Trotz anziehender Geschäfte im Investmentbanking hat die Deutsche Bank im ersten Quartal weniger verdient als erwartet. Vor Steuern stand ein Gewinn von 1,9 Milliarden Euro zu Buche, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Im außergewöhnlich starken Vorjahreszeitraum waren es gut drei Milliarden gewesen. Analysten hatten dieses Mal im Schnitt mit 2,4 Milliarden gerechnet, dabei allerdings keine Sonderposten wie neuerliche Abschreibungen auf den Pharmakonzern Actavis eingerechnet. Der Überschuss lag mit 1,4 Milliarden Euro ebenfalls unter den Erwartungen.
Bankenchef Josef Ackermann erklärte: „Vor dem Hintergrund anhaltender Zurückhaltung auf den globalen Finanzmärkten haben wir solide Ergebnisse erzielt.” Es ist das letzte Ergebnis, dass die Deutsche Bank unter dem Vorstandsvorsitz von Josef Ackermann vorlegt. Er wird nach der Hauptversammlung am 31. Mai durch die Doppelspitze Jürgen Fitschen und Anshu Jain abgelöst.
Während die Schuldenkrise das Kapitalmarktgeschäft Ende 2011 weitgehend zum Stillstand gebracht hatte, belebte es sich in den ersten drei Monaten des neuen Jahres deutlich. Vor allem der Anleihehandel spülte der Deutschen Bank Geld in die Kasse. Insgesamt fuhr die Investmentbank (CB&S) im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,7 (Vorjahr: 2,3) Milliarden Euro ein - zwei Drittel des Konzernergebnisses.
Am Aktienmarkt waren die Anleger am Donnerstag nicht überzeugt von den Quartalszahlen. Am Mittag waren die Papiere der Deutschen Bank größter Dax-Verlierer. „Die Zahlen waren eher schlecht, aber im europäischen Kontext sind sie immer noch gut“, sagte Heino Ruland von Ruland Research. Ein anderer Händler erklärte, er könne an dem Zahlenwerk nichts Schönes finden. Das erste Quartal sei insgesamt enttäuschend ausgefallen.
Im vergangenen Jahr war der Gewinn der Deutschen Bank angesichts der sich stetig verschärfenden Schuldenkrise in Europa von Quartal zu Quartal gesunken. Im Schlussviertel musste der Konzern vor Steuern sogar einen Verlust melden. Bei der letzten Quartalsbilanz unter Ackermann profitierte die Bank nun von der Erholung des Investmentbanking.
Seit 2002 stiegen die ausgewiesenen Verbindlichkeiten der Dt.Bank um
1263 Milliarden Euro
Klaus Wege (covenants)
- 26.04.2012, 15:33 Uhr
Wie naiv muss man sein...
Pia Bücken (muscat)
- 26.04.2012, 13:40 Uhr
Dieser Mann hat alles andere als enttäuscht...
Siegfried Kellner (S.97Dobi)
- 26.04.2012, 12:43 Uhr
Temporärer Gewinnrückgang,
Gerhard Storm (gerhardstorm)
- 26.04.2012, 09:50 Uhr
Was wollen die Anlysten eigentlich?
Melita Zimmermann (melitaz)
- 26.04.2012, 09:45 Uhr