Die Deutsche Bank hat das Steuergeheimnis ihres neuen Co-Vorstandschefs gelüftet: „Herr Jain zahlt Steuern in Deutschland“, bestätigte ein Konzernsprecher der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Bisher hatte die Bank unter Hinweis auf die Privatsphäre stets jede Auskunft zu der Frage verweigert.
Geimeinsam mit Jürgen Fitschen steht Jain seit rund drei Wochen an der Spitze der Deutschen Bank. Auf der Hauptversammlung Ende Mai waren wissbegierige Aktionäre mit der Auskunft abgespeist worden, die Frage der Besteuerung sei die Privatsache von Anshu Jain. Der Inder verdiente im vergangenen Jahr - als er noch nicht an der Spitze der Bank stand - rund 9,8 Millionen Euro, wobei Zusagen in Höhe von 8,4 Millionen Euro noch verfallen können.
Jains Vorgänger, der Schweizer Josef Ackermann hatte stets betont, dass er sein Gehalt in Deutschland versteuert.
