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Deutsche Bank Die Schande

30.10.2008 ·  Auch die Deutsche Bank steht kurz davor, auf Garantien des Bundes zurückzugreifen. Dabei hatte Josef Ackermann bislang eindeutige Signale gegeben, dass für die Deutsche Bank Staatshilfe nicht in Frage kommt. In der Öffentlichkeit ist Ackermanns Glaubwürdigkeit nun völlig dahin. Das ist schade.

Von Hanno Mußler
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Mitleid mit Josef Ackermann muss niemand haben. Das Debakel um die Annahme von Staatshilfen hat sich der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank selbst eingebrockt. Anstatt abzuwarten, welche Wirkung von dem unter seiner Mitwirkung initiierten Rettungspaket des Bundes ausgehen würde, hat sich Ackermann in eine offenbar nicht mehr haltbare Position manövriert.

Während Ackermann in Bezug auf Staatshilfen noch von Schande und Scham gesprochen haben soll, war rund um die Welt längst ein beklagenswerter Subventionswettlauf in Gang gekommen. Wenn andere Staaten die konkurrierenden Banken aufpäppeln, muss die Deutsche Bank irgendwann reagieren. Diese Möglichkeit hatte Ackermann offenbar nicht in Betracht gezogen. Stattdessen hat er mit kräftigen Worten alle deutschen Banken ins Abseits gestellt, die auch nur mit den Staatshilfen liebäugeln.

Im Abseits steht Ackermann nun selbst. In der Öffentlichkeit ist seine Glaubwürdigkeit völlig dahin. Das ist schade. Denn Ackermann hatte im Kern vollkommen recht: Natürlich ist es besser, wenn die Deutsche Bank keine Staatshilfen braucht. Doch wer so etwas sagt, muss es sich leisten können.

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Jahrgang 1971, Redakteur in der Wirtschaft.

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