deutsche Bank Jains späte Reue

 ·  Anshu Jain, der obersten Investmentbanker der Deutschen Bank, hält einen Kulturwandel im Investmentbanking für erforderlich, um das Vertrauen der Kunden und der Gesellschaft wiederherzustellen. Um das zu erreichen, müssen die Banken ihren Eigenhandel vollständig aufgeben.

Artikel Lesermeinungen (20)

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Gerold Keefer

Verbeugung für's Publikum - und dann machen wir wieder so weiter wie immer ...

Achleitners Schreiben an die Mitarbeiter der DB zeigt, dass der angekündigte Kulturwandel wohl noch eine Weile auf sich warten läßt - insbesondere ganz "oben". Schon die Formulierung "... kein amtierendes oder früheres Mitglied des Vorstands auf irgendeine unangemessene Weise in die untersuchten Vorgänge um Referenzzinssätze verwickelt." lässt die Hintertür sperrangelweit offen. Wer so formuliert, hat entweder Angst, dass noch mehr herauskommt, oder weiß sogar, dass noch mehr herauskommen kann.

Wenn Wandel "oben" beginnt, dann sollten "oben" auch Konsequenzen gezogen werden.

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Jürgen Stak
Jürgen Stak (kafka02) - 01.08.2012 00:35 Uhr

Reue ist schön und gut - Strafe ist besser

Die Deutsche Bank hatte in jedem Skandal ihre Finger drin, gegen viele dieser Vorfälle sind noch Klagen anhängig. Erinnert sich noch jemand an die Ermittlungen zum Umsatzsteuer-Betrug, der Spionage-Skandal oder der Kirch-Prozess. Die Rechtsabteilung der Deutschen Bank dürfte sehr üppig bestückt sein.

Da muss man sich doch die Frage stellen, warum dieser Laden immer wieder mit Strafzahlungen, aber ohne Schuldgeständnisse davon kommt. Gefängnisstrafen? Fehlanzeige. Was interessiert einen da die Reue eines Herrn Jains der als langjähriger Leiter der Investmentsparte seine Finger überall im Spiel hatte. Sicherlich brauchen wir innerhalb der Banken einen Gesinnungswandel, aber sollten wir diesen nicht anstoßen indem wir Herrn Ackermann aus seinem Ruhestand holen und ihn mitsamt seiner Freunde anklagen? Wenn ein Staatsanwalt erzählen möchte er würde keinen anklagbare Substanz gegen diese Leute finden, sollte man ihn seines Amtes wegen Unfähigkeit entheben.

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Lutz Grellmann
Lutz Grellmann (Lumi1) - 01.08.2012 00:08 Uhr

Reue ?

"Jains späte Reue" ist ja wohl ziemlich daneben. Das suggerierte ja daß er eine besondere persönliche Schuld/Verantwortung empfinden würde wo er doch einfach nur Verluste erwartete und dementsprechend reagiert - ganz automatisch. Ausserdem ist Jain ist nur eine von Hundert Anderen ersetzbare Figuren in dem globalen Spiel. Die Spielregeln sind zu ändern und das aber schnell; Reue müssten die Millionen Menschen haben ob Ihrer Nachlässigkeit diese Spieler zu zulassen.

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Peter Döring
Peter Döring (14hpd09) - 31.07.2012 22:57 Uhr

Groteske Argumentation

Die Argumentation gegen die DB trägt zunehmend groteske Züge. Wenn Kämmerer, die im Regelfall finanz- oder betriebswirtschaftlich ausgebildet sind, unbedingt spekulieren wollen, sollen sie das mit ihrem Geld machen. Auch in der FAZ liest man immer wieder den Rat an Privatanleger: Mach nur das, was Du auch verstehst!" Die Kämmerer sind nicht betrogen worden. Bei vielen ist die Spekulation aufgegangen, bei denen, die reingefallen sind, soll das nun auf die Bank abgeladen werden. Die Stimmung ist gut dafür, daran strickt die FAZ ja fleißig mit. Ich bin eher dafür, dass in solchen Fällen die Kämmerer mit ihrem Privatvermögen haften oder in den Knast wandern. Dann wäre das Problem, das man etwas tut, was man nicht versteht und was man als Sachwalter öffentlicher Gelder auf keinen Fall tun dürfte, überhaupt nicht vorhanden.

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 31.07.2012 22:38 Uhr

Kulturwandel im Investmentbanking

kann nur gesellschaftliche Ächtung für das Personal bedeuten. Vom Topansehen zum gesellschaftlichen Rating eines Puffbetreiber.

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Daniel Grün

Zu spät!

"Anshu Jain, der obersten Investmentbanker der Deutschen Bank, hält einen Kulturwandel im Investmentbanking für erforderlich,"
Die Aussage ist mehr als dreist. der Raub ist doch schon passiert. Die Völker sind beraubt worden und er spricht von Kulturwandel.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 31.07.2012 20:20 Uhr

Vertrauen?

Mir scheint, die Nachfolger von Herrn Ackermann sind nicht geeignet, um Vertrauen zurückzugewinnen. Später wird man wohl sagen: Wir wären froh, wenn Ackermann noch hier wäre. Er war sicher der beste Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank seit Herrhausen.
PS: Ich hatte mal einen Berater bei einer Bank (es war nicht die “Deutsche“), der war wirklich gut. Wenn ich das Gegenteil dessen gemacht habe, was er mir empfahl, bin ich recht gut gefahren. Ich habe nur eine ganze Zeit gebraucht, um diesen Zusammenhang zu erkennen…

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 31.07.2012 19:55 Uhr

Warum immer das Kind mit em Bade ausschütten?

... müssen die Banken ihren Eigenhandel aufgeben. Wenn man schon mit der Sense unterwegs ist sollte man dem geneigten Leser beschreiben was dies nun wieder ist oder Begriffsdefinitionen des Wortes "Eigenhandel" vorlegen. Ich schlage vor verschiedenen Journalisten, Bankangestellten, Finanzwissenschaftlern einen Fragebogen zu schicken.
Was bedeutet das Wort: Eigenhandel? Am besten noch in verschiedene Ländern. Ich denke das Ergebnis wird uns überraschen! oder auch nicht je nach Erwartungshaltung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.07.2012 22:46 Uhr
gisbert heimes

Auweia, Leo

Leider hast Du recht (ich darf doch Du sagen). Im BMF und bei der BaFin arbeitet der Bodensatz der Finanzwelt, und die Kunden waren/sind genauso gierig wie die Banken, bis runter zu den VV der Kreissparkassen. Was folgt daraus? Ein System, das das zeitigt, ist Katzengold. Ich denke, wir verstehen uns.

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Leo Lax
Leo Lax (Leola74) - 31.07.2012 20:17 Uhr

Vollkommen richtig!

Die Amis haben es ja versucht (siehe Volcker-Rule, Dodd-Frank Act, ...). Seit 2,5 Jahren versuchen sie, eine Definition des Eigenhandels zu finden. Ohne Erfolg. Was ist denn Eigenhandel? Wenn ein Händler dem Kunden eine Aktie abkauft, und sie erst fünf Minuten später am Markt verkauft, dann hat er für fünf Minuten das Kapital der Bank eingesetzt, also Eigenhandel betrieben. Wenn man ihm das verbietet, dann wird der ganze Markt zusammenbrechen, weil dann entweder keine Bank mehr handelt, oder den Kunden die horrendesten Margen aufbürdet. Also sind fünf Minuten OK? Was ist mit fünf Stunden? Fünf Tagen? Wochen? Monaten? Und warum soll das irgendein Beamter/Politiker entscheiden, der - wenn er wirklich was von der Sache verstünde - einen "richtigen" Job bei einer Bank hätte, wo er das Vielfache verdienen würde? Denn das was im Finanzministerium/BaFin arbeitet ist ja der Bodensatz der Finanzfachwelt...

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Leo Lax
Leo Lax (Leola74) - 31.07.2012 19:32 Uhr

Der Metzger ...

... verkauft dem Kunden ein saftiges Steak. Das schmeckt dem Kunden. Daraufhin kauft er sich am nächsten Tag gleich wieder eins. Und wieder. Und wieder. Irgendwann ist der Kunde sehr dick, aber er frisst immer weiter. Und der Metzger verkauft ihm sehr gerne immer wieder ein saftiges Steak. Dann bekommt der Kunde einen Herzinfarkt. Ist der Metzger jetzt schuld?

Wenn die Kunden die Anlageprodukte nicht verstehen, dann sollen sie sie nicht kaufen. Es hat sie ja keiner gezwungen. Und wenn sie sie kaufen wollen, dann ist es ja wohl kaum in der Verantwortung der Banken, zu sagen: " Also Herr Meier, wir glauben Sie sind zu doof das Produkt zu verstehen. Aber ein Sparbuch, das verkaufen wir Ihnen gerne."

Und was die Deutsche Bank betrifft: Wann erkennt die Allgemeinheit endlich einmal an, dass Herr Ackermann die DB zum einzigen Global Player unter den Großbanken gemacht hat? Die Milliarden an Steuern in Deutschland zahlt?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.08.2012 00:15 Uhr
Jürgen Stak
Jürgen Stak (kafka02) - 01.08.2012 00:15 Uhr

Nettes Beispiel um den mündigen Verbraucher in Haftung zu nehmen

Aber mal davon abgesehen, das 99% aller FAZ-Leser es nicht schaffen würden das juristische Gewäsch eines Anlageproduktes zu verstehen (und Gott behüte jemand hätte schlechte Augen, da könnte man doch glatt das Kleingedruckte aber gleichzeitig das wichtigste übersehen) ist ihr Beispiel mit dem Metzger eigentlich sehr passend.

Denn wo heute Fleisch drauf steht, heißt noch längst nicht das auch Fleisch drin ist. Und wenn der Metzger es nun schafft ein Produkt zu entwickeln das aussieht wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch aber z.B. aus Korn besteht und komplett andere Nährwerte an den Mann bringt, ist das schlicht und ergreifend Betrug. Mündiger Verbraucher hin oder her. Das passiert sowohl in der Nahrungsmittelindustrie als auch, wie wir das vernehmen durften, bei Banken. Deswegen braucht es nicht nur einen mündigen Verbraucher, sondern auch Kontrolle und im Falle von Mißbrauch saftige Strafen. Und was letzteres anbetrifft gilt es noch einiges nachzuholen bevor es zur Normalität zurückgeht

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Lutz von Peter

Ja, genau das ist es eben...

Sie haben Recht, die DB ist in kurzer Zeit von einer eher behäbigen europäischen Bank zu einem der Top Player geworden. Das ist Ackermanns Verdienst, das bestreitet niemand.
Was hier angesprochen wird ist der Flurschaden der dabei angerichtet wurde.
Wer eine Makrele nimmt und daraus den Spitzenreiter im Haifischbecken macht hat sicher seine Arbeit gut gemacht. Allerdings musste dafür die Bank noch viel extremere Risiken eingehen als andere Investmentbanken, die bereits in der ersten Liga angekommen waren. Die Investment Banker der DB mussten sich noch viel mehr wie Haifische gebärden um es an die Spitze zu schaffen. Nicht umsonst steckte die DB bei jeder der schmutzigen Geschichten der letzten Jahre mit drin, und zwar bis zur Halskrause.
Anshu Jain war bei allem dabei was stank, denn wer etablierte Investmentbanker überholen will muss tief in die Trickkiste langen.

Das kommt langsam hoch; aber natürlich zahlt die DB viel Steuern. Wäre ja noch schöner....

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Leo Lax
Leo Lax (Leola74) - 31.07.2012 20:29 Uhr

eben!

Steak ist nicht gleich Steak, da haben Sie völlig recht. Und wenn ein Kilo Steak beim Discounter weniger kostet als ein Kilo Kartoffeln, dann sollte sich der Kunde fragen, was er da gerade kauft. Tut aber keiner, sonst würden Aldi & Co schon längst kein Fleisch mehr verkaufen.

Wenn die IceSave den Kunden 14% Zinsen verspricht, während die Sparkasse 2% zahlt, dann sollte sich der Kunde fragen, was er da eigentlich kauft. Die Kunden waren nämlich genauso gierig wie die Banken!

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Wilhelm Herbst

Steak ist nicht gleich Steak

Lieber Herr Verteidiger,
Sie mögen ja in manchem Recht haben. Ihrem Vergleich halte ich entgegen, dass ein Metzger
sehr wohl verantwortlich ist, wenn er minderwertige, verdorbene Steaks verkauft, die er vielleicht vorher optisch aufgemöbelt hat.
Also: Der Vergleich hinkt. Wenn ich zum Metzger gehe, hab ich in der Regel Vertrauen zu ihm.
Ein Steak zu kaufen ist aber wesentlich durchschaubarer als ein der Kauff eines Anlageprodukts. Hier geht es nicht ohne Vertrauen ab, das Vertrauen darin, dass der Vertreter der Bank mich seriös be berät.

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Rolf-Dirk Maehler

Früher war ich viele Jahre Kunde der Deutschen Bank, aber nach mehreren grottenschlechten ...

... Beratungen habe ich mich nachhaltig verabschiedet. Diese Bank wird mein Vertrauen niemals wieder gewinnen können und schon garnicht wenn Leute wie Herr Anshu Jain als Co-Vorstandsvorsitzender sozusagen die Chefrolle inne haben. Ich bin nur froh, daß mein angeborenes Mißtrauen gegen Banker mich immer vor Schaden bewahrt hatte. Und das geht so einfach: Immer wenn man mir etwas verkaufen will was ich nicht verstehe, dann lasse ich meine Finger davon.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 31.07.2012 18:28 Uhr

Sie bringen hier einiges durcheinander Herr Frühauf!

Der letzte Absatz kann so nicht stehen bleiben! Den Kunden wurden keine Produkte verkauft, mit denen sie gegen die Bank wetteten. Jedenfalls nicht systematisch. Es ist eine Mär zu behaupten, dass die Bank auf der Gegenseite saß und alles ein Nullsummenspiel war. Keine Bank würde derartige Klumpenrisiken eingehen! Die Risiken wurden in den Markt ausgelagert. An der Marge verdiente die Bank (z.t. fürstlich). Bitte lassen Sie sich mal von einem Profi die Sache näher erläutern!
Der Eigenhandel ist nur ein "Sündenfall" wenn er auf Insider-Wissen basiert. Das war übrigens hierzulande jahrelang völlig üblich und galt als allenfalls als Kavaliersdelikt! Es spricht nichts gegen einen Eigenhandel, solange er klar aus dem operativen Geschäft der Bank ausgegrenzt ist und ein klar definiertes haftendes Kapital hat. Das Konstrukt eines Hedge-Fonds ist hierfür wohl die beste Lösung. Und schlussendlich: Was ist denn bitte so verwerflich daran ein Gewinnmaximierer zu sein?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.08.2012 06:19 Uhr
Wolfgang Kaeflein
Wolfgang Kaeflein (Wokae) - 01.08.2012 06:19 Uhr

@ T. Mirbach Gewinnmaximierer

solange Gewinn maximieren nicht mit Täuschung, leeren Versprechen (Lehmann), Betrug (Libor), Steuerflucht und Steuerhinterziehung (Steueroasen), Risiken eingehen, deren Verluste am Ende der Steuerzahler übernehmen muss, verbunden ist, das Ganze dann noch in einem halbwegs sozialverträglichen Rahmen stattfindet und der Gesellschaft als Ganzes einen Zusatznutzen stiftet, sprich, solange es sich um gute, ehrliche Arbeit handelt, ist gegen Gewinn Maximierung nichts einzuwenden. Jetzt müssen nur noch Häkchen gesetzt werden, hinter die Kriterien, die die Banken erfüllen oder besser, nicht erfüllen.

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Bernd Winkler

Krokodilstränen

Erschreckend, dass sich der Kommentator der FAZ mit den Krokodilstränen ertappter Sünder zufrieden gibt. Wir leben in einer besonderen Zeit und einer besonderen Gesellschaft. Banken kaufen ihre kriminellen Mitarbeiter frei, indem Unsummen ( zu Lasten der Aktionäre) an Strafverfolgungsbehörden bezahlt werden. Die Schuldigen werden zum Dank befördert, bei der Deutschen Bank sogar zum CEO. Die Presse findet es toll und bejubelt die Einsicht derer, die sich durch solche Machenschaften ganz nach oben getrickst haben. Wenn solche Leute nicht endlich normal strafverfolgt werden und mit langen Gefängnisstrafen bestraft werden, wird sich nie etwas ändern. Reiche Betrüger haben keine Angst vor Geldstrafen. Lange Haftstrafen allerdings beeindrucken sie schon, kann man so doch die Früchte der Tricksereien nicht geniessen und muss obendrein noch fürchten Schaden an der eigenen Gesundheit zu nehmen. Wir würden sehen, das Getrickse und der Betrug wäre schnell beendet. Blose Appelle sind sinnlos.

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Günter Jäger

Tätige Reue

Der Investmenthandel - unter anderem der Deutschen Bank - hat trotz der hehren Grundsätze von Ackermann unethisch gegen den König Kunde gehandelt.Hohe Boni der von Vorstand und Managern wurden eingestrichen, private Kunden, Kommunen und andere würden schon zahlen für Empfehlungen, die sie nicht verstanden; oft wohl auch die Verkäufer in den Banken nicht. In den USA sind laut WDR Gerichtsverfahren eingeleitet. Jain war vermutlich der Hauptverantwortliche. Wenn er jetzt bereut; warum scheidet er nicht ohne laufende Ansprüche und Rentenansprüche aus und zahlt einen angemessenen Betrag aus Gehalt und Boni zu Gunsten einer Stiftung für die Betrogenen? Da könnte er ein gutes Beispiel für zuständige Manager im eigenen (bisher) Haus und andere Kreditinstitute abgeben.

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Jahrgang 1967, Redakteur in der Wirtschaft.

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